Potenziale humanoider Roboter im Sozial- und Gesundheitswesen

Interdisziplinäres Lernziel

Ziele, die mit diesem Angebot verfolgt werden, sind einen Einblick in den momentanen Stand der Servicerobotik zu erhalten, gemeinsam in der interdisziplinären Gruppenarbeit Anwendungsfelder für den Robotereinsatz in der Altenhilfe oder für das Krankenhaus zu entwickeln, zu programmieren und unter ethischen, sozialen und datenschutzrechtlichen Aspekten zu diskutieren. Mögliche Anwendungen könnten folgende Szenarien sein:

Der Roboter zeigt physiotherapeutische Übungen, um Menschen in einer Pflegeeinrichtung zu Bewegungen zu stimulieren und man kann mit ihm Spiele spielen oder ein Gespräch führen.

Der Roboter bringt Medikamente und anderes mehr.

Für die Programmierung und Testung stehen die humanoiden Roboter PEPPER und NAO zur Verfügung.

Persönliche Lernziele sind die Steigerung der eigenen Ambiguitätstoleranz, ein Verständnis für andere Fachkulturen zu entwickeln und Praxiserfahrungen mit Robotik zu gewinnen. Weiteres Lernziel ist es einen Roboter mit einer grafischen Programmiersprache programmieren zu können – auch ohne Vorkenntnisse.

Modulinhalte

Für die Veranstaltung stehen die humanoiden Roboter PEPPER und zwei NAOs (Paul und Paula) von Softbank/Aldebaran (NAO Next Gen) zur Verfügung.

  • Einführung in die Robotik, Steuerung und Programmierung in Choregraphe
  • Grundlagen in Projektmanagement und Teamarbeit
  • Stand der Entwicklung der Robotik im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Kennenlernen der Design Thinking Methode und Methoden des Usability Engineering
  • Juristische Fragen: Datenschutz und Datensicherheit, Robot-Recht, etc.
  • Ethische Fragen: Menschenwürde und Privatsphäre, Robotik vs. Mensch, Lebensqualität

Ziele sind:

  • interdisziplinäre Betrachtung der Potenziale und Einsatzmöglichkeiten von Robotik im Sozial- und Gesundheitswesen,
  • das Kennenlernen der technischen Möglichkeiten und der potenziellen Zielgruppen,
  • die Diskussion und Konzeption möglicher sozio-technischer Arrangements und
  • das Kennenlernen der juristischen und Diskussion der ethischen Herausforderungen

Lehrende

  • Prof. Dr. Peter Nauth (Fb 2)
  • Prof. Dr. Andrea Ruppert (Fb 3)
  • Prof. Dr. Barbara Klein (Fb 4)

Modulprüfung

Projektarbeit (Bearbeitungszeit 8 Wochen) mit Präsentation (pro Person min. 5 Minuten, max. 15 Minuten).

Termin der Veranstaltung

Einführungsveranstaltung: 25. Oktober 2017, 14:15 Uhr - 17:30 Uhr, in Gebäude 4, Raum 408 (TEILNAHME VERPFLICHTEND)

Lernergebnis / Kompetenzen

Die Studierenden sind in der Lage:

  • interdisziplinär zu denken und unterschiedliche Aspekte eines Querschnittsthemas zu erkennen, diese gegeneinander abzuwägen und ganzheitlich zu reflektieren;
  • Zusammenhänge ihres künftigen Berufsfelds im Raum unterschiedlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Interessen verständlich zu machen und diese Zusammenhänge fachlich versiert darzustellen und argumentativ zu vertreten;
  • die Wirkungen und Folgen ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeit zu reflektieren  und daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln abzuleiten;
  • anhand konkreter interdisziplinärer Aufgabenstellungen Verständnis für die fachfremden Denkweisen zu entwickeln und kooperativ im Umgang mit verschiedenen Kulturen und Wertesystemen zu handeln

Elearning/Blended Learning

Moodle-Kurs vorhanden

Literatur

Im Moodle-Kurs

Michael Richter; Markus D. Flückiger: Usability Engineering kompakt. Berlin, Heidelberg: Springer Viehweg, 2013

vertiefende Literatur wird in den Veranstaltungen bekannt gegeben

Technische Voraussetzungen 

Eigener Laptop, Roboter werden von der Hochschule gestellt.

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