Kunst, Technologie und Nachhaltigkeit in einer Ausstellung bietet das Museum Giersch aktuell mit der Ausstellung „Multispezies Members Club“. Am 2. September lud CampusKultur zu einem kulturellen After Work dorthin ein. Die Teilnahme war kostenfrei. Nadine Näther von CampusKultur gab eine kurze Einführung. Danach konnte jede*r selbst die Ausstellung erkunden.
Der Multispezies Members Club entwirft im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 ein zukunftsweisendes Modell des Zusammenlebens: eine inklusive Allianz, in der Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen als gleichberechtigte Mitglieder agieren. Im Mittelpunkt stehen Fürsorge, Kooperation und Teilhabe. Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. September.
Die Ausstellung regte zum Nachdenken an: Die Mischung aus Kunst, Technik und Natur war an vielen Stellen gewöhnungsbedürftig und bot spannende Perspektiven sowie Lösungsideen für dieses wichtige Spannungsfeld. Die Exponate waren oft sehr ungewöhnlich und führten die Teilnehmenden aus ihrer Komfort-Zone heraus. Manche Exponate waren nur schwer zugänglich oder nachvollziehbar – hier hätten sich die Teilnehmenden weitere Informationen des Museums gewünscht.
KI stand bei mehreren Ausstellungsstücken im Fokus, manchmal aber auch unfreiwillig komisch: Die KI zur „künstlerischen“ Übersetzung von Vogelgezwitscher im Garten des Museums wurde stark eingeschränkt durch den Vorschlaghammer auf der Baustelle hinter dem Museum – man hätte fast eine Übersetzung der Baustellengeräusche erwartet. Das Diskussionsforum zwischen drei KI-Anwendungen schien ziemlich zusammenhangslos zu sein; der Kontext zur Ausstellung war nur bedingt gegeben und nachvollziehbar.
Für die Teilnehmenden war das kulturelle After Work von Campuskultur insgesamt sehr anregend. Während des Besuchs wurden die Exponate diskutiert und die verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es war eine spannende und auch inspirierende Veranstaltung, die zum Austausch anregt.
Die nächsten CampusKultur-Termine stehen schon fest – von Spaziergängen über Kurzführungen bis zum Besuch des Deutschen Filmmuseums – und die Anmeldung ist schon möglich. Die Termine können beim CampusKultur-Veranstaltungskalender eingesehen werden.
