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Bad Krozinger entwickelt System für einen kollaborativen Roboter

Evandro Caxala, Absolvent der Frankfurt UAS, mit Friedrich-Dessauer-Preis des VDE Rhein-Main ausgezeichnet

Frankfurt am Main, 28. April 2021. Evandro Caxala aus Bad Krozingen, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Mechatronik an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), wurde mit dem Friedrich-Dessauer-Preis 2021 des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) Rhein-Main ausgezeichnet. Er erhält den Preis für seine Abschlussarbeit über die Entwicklung eines kameragestützten Positioniersystems für einen kollaborativen Roboter, der bspw. im Labor eingesetzt wird und mit Menschen agieren kann. Durch die Integration des Bildverarbeitungssystems ist es möglich, die Bedienung solcher Roboter für Anwenderinnen und Anwender, die über keine Vorkenntnisse in diesem Bereich verfügen, deutlich zu vereinfachen.

Der VDE Rhein-Main verleiht den mit insgesamt 1.500 Euro dotierten Preis einmal pro Jahr für die besten Abschlussarbeiten an mehreren Hochschulen in Hessen in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Damit sollen hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkannt, der Nachwuchs motiviert und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieurinnen und Ingenieuren und deren Arbeit gesetzt werden.

Caxala hat im Sommersemester 2019 sein Studium im Bachelor-Studiengang Mechatronik an der Frankfurt UAS abgeschlossen. Für seine Abschlussarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines kameragestützten Positioniersystems für einen kollaborativen Roboter“, die bei der Firma Denso Robotics Europe angefertigt wurde, wird er nun mit dem Friedrich-Dessauer-Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen vertreibt einen kollaborativen Roboter beispielsweise für Anwendungen im Laborbereich. Bei derartigen Robotern handelt es sich um Geräte mit speziellen Schutzmechanismen, die in enger Zusammenarbeit mit Menschen ohne spezielle Schutzeinrichtungen agieren können. „Die Anzahl der Anwendungsfelder für Robotersysteme ist in den vergangenen Jahren gestiegen und damit auch die Anforderungen an die Systeme und die Anwenderinnen und Anwender. So werden bereits heute kollaborative Roboter für verschiedene Handling-Aufgaben – beispielsweise Laborproben-Handling oder Palettier-Arbeiten – jenseits der konventionellen Industrie eingesetzt“, erklärt Caxala. „Ziel meiner Bachelor-Arbeit war es, anhand der Integration eines Bildverarbeitungssystems die Bedienung der Robotersysteme durch Anwenderinnen und Anwender, die nicht über spezifische Vorkenntnisse in der Bildverarbeitung verfügen, zu ermöglichen.“ Caxala modellierte dazu ein sogenanntes Roboter-Vision-System, mit dem er die mathematische Beschreibung einer notwendigen Roboterbewegung durch unterschiedliche Koordinatensysteme miteinander in Verbindung setzte. Aufgrund des hochaktuellen Themas wurde die Arbeit durch die Firma Denso Robotics Europe mit einem Sperrvermerk versehen, wodurch keine weiteren Details zu Caxalas Bachelor-Arbeit genannt werden können.

„Neben seiner Abschlussarbeit ist zudem insbesondere das Engagement Caxalas als Projektleiter im ‚Frankfurt Robotics Science Team‘ (FRoST) hervorzuheben. Hierbei handelt es sich um ein Vorzeigeprojekt des Fachbereichs Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt UAS, bei dem ein studentisches Team mit einem selbstgebauten autonomen Roboter am internationalen Roboterwettbewerb European Rover Challenge teilnimmt“, erklärt Prof. Dr. Karsten Schmidt. Er hat den Bachelor-Absolventen, der gegenwärtig sein Studium im Master-Studiengang Mechatronik und Robotik fortsetzt, für den Friedrich-Dessauer-Preis vorgeschlagen.

Neben Caxala hat auch Saverio Weller, Absolvent des Bachelor-Studiengangs Informatik, den Friedrich-Dessauer-Preis erhalten. Er wurde für seine Arbeit, die sich mit dem Aufbau eines Honeypots mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi und Anbindung an einen Telegram-Bot befasst, ausgezeichnet.

Der Namensgeber des Preises, der Biophysiker Friedrich Dessauer (1881-1963), befasste sich den größten Teil seines Lebens mit der Erforschung radioaktiver Strahlen mit besonderem Fokus auf der Anwendbarkeit in der Medizintechnik. Um finanzielle Mittel für die Fortsetzung seines Studiums zu erwerben, gründete er in Aschaffenburg, später auch in Frankfurt, ein „Elektrotechnisches Laboratorium“, das sich unter anderem der Erforschung der Röntgenstrahlen sowie dem Bau von Röntgenapparaten widmete. Dessauer bereiste das Land, nicht nur für den Verkauf seiner Apparate, sondern auch mit dem Ziel, das Wissen über deren zweckmäßige Anwendung zu verbreiten. Seine Pionierarbeit auf dem medizintechnischen Gebiet erlangte internationale Anerkennung.

Der VDE und der VDE Rhein-Main e.V.:
Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung des VDE, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., einem der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas mit rund 30.000 Mitgliedern. Der VDE-Rhein-Main ist mit rund 2.500 Mitgliedern einer der größten VDE-Bezirksvereine. Dazu zählen Ingenieurinnen und Ingenieure, Techniker/-innen und Studierende sowie Unternehmen aus der Elektro- und Informationstechnik und verwandten Branchen. Weitere Informationen unter: www.vde-rhein-main.de.

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Frankfurt University of Applied Sciences
Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften
Prof. Dr. Karsten Schmidt
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