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Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung

Laborleitung: Prof. Dr.-Ing. Petra Rucker-Gramm

Das Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung engagiert sich in der Lehre, in der Forschung und in Entwicklungsprojekten. Um den Wissenstransfer von und in die Praxis zu fördern, ist an das Labor eine vom Verband der Materialprüfanstalten e.V. (VMPA) anerkannte Betonprüfstelle angegliedert. Diese erfüllt die Anforderungen an eine „ständige Betonprüfstelle“ sowie an eine Prüfstelle für die werkseigene Produktionskontrolle (WPK).

Für die unterschiedlichsten Themengebiete stehen verschiedenste Prüfvorrichtungen und Versuchsanordnungen zu Verfügung, mit denen u.a. praxisnahe Klimabedingungen wie unterschiedliche Feuchtezustände, Frost oder Hitze simuliert werden können. Zudem stehen zahlreiche Messmethoden zur Verfügung, mit denen die Studierenden bauphysikalische Phänomene beobachten können. Mit einer Vielzahl an zerstörungsfreien Prüfgeräten werden die Möglichkeiten der IST-Zustands-Erfassung von Gebäuden gezeigt.

Virtueller Rundgang

Im Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung erfahren die Studierenden das Verhalten von Baustoffen wie Holz, Stahl, Beton, Mörtel, Mauersteinen, Glas und Kunststoffen unter verschiedenen Beanspruchungen. Folgend werden die Module, die Berührungspunkte mit dem Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung haben kurz erläutert. Eine detailierte Auflistung aller Module der Studiengänge Bauingenieurwesen (Bachelor) und Zukunftssicher Bauen (Master) können Sie unter folgender Links der Modulhandbücher nachlesen.

Modulhanbuch Bauingenieurwesen           Modulhandbuch Zukunftssicher Bauen

Bauingenieurwesen (B.Eng.)

Die nachstehend genannten Fächer, werden durch Übungen, Vorführungen und Projekten im Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung ergänzt. In diesen Übungen werden die Studierenden dazu motiviert, die im Vorfeld gelehrte Theorie durch eigenständiges Arbeiten zu vertiefen und zu festigen.

ModulInhalt
G 3.1: Baustoffkunde 1

Laborübung: Bestimmung von Dichten bzw. Rohdichten an unterschiedlichen Materialien und Geometrien durch 3 unterschiedliche Methoden

 1. Laborvorführung: Bestimmung der Druck- und Zugfestigkeiten von Holz
 2. Laborvorführung: Bestimmung der Zugfestigkeiten von unterschiedlichen Stahlarten
G 3.2: Baustoffkunde 2

Laborvorführung: Erläuterung eines Betonentwurfes und Herstellung von Frischbeton mit Durchführung aller relevanten Frischbetonprüfungen

W 1: Bauschäden / Schutz- und Instandhaltung

1. Laborvorführung: Ermittlung von Ist-Zustand an Bauwerken (z.B. Carbonatisierungstiefe, Bewehrungslage, Korrosion)
 2. Laborvorführung: Produktvorführung von Instandsetzungsprodukten

Im Studium Bauingenieurwesen werden Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung gelehrt und im weiteren Verlauf des Studiums werden die gelehrten Kenntnisse vertieft und konkretisiert.

Im ersten Semester im Fach G 3.1: Baustoffkunde 1 werden die Grundlagen von Baustoffen im Hochbau mit ihrem chemisch-physikalischem Aufbau und Verhalten gelehrt. Zudem wird die Fähigkeit, Baustoffe in Bauteilen und Bauwerken werkstoffgerecht zu verwenden vermittelt. Die Lehre in diesem Modul umfasst die Grundlage und Kenngröße der Baustofftechnologie, sowie Methoden zur Ermittlung von Baustoffeigenschaften (Mess- und Prüftechnik).  Die Vertiefung des Fachwissens wird in diesem Modul durch 1 Laborübung (Bestimmung von Dichten bzw. Rohdichten) und 2 Laborvorführungen (Themen Holz und Stahl) ergänzt.

Neben der Baustoffkunde wird im Modul G 3.1 die Bauphysik gelehrt. Hier stehen die bauphysikalischen Kenntnisse bei der Planung, dem Entwurf und der Konstruktion von Bauwerken im Fokus. In Bauphysik im ersten Semester werden physikalische Grundlagen für den Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz und baulichen Brandschutz gelehrt. Zudem werden rechnerische Nachweise für den Wärme- und Feuchteschutz durchgeführt. Darüber hinaus sind die Studierende dazu eingeladen bauphysikalische Messtechniken (z.B. Wärmebildkamera) und deren Anwendungen im Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung kennen zu lernen.

Nachdem im 1. Semester die Grundlagen der Baustoffkunde im Hochbau vermittelt wurden, wird das Baustoffkundewissen im 2. Semster durch das Modul G 3.2: Baustoffkunde 2 erweitert. Das Modul G 3.2: Baustoffkunde 2 setzt sich aus den Units Betontechnologie, Baustoffe im Straßenbau und Baustoffe in der Geotechnik zusammen.

Im Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung steht die Betontechnologie im Fokus. In G 3.2: Baustoffkunde 2 im zweiten Semester werden Kenntnisse der Ausgangsstoffe (Zement, Gesteinskörnungen, Zugabewasser, Zusätze), die Betonarten und deren Klassifizierung behandelt. Zudem wird die Fähigkeit einen Betonentwurf in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen, statischen Anforderungen und Dauerhaftigkeit zu entwerfen gelehrt. Die Vertiefung des Fachwissens wird in diesem Modul durch eine Laborvorführung /-übung (Herstellung von Frischbeton) unterstützt.

