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Podiumsdiskussion „Resiliente Demokratie"

„Resiliente Demokratie. Strategien gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus“ mit Staatsminister Timon Gremmels

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sie muss sich stetig und zunehmend stärker beweisen gegen rechtsextreme Strömungen und wachsenden Antisemitismus. Wie bleibt unsere Demokratie dennoch stark, und wie wird sie resilient? Was stellen wir Hass und Hetze entgegen, und wie sichert Demokratieforschung unsere Zukunft?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der vierten Ausgabe von „Demokratieforschung im Dialog“ am 16. April 2026. Die Gesprächsreihe des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) ist für diesen Termin an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) zu Gast.

Wissenschaftsminister Timon Gremmels diskutiert mit den Forschenden Prof. Dr. Meron Mendel und Prof. Dr. Michaela Köttig sowie Studierenden der Frankfurt UAS. In das Thema wird Dr. Alema Alema einführen, Sozialwissenschaftlerin und ehem. Vize-Friedensministerin in Afghanistan. Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, Ihre Fragen und Anregungen direkt an die Beteiligten zu richten.

Wissenschaftsminister Timon Gremmels

Prof. Dr. Meron Mendel

Dr. Alema Alema

Programmpunkt

 

Begrüßung 

Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Präsident der Frankfurt UAS
Staatsminister Timon Gremmels, HMWK

Keynote 

 Dr. Alema Alema, Frankfurt UAS

Podiumsdiskussion 

Staatsminister Timon Gremmels, HMWK
Prof. Dr. Michaela Köttig, Frankfurt UAS
Prof. Dr. Meron Mendel, Frankfurt UAS
Studierende*r Tom Gormanns, Frankfurt UAS

Fragen aus dem Publikum

 

Ausklang & Networking

 

Termin: Donnerstag, 16. April 2026, 18:00 Uhr,

Ort: Frankfurt University of Applied Sciences,

Gebäude 10, EG, Johannes-Uthoff-Halle,

Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main

 

Über die Keynote und das Podium

Keynote-Speakerin 

Dr. Alema Alema 

Forscherin am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt UAS, Sozialwissenschaftlerin und ehem. Vize-Friedensministerin in Afghanistan

Dr. Alema verbindet ausgewiesene wissenschaftliche Expertise mit unmittelbarer Erfahrung in Transformationsprozessen, die sie in einem fragilen staatlichen Kontext gesammelt hat. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sie sich vor allem mit der politischen Entwicklung Afghanistans und der Lebenssituation von Frauen vor Ort. Aktuell forscht sie zu Zukunftsmodellen für Stabilisierung und Frieden sowie zu Schutzkonzepten für besonders gefährdete Afghan*innen. Das interdisziplinäre Vorhaben verbindet internationale Konfliktforschung mit rechtlichen Fragen des Flüchtlingsschutzes. 

 

Podiumsdiskussion 

Prof. Dr. Michaela Köttig 

Professorin für Grundlagen der Gesprächsführung, Kommunikation und Konfliktbewältigung, Sprecherin des Kompetenzzentrums Soziale Interventionsforschung, Frankfurt UAS 

Prof. Dr. Köttigs Forschungsschwerpunkte umfassen Gender und Rechtsextremismus, Radikalisierungsentwicklungen und ‑dynamiken, politische Verfolgung und politische Verortung. Momentan ist sie Sprecherin des Forschungsverbundes „Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen und der zeitgenössischen extremen Rechten. Dynamiken – Effekte – Ambivalenzen” (GERDEA). Zudem ist sie verantwortlich für das durch das Hessische Ministerium geförderte Projekt „(Micro-)Historische Pfadabhängigkeiten” im Forschungsverbund „Herausforderungen der Demokratie in Zeiten ihrer Regression: Zeiten, Räume und Diskurse” (DemoReg). Von 2014 bis 2022 war sie Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit. 

 

Prof. Dr. Meron Mendel 

Professor für transnationale Soziale Arbeit, Frankfurt UAS, und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank 

Prof. Dr. Mendel ist Publizist, Historiker und Pädagoge und zählt zu den profiliertesten Stimmen in den Debatten über Erinnerungskultur, Identitätspolitik und Antisemitismus. Er veröffentlichte zahlreiche Fachbeiträge und Bücher, darunter „Über Israel reden. Eine deutsche Debatte“, das für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert war, sowie den gemeinsam mit Heinz Bude herausgegebenen Band „Kunst im Streit“ zur Debatte um Documenta 15, sowie Essays und Kommentare. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Saba-Nur Cheema verfasst er seit 2021 die FAZ-Kolumne „Muslimisch-Jüdisches Abendbrot“. Für sein Engagement für Demokratie, interreligiösen Dialog und gesellschaftliche Teilhabe wurde Mendel unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. 

 

Tom Gormanns 

Studierender der Transnationalen Sozialen Arbeit, Frankfurt UAS, und studentischer Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Zwischen Like und Hass – Antisemitismus in den Sozialen Medien“ 

Tom Gormanns Schwerpunkte sind Migration und Interkulturalität, die er durch internationale Studien- und Praxiserfahrungen vertieft.

 

Über die Gesprächsreihe

Die Gesprächsreihe des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) bringt Wissenschaft und Politik mit Bürger*innen zusammen, um auch mit diesem Austausch ein Zeichen für den demokratischen freien Meinungsaustausch zu setzen, den Bürger*innen Wissenschaft zu vermitteln und die vielfältige Landschaft der Demokratieforschung in Hessen zu zeigen. Die Gespräche sind Teil des Programms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ des hessischen Wissenschaftsministeriums. In sechs Förderlinien stärkt das Programm die Vernetzung hessischer Akteure sowie starke Demokratieforschung mit großem Transferpotenzial.

Plakat Gesprächsreihe Demokratieforschung im Dialog

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letzte Änderung: 30.03.2026