Menü

Mit dem Hochvolt-Zertifikat sicher an Elektrofahrzeugen arbeiten

Studierende der Frankfurt UAS erwerben durch Kooperation mit TÜV SÜD Akademie wichtige Zusatzqualifikation. Erster offizieller Durchgang erfolgreich abgeschlossen.

Wer als Ingenieur*in mit Elektrofahrzeugen arbeitet, hat mit hoher elektrischer Spannung zu tun und damit mit der Gefahr eines Stromschlags. Arbeitgeber*innen verlangen deshalb Qualifikationen zum Arbeiten an Elektrofahrzeugen nach DGUV I 209-093, also dass sogenannte Hochvolt-Schulungen absolviert wurden. Bis zu 60 Studierende des Fb 2 sollen jährlich an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) diese nun studienbegleitend kostenlos absolvieren können. Sie tragen lediglich die Gebühr für die Theorieprüfung. Möglich macht das eine Kooperation mit der TÜV SÜD Akademie. Am ersten offiziellen gemeinsamen Praxisteil im E-Mobility-Center nahmen acht Studierende der Frankfurt UAS, und sechs Teilnehmende der TÜV SÜD Akademie teil.

Über das E-Mobility Center

Das E-Mobility-Center mit E-Mobilitätsprüfstand wurde an der Frankfurt UAS im Jahr 2023 eingerichtet und aus Mitteln des Euro päischen Fonds für regionale Entwicklung als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie finanziert. Die Einrichtung ergänzt die Ausstattung des bisherigen KFZ-Labors. Herzstück ist ein Allrad-Rollenprüfstand, mit dem sich die Fahrzeug-Achsen elektrisch antreiben und abbremsen lassen. Ergänzt wird er von einer E-Ladeinfrastruktur und einem Trainingssystem für Hochvolt-Technik. Im E-Mobility-Center kann so beispielsweise die Reichweite von E-Fahrzeugen getestet werden und die Rückgewinnung von Energie beim Abbremsen durch Rekuperation.

 

Die Studierenden der Frankfurt UAS hatten zuvor schon über campUAS den Theorieteil absolviert und konnten zwei Tage lang für die Praxisaufgaben die speziellen Möglichkeiten des E-Mobility-Centers nutzen. Dazu gehören neben mehreren Elektrofahrzeugen, die spannungsfrei zu schalten sind, auch spezielle Trainingsstände, an denen der Freischaltprozess zunächst völlig gefahrlos geübt werden kann.

Partner TÜV SÜD Akademie bringt Expertise ein

Die TÜV SÜD Akademie stellte für die Hochvolt-Schulung gemeinsam mit der Frankfurt UAS Schulungspersonal für den Praxisteil. Sie nahm auch die Zertifikatsprüfung ab und stellte das Lehrkonzept zu Verfügung. Im Praxisseminar stellt sie auch ein Teilnehmenden-Kontingent. Nach erfolgreichem Absolvieren der Schulung erhalten nun die Bachelor- Studierenden das begehrte Zertifikat der Qualifikationsstufe 2E: Fachkundige Person Hochvolt (FHV) gemeinsam mit ihrem Abschlusszeugnis. Für Fortgeschrittene im Master-Studium, die das Zertifikat der Stufe 2E haben, gibt es auch noch die Möglichkeit das Zertifikat der Stufe 3E zu machen, welches dann zum Arbeiten unter Spannung berechtigt

Wichtige Qualifizierung in der Automobilbranche

„Mit der Hochvolt-Schulung können unsere Studierenden eine wichtige Qualifizierung in der Automobilbranche gleich zu Beginn ihres Berufslebens vorweisen, das verbessert ihre Bewerbungschancen. Es freut mich zudem besonders, dass wir die vielen Möglichkeiten des zukunftsweisenden E-Mobility-Centers hierfür einsetzen können und mit TÜV SÜD einen renommierten Praxispartner gewonnen haben“, so Prof. Dipl.-Ing. Holger Marschner, Studiengangsleiter Master Mechatronik und Automobiltechnik (MeAt) und Verantwortlicher an der Frankfurt UAS für die Hochvolt-Schulung.

Mehr zu den Kursen und den Anmeldeformalitäten unter: www.frankfurt-university.de/hv-schulung.

Zentrale WebredaktionID: 13137
letzte Änderung: 23.11.2023