Das Wichtigste in Kürze

Studiengang
Barrierefreie Systeme (BaSys)
Master of Science (M. Sc.)

Regelstudienzeit
4 Semester, Vollzeit

ECTS-Credit Points
120

Studienbeginn
Wintersemester
Bewerbungsfrist
15. September

Sprache
Deutsch

Akkreditierung
Acquin e.V. bis 30. September 2019

FAQ - Frequently Asked Questions

Nachfolgend finden Sie eine Reihe ausgewählter Fragen zur Bewerbung im Masterstudiengang Barrierefreie Systeme (BaSys):

Was sind Barrierefreie Systeme?

Was sind Barrierefreie Systeme?

Barrierefreie Systeme sollen Menschen unabhängig von ihrem Alter und ihrer Einschränkung eine selbständige und selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen. Der Wunsch nach Barrierefreiheit vollzieht sich vor dem Hintergrund demographischer, gesellschaftspolitischer und wirtschaftlicher Veränderungen in der Gesellschaft.

Wer kann BaSys studieren?

Wer kann BaSys studieren?

Der Masterstudiengang Barrierefeie Systeme richtet sich an alle, die aus architektonischer, informationstechnologischer, ingenieurs-, sozial- oder pflegewissenschaftlicher Perspektive an der Entwicklung komplexer, interdisziplinärer Lösungsmodelle zur Verwirklichung eines selbständigen und unabhängigen Lebens interessiert sind. Vorausgesetzt wird die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen.

Wie und wo bewerbe ich mich?

Wie und wo bewerbe ich mich?

Die Bewerbung erfolgt mit den üblichen Unterlagen sowie einer schriftlichen Darstellung, aus der die fachliche Erfahrung und die Motivation zum Studium deutlich werden.

Wie soll das Motivationsschreiben aussehen?

Wie soll das Motivationsschreiben aussehen?

Das Schreiben sollte auf maximal 1 bis 2 Din A 4 Seiten (ca. 800 Wörter) Ihre Motivation zu Studieren darstellen, d.h.:

  1. bisheriger Studienverlauf (inklusive Darstellung der Methodenkenntnisse)
  2. bisherige Berufserfahrung bzw. besondere Kenntnisse in Bezug auf das Thema "Barrierefreies Leben"
  3. persönlicher Bezug zum Thema (fakultativ).

Welche Qualifikationen/Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Welche Qualifikationen/Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Voraussetzung zur Zulassung ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss (Diplomabschluss, akkreditierter Bachelorabschluss oder akkreditierter Masterabschluss), der mindestens mit 2,3 bewertet ist. Der Abschluss kann je nach Schwerpunktsetzung auf folgenden Gebieten liegen:

  1. im Schwerpunkt "Barrierefreies Planen und Bauen": Städtebau, Architektur, Innenarchitektur
  2. im Schwerpunkt "Intelligente Systeme": Informatik, Ingenieur-Informatik, Elektroingenieurwesen, Informations- und Kommunikationstechnik, Feinwerktechnik, Mechatronik, Maschinenbau, Mikrosystemtechnik.
  3. im Schwerpunkt "Case Management und barrierefreies Leben": Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Sozialwissenschaften oder Medizin, sofern einschlägige Kenntnisse und praktische Erfahrungen nachgewiesen werden können.

Welchen Abschluss erreiche ich mit dem Studium?

Welchen Abschluss erreiche ich mit dem Studium?

Die einheitliche akademische Abschlussbezeichnung ist Master of Science (M. Sc.). 

Die Absolventen des Masterstudiengangs Barrierefreie Systeme bleiben auch nach der Spezialisierung durch den Masterstudiengang Architekt/innen, Informatiker/innen, Ingenieur/innen, Pflegewirt/innen oder Sozialarbeiter/innen etc. Der Abschluss eröffnet die Möglichkeit zur Promotion und den Zugang zum höheren Dienst.

Welche Berufsaussichten/ Perspektiven habe ich mit dem Abschluss?

Welche Berufsaussichten/ Perspektiven habe ich mit dem Abschluss?

Das Studium qualifiziert je nach gewähltem Schwerpunkt zu:

  • überdurchschnittlichen Planungs- und Beratungsleistungen des barrierefreien Planens und Bauens. Mögliche Planungsfelder liegen im Städtebau, Wohnungsbau, Gesundheits- und Sozialwesen. Der Studiengang setzt sich mit der Entwicklung von neuen Wohnformen, Wohnfolgeeinrichtungen, Bauten für Arbeit, Kultur, Gesundheit und Freizeit auseinander. Hierbei werden stärker als bisher die Probleme einer alternden Gesellschaft berücksichtigt.
  • einer Vielfalt neuer Arbeitsfelder im Bereich der Analyse und dem Design von benutzerfreundlichen allgegenwärtigen anpassungsfähigen technischen Systemen (modernste verteilte Sensorik und Aktorik, sichere Datenkommunikation, Sprach- und Bilderkennung, Sprachsynthese, Dialogsysteme)
  • vielfältigen Aufgaben des Case Managements mit dem Schwerpunkt barrierefreies Leben, z.B. Wohnraumanpassung und Hilfsmittelberatung, Entwicklung geriatrischer Rehabilitstionskonzepte oder in der Alten- und Behindertenarbeit.

