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Reihe Städtebau Perspektiven

Bauen im Bestand und gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung: Vorträge am 2. und 30. Juni 2026

Die Themen „Der Bestand als urbane Ressource“ und „Architekturpraxis und Gemeinwohl“ stehen im Mittelpunkt zweier Vorträge, zu denen die Lehreinheit Architektur der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) einlädt. Die Beiträge der Reihe „Städtebau Perspektiven“ mit Gästen aus der Praxis richten sich an Studierende, Fachleute und die interessierte Öffentlichkeit. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Vortragsreihe wird in Kooperation mit der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) e.V. durchgeführt. Jeder Vortrag wird von der AKH (Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen) mit jeweils 2 Fortbildungspunkten anerkannt.

Termine: 2. Juni | 30. Juni 2026, jeweils 18:00 Uhr

Ort: Frankfurt UAS, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main, Gebäude 1, 6. OG, Raum 624

 

Vorträge

Dienstag, 2. Juni 2026

Der Bestand als urbane Ressource – Experimentelle Ansätze zwischen Leerstand, öffentlichem Raum und kultureller Stadtentwicklung

Referent: Sascha Bauer, Planungsmanufaktur Studio Cross Scale, Stuttgart

Bauen im Bestand ist heute weniger als reine Sanierungsaufgabe zu verstehen denn als räumliche, kulturelle und gesellschaftliche Transformationspraxis. Sascha Bauer von Stufio Cross Scale spricht über experimentelle Strategien zur Reaktivierung bestehender Räume und zeigt, wie durch Intervention, Aneignung und präzise Eingriffe neue architektonische und stadträumliche Qualitäten entstehen können.

Im Zentrum stehen Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Städtebau und kultureller Stadtentwicklung, die Leerstände als räumliche und soziale Ressourcen begreifen und in identitätsstiftende Strukturen überführen. Bestand wird dabei nicht als statischer Zustand, sondern als Ausgangspunkt für eine ressourcenschonende und kontextbezogene Weiterentwicklung der Stadt verstanden.

 

Dienstag, 30. Juni 2026

Architekturpraxis und Gemeinwohl? Planen, Bauen und Lernen in selbstverwaltet-kommunalen Modellen

Referentin: Anna Heilgemeir, Architektin und Künstlerin, coopdisco Berlin

Coopdisco ist ein Zusammenschluss von Architekt*innen, die sich für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung einsetzen. Sie entwickeln, planen und realisieren Orte, die als Gemeingüter genutzt und erhalten werden sollen. Ihre Projekte sind als partizipative Prozesse angelegt, in denen sie eine Vielzahl von Akteur*innen vernetzen: von den Nutzenden und Nachbarschaften über stadtpolitische Gruppen bis hin zu gemeinwohl-orientierten Wohnungsbaugesellschaften, dem Mietshäuser Syndikat, universitären und kulturellen Einrichtungen sowie Künstler*innen.

Anna Heilgemeir setzt sich als Teil der stadt- und mietenpolitischen Bewegung in Berlin seit vielen Jahren für eine Stadt als Gemeingut und die Umsetzung von Modellen selbstverwaltet-kommunaler Stadtentwicklung ein. Seit 2011 entwickelt sie als Mitglied von Coopdisco konkrete Projekte für gemeinschaftliche Lebensformen und Eigentumsmodelle. In ihrem Vortrag stellt sie ihren Ansatz zur gemeinwohlorientierten Immobilienentwicklung, zwei Praxisprojekte und ein Konzept für eine prozessuale und kooperative Architekturschule vor.

 

Kontakt:

Frankfurt University of Applied Sciences

Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik

Ruth Schlögl, Telefon: +49 69 1533-2772, E-Mail: ruth.schloegl(at)fra-uas.remove-this.de

 

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letzte Änderung: 23.11.2023