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Streitbeilegung und Mediation: Konflikte im sozialen und beruflichen Umfeld professionell und nachhaltig lösen

- für Dualstudierende (des FB 3) geeignet - 

- In Präsenz - 

Interdisziplinäres Lernziel

Ob in interdisziplinären Teams, im sozialen Umfeld oder im Umgang mit internationalen Geschäftspartnern – Konflikte gehören zum Berufsalltag. In diesem Modul entwickeln die Studierenden umfassende Fähigkeiten, um schwierige berufliche Situationen zu meistern. Sie lernen, Konflikte sowie Eskalationsmechanismen zu analysieren und zu verstehen. Die Studierenden erwerben Kenntnisse in Mediation und anderen Streitbeilegungstechniken, um diese bei Konflikten zwischen Angehörigen unterschiedlicher Fachdisziplinen mit unterschiedlichen Interessenlagen erfolgreich anzuwenden. Dabei werden nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Fertigkeiten aus den Bereichen Recht, Wirtschaft, Berufspädagogik, Soziale Arbeit und Mediation eingeübt und vermittelt, die eine ganzheitliche und nachhaltige Konfliktlösung ermöglichen.

Die Studierenden lernen praxisnahe Instrumente und Techniken kennen, mit denen sie komplexe Streitfälle erfolgreich und kooperativ lösen können

Termine der Veranstaltung

  • Während des Semesters Mittwochnachmittag, 14:15-17:30 Uhr
  • Einführungsveranstaltung: 29.04.2026, 14:15 Uhr, Raum folgt
  • Abgabetermin Projektarbeit: 17.06.2026
  • Prüfungstermin (Präsentation):
    • 08.07.2026
    • 15.07.2026
  • Rücktritt möglich bis: 12.05.2026

Das Wichtigste in Kürze

Belegnummer
993340

geplante TN-Anzahl
40

ECTS-Credit-Points
5

Lernformen
Vorlesungen, Selbststudium, Gruppenarbeit, Exkursion

Sprache
Deutsch

Themencluster
Persönlichkeitsentwicklung

Modulkoordination

Prof. Dr.
Olaf Meyer
Professor für Bürgerliches Recht, insbesondere Vertragsrecht und Vertragsgestaltung
Gebäude 4, Raum 404
  • Einführung: Grundlagen und Bedeutung von Konflikten im persönlichen und beruflichen Umfeld, Analyse von Eskalationsmechanismen und eigenem Konfliktverhalten, Strategien zur nachhaltigen Konfliktbearbeitung und Deeskalations-Strategien.
  • Streitbeilegungsmechanismen: Vergleich verschiedener Mechanismen, Vor- und Nachteile sowie deren Eignung für unterschiedliche Konfliktszenarien.
  • Verhandlungsvorbereitung: Verhandlungsstrategien und -taktiken, unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Lebens- und Berufswelt.
  • Moderierte Verhandlungen im Vergleich zum konventionellen Verhandeln: Nutzen der Mediation im Geschäftsumfeld sowie im Bildungs- und Sozialwesen; Ablauf einer Mediation, kreative und nachhaltige Techniken zur Lösungssuche, Anwendung in Fallstudien aus interdisziplinären und internationalen Kontexten.
  • Schwierige Gesprächssituationen: Umgang mit Widerständen, Eskalationen, Machtungleichgewichten und ethischen Dilemmata in Verhandlungen; Interventionstechniken im Teamkonflikt, zwischen Unternehmen und zwischen Fachverantwortlichen im Bildungs- und Sozialwesen. Bedeutung nachhaltiger Entscheidungen in Konflikten und fallbezogene Anwendung von Konfliktlösungsstrategien.
  • Best Practice:  Einblick und Austausch mit einem „Streitbeilegungsprofi“. Im vergangenen Jahr waren wir hierfür mit allen Teilnehmern der Veranstaltung zu Gast bei einem international tätigen Anlagenbauunternehmen in Frankfurt. Man hat uns dort bereits zugesagt, dass wir auch 2026 wieder kommen dürfen.
  • Verhandeln im internationalen Umfeld: Erlernte Kompetenzen in einem internationalen Umfeld ausprobieren.
  • Prof. Dr. Nicole von Langsdorff | Nicole v. Langsdorff ist seit 01. Oktober 2025 am FB 4 berufen für sozialraum- und gruppenbezogene Soziale Arbeit mit Schwerpunkten in der Kinder- und Jugendhilfe. Davor war sie über 10 Jahre lang an der Evangelischen Hochschule Darmstadt Professorin für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit. Sie forscht zu intersektionalen Konfliktlagen und Gruppenprozessen in der Sozialen Arbeit. Sie bringt zudem über 10 Jahre Berufserfahrung aus der Praxis der Sozialen Arbeit in unterschiedlichen Bereichen mit, viele Jahre davon war sie in einer Beratungsstelle in Wiesbaden tätig. Mediation in ganz unterschiedlichen sozialen Situationen gehörte zu ihrer täglichen Arbeit.
  • Prof. Dr. Olaf Meyer | Olaf Meyer ist seit 2020 Professor am FB3 der Frankfurt University. Er lehrt und forscht zum internationalen Handelsrecht einschließlich der dort vorherrschenden gerichtlichen und alternativen Konfliktlösungsmechanismen. Aus seiner Forschungstätigkeit bringt er zudem viele Jahre Erfahrung in interkultureller Kommunikation mit.