Potentielle Arbeitsfelder sind:

  • freiberuflich planende und beratende Tätigkeiten
  • Tätigkeiten in der Wohnungswirtschaft freier, öffentlicher oder privatwirtschaftlicher Trägerschaft
  • Tätigkeiten in politischen Körperschaften oder bei Sozialhilfeträgern (z.B. Kommunen oder Wohlfahrtsverbände)
  • Tätigkeiten in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Tätigkeiten in Forschung und Wissenschaft

Was ist eigentlich E-Learning?

Was ist eigentlich E-Learning?

Unter E-Learning wird der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Kontext des Lernens und Lehrens verstanden. E-Learning-Projekte ergänzen die klassischen Präsenzveranstaltungen und können zu ihrer Vor- und Nachbereitung genutzt werden. Sie erleichtern den Austausch zwischen Studierenden untereinander sowie zwischen Dozent/innen und Studierenden. Insbesondere in den Projektstudien sind sie ein wichtiges Informations-, Lern- und Kommunikationsmedium. Folgende Technologien werden im E-Learning-Projekt des Masterstudiengangs angewendet:

  • Videokonferenzen
  • Moodle. Hierbei handelt es sich um eine Open Source e-Learning Software, die Online lernen ermöglicht, also z.B.:
  • Lernen mit einer Gruppe
  • Kommunikation und Feedback
  • aktive Auseinandersetzung mit dem Lerninhalt
  • vielfältige Lernaktivitäten, wie Austausch über Foren
  • einfache Handhabung und flexible Gestaltung.
  • Content Management System (CMS). Content Management System ist die Zusammenfassung aller Tätigkeiten, Prozesse und Hilfsmittel, die den Lebenszyklus digitaler Informationen in Form von Unterlagen und Dokumenten unterstützen. Die digitalen Informationen werden oft als Content (Inhalt) bezeichnet, sie können als Dateien vorliegen, die einzeln verarbeitet werden oder auch als zusammenhängende Dateisysteme, wie z.B. Webseiten. Im Rahmen des Content Management Systems von BaSys werden auf diese Weise Inhalte des Studiengangs nach außen repräsentiert, kooperative Prozesse und Lösungsstrategien abgebildet und Termine gemanagt. Durch eine flexible Rechteverteilung können unterschiedliche Sichten auf die Dateien erzeugt werden. Ferner können die Studierenden selbst direkt Inhalte gestalten.

Was bedeutet Inter- und Transdisziplinarität?

Was bedeutet Inter- und Transdisziplinarität?

Jede Disziplin hat ihre je eigene Blickrichtung und Fachsprache. Wie kann es dann zu einer interdisziplinären Kommunikation kommen?

Im Unterschied zu disziplinären Projekten, die sich u.U. stark voneinander abgrenzen, werden in den interdisdisziplinären Projekten Denkmuster, Verfahrensweisen und Methoden der anderen Disziplinen kommuniziert und durchdacht. Disziplinäres Wissen kann so erweitert und fachfremdes Wissen hinzugewonnen werden.

Beim Masterstudiengang Barrierefreie Systeme arbeiten Architekt/innen, Informatiker/innen, Ingenieur/innen und Pflege- und Sozialwissenschaftler/innen gemeinsam im Team an komplexen Fragestellungen, die entsprechende  Sichtweisen und Lösungsansätze erfordern.

Ausgehend von einer Problemdefinition wird ein gemeinsames Untersuchungsdesign entwickelt. Durch kontinuierlichen und intensiven Austausch werden mit allen Beteiligten integrative Lösungen erarbeitet. Der Masterstudiengang befähigt so zur flexiblen, fachübergreifenden, wissenschaftlichen Arbeit in einem interdisziplinär zusammengesetzten Team.

Ergänzend dazu wird die Praxis mit ihren Anforderungen einbezogen. Fachübergreifend werden gesellschaftliche Anforderungen und Lösungsstrategien integriert.  

Was genau passiert im Projektstudium?

Was genau passiert im Projektstudium?

Ziel des Projektstudiums ist die interdisziplinäre Erarbeitung von Lösungsansätzen, wie z.B. eine barrierefreie Nutzung von Eingängen/Ausgängen, das barrierefreie Aufbewahren von Gegenständen oder etwa die Gestaltung von Lebensräumen für demente Menschen. Hierzu sitzen interdisziplinär zusammengesetzte Teams am runden Tisch, um zunächst eine Problembeschreibung zu erarbeiten, die Wissen von allen beteiligten Disziplinen einbezieht. Das Ergebnis ist ein offizielles Pflichtenheft (auch Anforderungsdokument genannt), das die Grundlage für die kommenden Semester bilden soll (1. Semster).

Auf der Basis des Pflichtenheftes werden dann im (2. Semester) theoretische Konzepte (Modelle) für mögliche Lösungen erarbeitet. Zusammengeführt durch das gemeinsame fixierte Problem kommen bei diesen Entwürfen (Modellen) die Eigenheiten der beteiligten Disziplinen zum Tragen.

Im 3. Semester sollen dann idealerweise erste experimentelle Prototypen von angedachten Lösungen realisiert werden (Implementierung), die sich konkret nutzen und testen lassen. Zur Projektarbeit gehört in allen Phasen, dass die Pojektgruppen mit entsprechenden gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen Kontakt aufnehmen und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.