Call for Papers - Herkunftssprachenwoche 2027
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Frankfurter Herkunftssprachenwoche geht diesmal auf Reisen und findet vom 23. bis 25. Februar 2027 zu Gast an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) statt.
Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache freuen sich die Sprachenzentren der Frankfurt University of Applied Sciences und der Goethe-Universität die inzwischen siebte Herkunftssprachenwoche zum Thema „Sprachen bauen Brücken: Vielfalt vernetzen, Zukunft gestalten“ für Studierende, Lehrende, Forschende, Administratorinnen und Administratoren anzukündigen.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes sowie der Universität des Saarlandes, dem Sprachenzentrum der Universität Saarland und dem Sprachenrat Saar organisiert.
Wir laden alle Lehrkräfte, Forschende und Administratorinnen und Administratoren im Bereich Herkunftssprachen ein, vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 Vorschläge für Vorträge, Workshops und Posterpräsentationen einzureichen. Die Beiträge sollten sich am Leitthema der Veranstaltung orientieren und sich mit Unterricht und/oder Forschung zu Herkunftssprachen befassen.
Ziel und Konzept
Ziel der Herkunftssprachenwoche ist es, das Bewusstsein für den Themenkomplex Herkunftssprache zu stärken und die Vernetzung zwischen Praxis, Forschung und Bildungspolitik zu fördern. Im Zentrum steht die Frage, wie durch Sprachen Brücken zwischen Bildungsbereichen sowie institutionellen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren gestaltet werden können.
Die Veranstaltung wird im Format eines Good-Practice-Austauschs durchgeführt, der den Teilnehmenden ermöglicht, über Methoden und Techniken im Herkunftssprachenunterricht zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.
Thematische Ausrichtung
Wir freuen uns besonders über Beiträge, die sich mit Fragen der Vernetzung im Kontext von Mehrsprachigkeit und Herkunftssprachen beschäftigen und sich in einem der folgenden Themenbereiche verorten lassen:
1. Formate und Methoden
- Welche didaktischen Ansätze haben besonderen Mehrwert im Herkunftssprachenunterricht (HSU)?
- Welche Rolle spielen projektorientierte, aufgabenbasierte oder CLIL-inspirierte Ansätze?
- Welche Potenziale bieten digitale und hybride Formate?
2. Brücken zwischen den Sprachen
- Wie können Herkunftssprachen mit Deutsch und weiteren Sprachen systematisch verknüpft werden?
- Wie gelingt der Transfer von Schreib- und Lernstrategien zwischen Sprachen?
- Wie kann Mehrsprachigkeit als Ressource im Unterricht nutzbar gemacht werden?
3. Brücken zwischen den Bildungsbereichen
- Wie kann HSU mit dem Regelunterricht (z. B. Deutsch, Sachfächer) verzahnt werden?
- Welche Modelle der Zusammenarbeit zwischen HSU- und Regelschullehrkräften sind tragfähig?
4. Brücken zwischen Institutionen und Akteurinnen und Akteuren
- Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Schule, Universität, Ministerium und weiteren Akteurinnen und Akteuren nachhaltig gestaltet werden?
- Welche Rolle spielen Organisationen für Migrantinnen und Migranten und zivilgesellschaftliche Initiativen bei der Sprachbildung?
- Wie können unterschiedliche Perspektiven (Praxis, Administration, Forschung) produktiv zusammengeführt werden?
5. Bundesländer und Länder (inkl. Feststellungsprüfung)
- Welche unterschiedlichen Modelle des HSU existieren in den Bundesländern – und was lässt sich daraus lernen?
- Welche Rolle spielen Feststellungsprüfungen für die Anerkennung von Herkunftssprachen in den Bildungssystemen?
- Welche Perspektiven ergeben sich aus dem Austausch mit anderen Ländern
(z. B. Frankreich, Luxemburg, Österreich)?
6. Forschung & Praxis
- Welche Forschungsergebnisse können für die Unterrichtspraxis im HSU nutzbar gemacht werden?
- Welche Beispiele gelungener Kooperation zwischen Forschung und Praxis gibt es?
- Wie kann evidenzbasierte Entwicklung im HSU gestärkt werden?
Formate der Beiträge
Die Vorträge sollten etwa 20 Minuten dauern, gefolgt von einer 5-minütigen Diskussion.
Beiträge können in folgenden Formaten eingereicht werden:
- Allgemeine Sektionen
Sie können Ihren Beitrag einer thematischen Sektion zuordnen.
Arbeitssprachen: Deutsch / Englisch - Sprachspezifische Sektionen
Sie können eine eigene Sektion für die jeweilige Herkunftssprache vorschlagen, mit der Sie arbeiten. Für die Organisation einer solchen Sektion sind mindestens drei Beiträge in derselben Sprache erforderlich. Die endgültige Einrichtung der Sektion erfolgt abhängig von der Anzahl der Einreichungen.
Arbeitssprache: die jeweilige Herkunftssprache oder Deutsch /Englisch.
Einreichung von Abstracts
Bitte senden Sie Ihre unveröffentlichten Abstracts (max. 250 Wörter) in einer der Konferenzsprachen Deutsch oder Englisch ein.
Fügen Sie folgende Angaben hinzu:
- Titel des Beitrags
- Autorinnen /Autoren
- Kurzbiografie (max. 100 Wörter)
- Institution / Affiliation
- Kontaktadresse der korrespondierenden Person
- Angabe des gewünschten Formats (Vortrag, Workshop oder Poster)
Wichtige Termine
- Einreichung der Abstracts: 1. Juli – 30. September 2026
- Benachrichtigung: bis 15. November 2026
- Vorläufiges Programm: 1. Dezember 2026
- Anmeldung: ab 1. Dezember 2026
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung ausschließlich in Präsenz stattfindet; Online- oder aufgezeichnete Präsentationen sind nicht vorgesehen.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und auf eine inspirierende Herkunftssprachenwoche 2027!
Ansprechperson
Sprechstunde
Donnerstag: 10:15 bis 11:45 Uhr |


