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Campus gemeinsam gestalten – Hochschulmitglieder geben wichtige Impulse

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens Nachhaltigkeit, an dem 425 Hochschulmitglieder teilnahmen, liegt vor.

Mehr Grün, mehr Schatten und mehr Orte zum Lernen, Arbeiten und Begegnen im Freien: Das wünschen sich viele Studierende und Beschäftigte für den Campus der Frankfurt UAS. Die Ergebnisse der hochschulweiten Online-Beteiligung zur Campusneugestaltung, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde, liegen jetzt vor. Sie zeigen deutlich, welche Themen den Hochschulmitgliedern besonders wichtig sind – und liefern wertvolle Impulse für die weitere Planung.

425 Hochschulmitglieder beteiligten sich an der Online-Umfrage und brachten ihre Ideen, Wünsche und Erfahrungen ein. Die hohe Beteiligung unterstreicht das große Interesse, den Campus aktiv mitzugestalten. Die Online-Beteiligung knüpfte an den NachhaltigkeitsTALK im November 2025 an. Dort diskutierten Expert*innen aus Wissenschaft, Stadtplanung und Hochschule gemeinsam mit Hochschulmitgliedern über die Zukunft des Campus. Gleichzeitig wurde das Konzept zur Campusneugestaltung vorgestellt, das vom Planungsbüro WGF Nürnberg GbR gemeinsam mit einer hochschulinternen Steuerungsgruppe (Stabsstelle Nachhaltigkeit, Professor*innen des Fb 1, Dezernat BauFM,) entwickelt wurde. Damals wurde schon deutlich: Eine nachhaltige Campusentwicklung kann nur gelingen, wenn diejenigen einbezogen werden, die den Campus täglich nutzen.


 Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • 425 Hochschulmitglieder haben sich an der Online-Umfrage beteiligt.
  • Mehr Begrünung ist der mit Abstand häufigste Wunsch für den Campus.
  • Mehr Schatten und Hitzeschutz sollen den Campus auch an heißen Sommertagen zu einem angenehmen Aufenthaltsort machen.
  • Mehr Sitz- und Lernmöglichkeiten im Freien sollen das Lernen, Arbeiten und den Austausch außerhalb der Gebäude fördern.
  • Bessere Fahrradinfrastruktur, Orientierung und Barrierefreiheit zählen ebenfalls zu den wichtigsten Verbesserungswünschen.
  • 28 Prozent der Befragten möchten sich aktiv beteiligen, z. B. an Urban-Gardening-Projekten oder Begrünungsaktionen.

Der Campus bietet mehr als Wege zwischen den Gebäuden
Die Ergebnisse zeigen ein sehr einheitliches Bild: Die Außenflächen des Campus werden nicht nur als Verbindungswege wahrgenommen. Sie sollen Orte sein, an denen gelernt, gearbeitet, diskutiert und gemeinsam Zeit verbracht werden kann.

Mit Abstand am häufigsten wünschen sich die Befragten mehr Begrünung. Ebenso wichtig sind zusätzliche Bäume, Verschattung und attraktive Sitzgelegenheiten. Viele Rückmeldungen beziehen sich dabei auf die Sommermonate: Versiegelte Flächen, fehlender Schatten und hohe Temperaturen schränken die Aufenthaltsqualität merklich ein. Dies war auch in diesem Sommer wieder deutlich zu spüren.

Kein Wunder also, dass Klimaanpassung für viele Hochschulmitglieder kein abstraktes Nachhaltigkeitsthema ist. Mehr Grün, entsiegelte Flächen und Schatten bedeuten ganz konkret bessere Bedingungen zum Lernen, Arbeiten und Begegnen auf dem Campus.

„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Nachhaltigkeit und Campusentwicklung für unsere Hochschulgemeinschaft eng zusammengehören. Besonders freut mich, dass viele Hochschulmitglieder nicht nur Ideen eingebracht haben, sondern sich selbst aktiv engagieren möchten. Genau dieses gemeinsame Handeln macht nachhaltige Entwicklung an unserer Hochschule lebendig“, betont Prof. Dr. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Internationalisierung der Frankfurt UAS.

„Ein Campus entsteht nicht allein durch Bauprojekte. Er wird von den Menschen geprägt, die ihn täglich nutzen. Deshalb ist die Beteiligung unserer Hochschulmitglieder ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung. Die Ergebnisse helfen uns, den Campus Schritt für Schritt funktionaler, attraktiver und nachhaltiger zu gestalten“, ergänzt Dr. Nicole Münnich, Kanzlerin unserer Hochschule.

Neben Begrünung und Aufenthaltsqualität wünschen sich viele Hochschulmitglieder außerdem Verbesserungen bei Orientierung und Barrierefreiheit sowie zusätzliche Fahrradabstellanlagen, Stromanschlüsse oder eine bessere Beleuchtung im Außenbereich. Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich, der Campus soll nicht nur schöner, sondern auch als Lern- und Arbeitsort außerhalb der Gebäude besser nutzbar werden.

Erste Ideen werden bereits umgesetzt
Diese Ergebnisse fließen nun in die weitere Planung der Campusneugestaltung ein. Gleichzeitig entstehen bereits jetzt erste sichtbare Maßnahmen.

Ein Beispiel ist die Beteiligung der Frankfurt UAS an der bundesweiten Aktion „abpflastern“. Gemeinsam mit Studierenden des Fb 1 und Prof. Dr. Jan Dieterle, Prodekan und Nachhaltigkeits-professor am Fb 1 plante die Stabsstelle Nachhaltigkeit vor Gebäude 2 eine entsiegelte Fläche von ca. 27 Quadratmetern. Dort wird nun ein neuer Grünbereich gepflanzt, der zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Förderung der Biodiversität und zu einer höheren Aufenthaltsqualität beiträgt. Die Aktion wird mit Mitteln des Frankfurter Klimabonus gefördert.

Ein weiteres sichtbares Zeichen folgt am 23. September 2026, dem Hessischen Tag der Nachhaltigkeit. Auf der entsiegelten Fläche wird ein neuer Baum gepflanzt. Die Maßnahme wird im Rahmen des Projekts „CO₂-neutrale Landesverwaltung“ von der Hessischen Landesregierung gefördert.
Vor dem Übergang von Gebäude 2 und 10 wurden außerdem zwei Tische aufgestellt, die von einer Seite mit dem Rollstuhl unterfahrbar sind. Hierauf soll in Zukunft ebenfalls mehr geachtet werden.

Gemeinsam den Campus der Zukunft entwickeln
Die Ergebnisse der Online-Beteiligung bestätigen den eingeschlagenen Weg beim Thema Campusneugestaltung. Die Umsetzung steht jedoch im Zeichen der notwendigen Sparmaßnahmen. Kurzfristig können deshalb kleinere Maßnahmen zur Begrünung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität umgesetzt werden. Mittel- bis langfristig stehen dann zusätzliche Entsiegelungen, neue Aufenthalts- und Lernorte sowie Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur im Fokus. Dazu prüft die Hochschule kontinuierlich Fördermöglichkeiten,
um diese Maßnahmen schrittweise zu realisieren.

Der NachhaltigkeitsTALK hat den Dialog über die Zukunft des Campus angestoßen. Die Online-Beteiligung hat ihn um die Perspektiven der Hochschulgemeinschaft erweitert. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen beginnt die nächste Phase: die langfristige Umsetzung hin zu einem zukunftsfähigen, klimaresilienteren und attraktiveren Campus.

 

Zentrales WebteamID: 13137
letzte Änderung: 23.11.2023