  • WP StB Katja Kröll M.A. | Katja Kröll ist lizenzierte Ökonomin, Steuerberaterin, Wirtschaftsprüferin und hat einen Master in Konfliktmanagement und Mediation. Sie betrachtet Konflikte aus wirtschaftlicher und organisatorischer Sicht und bringt ihre Expertise in finanziellen und steuerrechtlichen Konflikten sowie ihre Erfahrung in der Mediation ein. Außerdem unterrichtet sie seit 2020 junge internationale Studierende über die Vorteile von konsensualen Streitbeilegungsmethoden und insbesondere die dafür notwendigen DOs und DON‘T DOs in Verhandlungen.

  • Dipl. Wirtsch.-Ing. Oliver Knura, MBA | Oliver Knura ist Wirtschaftsmediator, spezialisiert auf die Beilegung von Konflikten zwischen Unternehmen und Geschäftspartnern. Außerdem berät er Unternehmen in Fragen des Claim-Managements und bei der Verhandlungsführung. Er kombiniert seine langjährige Erfahrung im internationalen Anlagenbau mit seiner Expertise als Wirtschaftsmediator. Dabei vermittelt er praxisnahe Konfliktlösungsansätze, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte integrieren und sich besonders für komplexe

Die Projektarbeit umfasst die Konfliktanalyse eines von den Lehrenden vorgegebenen Konfliktfalles sowie die Beschreibung und Begründung einer Verhandlungsstrategie für diesen Fall.

Der Inhalt der Projektarbeit soll zum Abschluss des Kurses präsentiert werden.

Die Studierenden erweitern die fachspezifischen Denkweisen (Theorien und Methoden) durch Einblicke in Fachwissen, Methodenkenntnisse und Denkweisen anderer Disziplinen.

Die Studierenden sind in der Lage:

  • interdisziplinär zu denken und unterschiedliche Aspekte eines Querschnittsthemas zu erkennen, diese gegeneinander abzuwägen und ganzheitlich zu reflektieren;
  • Zusammenhänge ihres künftigen Berufsfelds im Raum unterschiedlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Interessen verständlich zu machen und diese Zusammenhänge fachlich versiert darzustellen und argumentativ zu vertreten;
  • eine Konfliktsituation zu analysieren und sich deeskalierend im interdisziplinären Team zu verhalten;
  • die Wirkungen und Folgen ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeit zu reflektieren und daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln abzuleiten;
  • anhand konkreter interdisziplinärer Aufgabenstellungen Verständnis für die fachfremden Denkweisen zu entwickeln und kooperativ im Umgang mit verschiedenen Kulturen und Wertesystemen zu handeln;
  • sich in zukünftigen beruflichen Konfliktsituationen flexibel und angemessen auf die unterschiedlichen kulturellen, fachlichen und persönlichen Hintergründe ihrer Gesprächspartner einzustellen, um tragfähige und nachhaltige Lösungsansätze für Geschäfts- und Teamkonflikte zu entwickeln.
  • Getting to Yes / Das Harvard-Konzept; Roger Fisher, William L. Ury, Bruce Patton
  • Ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation; Glasl, Friedrich (2023).
  • Kompromisslos verhandeln (Never split the difference); Cris Voss
  •  Auf YouTube ohne Kosten: Finale des ICC-Mediations-Wettbewerbs: https://www.youtube.com/watch?v=3fgbknm-5RY
  • Online ohne Kosten: Harvard Negotiation Programm: https://www.pon.harvard.edu/
  • Mediation und Konfliktmanagement in der Sozialen Arbeit; Ansgar Marx (2015); Kohlhammer Verlag
  • Trainingshandbuch Konfliktmanagement. Konflikte in Schule und Sozialer Arbeit angemessen lösen; Stefan Werner (2017); BeltzJuventa-Verlag.

 

Nutzung von KI-Chatbots, interaktives Tool zur Verfahrensauswahl (DireCT), Mock-Verhandlungen der Studierenden.

 

Magdalena HenningerID: 14722
letzte Änderung: 22.01.2026