Im 6. Semester wird mit dem Modul IP: Ingenieurprojekt das bisher Gelernten durch fachübergreifendes und praxisbezogenes Arbeiten vertieft und gefestigt. Ziel dieses Moduls ist es eine Aufgabestellung durch eine wissenschaftliche und ingenieurmäßige Arbeitsweise zu lösen. Dafür steht unter anderem das Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung mit vielfältigen Aufgabenstellungen und Ideen (z.B. die Planung und des Baus von Betonkanus) zur Verfügung.

Dafür steht unter anderem das Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung mit vielfältigen Aufgabenstellungen und Ideen (z.B. die Planung und des Baus von Betonkanus) zur Verfügung. Zudem können Studierende an laufenden Forschungsvorhaben mitarbeiten. Beispiele und weitere Informationen finden Sie unter Bauteile der Zukunft.

In dem 6. Semester können die gelehrnten Grundlagen aus der Baustoffkunde und Bauphysik in dem Wahlmodul W 1 Bauschäden / Schutz- und Instandhaltung durch Aneignung von Fachwissen in Bauschäden und ihre bauphysikalischen Ursachen vertiefen. Gelehrt werden gebräuchliche Verfahren zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit, Gebrauchssicherheit und Werterhaltung von Bauwerken. Die Inhalte des Moduls umfasst die Ursachen, Mechanismen und Analyse von Betonschäden, Instandsetzungsprinzipien nach aktuellen Regelwerken, Schutz und Instandsetzung des Betons, Korrosionsschutz der Bewehrung, Feuchteschäden an Mauerwerk, Wärmeschutz nach Norm und Energieeinsparverordnung, sommerlicher Wärmeschutz, Berechnungen und Untersuchung von Wärmebrücken, sowie Feuchteschutz.

In dem Wahlmodul W 1 Bauschäden / Schutz- und Instandhaltung werden zwei Laborvorführungen angeboten. Um den Ist-Zustand eines Bauwerks zu erfassen, werden je nach Anwendungsfall passende Geräte benötigt. In der ersten Laborvorführung werden unterschiedlichste Arten von Bauschäden untersucht. Hierbei sind alle Studierenden herzlich eingeladen, die Geräte selbst zu bedienen und über die gewonnen Erkenntnisse zu diskutieren.   

Ab dem 6. Semester wird das Wahlpflichtmodul W 2 erweiterte Betontechnologie angeboten. Dieses Modul besteht aus zwei Teilen und ist somit auf zwei Semester aufgeteilt. Die Ausbildung mit anschließender Prüfung erfolgt nach der Ausbildungsordnung des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins E.V.. Es werden alle Themen des offiziellen Stoffplanes des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins E.V. gelehrt. Im Sommersemester werden folgende Inhalte zur erweiterten Betontechnologie gelehrt: ständige Betonprüfstelle: Zweck, Einrichtung und Besetzung, Aufgabe und Stellung des leitenden Betontechnologen im Baubetrieb, bauaufsichtliche Bestimmungen, Erweiterung des Grundlagenwissens zum Festbeton, Verwendung von Betonzusatzstoffen wie Flugasche und deren Anrechenbarkeit im Betonrezept, Betonentwurf mit Flugasche, Besonderheiten des Transportbetons inkl. Besuch eine Werkes in Frankfurt, Bauausführung und Überwachung auf der Baustelle, Verwendung von gebrochener Gesteinskörnung, Recyclingbeton, Leichtbeton, Einpressmörtel und Feinstzementanwendungen, Mörtel wie Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel, Vergussmörtel. Weitergehend werden im Wintersemester die Themen Massenbeton, WU-Beton, Beton für den Umweltschutz, Beton bei hohen Gebrauchstemperaturen, Betone bei extremen Witterungsbedingungen, Sichtbeton, Faserbeton, Hochleistungsbeton, Unterwasserbeton, Vakuumbeton, Bohrpfahlbeton, Schwerbeton, Qualitätssicherung (Konformitäten), Überwachung, Beton für Verkehrsflächen, Betonfertigteile und Betonwaren behandelt. Nach erfolgreicher Teilnahme an beiden Modulteilen mit je 2 SWS (WS und SS) besteht die Möglichkeit, den theoretischen Teil des E-Scheins bescheinigt zu bekommen. Damit haben Sie neben dem Abschluss eines Moduls eine zusätzliche Qualifikation mit ihrem Bachelorabschluss, die Ihnen das höchstmögliche Qualitätsniveau im Bereich der betontechnologischen Ausbildung bescheinigt. Für Ihren weiteren Werdegang kann Ihnen dies sehr nützlich sein. Die Reihenfolge, in welchem Semester man beginnt, spielt keine Rolle.

Für Studenten des Bauingenieurwesens, die den theoretischen E-Schein absolvieren oder die Vertieferrichtung Betontechnologie gewählt haben, besteht die Möglichkeit, einer - für die Dauer ihres Studiums - beitragsfreien Junior-Mitgliedschaft im Verband Deutscher Betoningenieure e.V. (VDB). Weitere Informationen und den Antrag finden Sie unter www.betoningenieure.de.

Die gewonnen bauphysikalischen Fachkenntnisse aus dem Grundstudium können mit dem Wahlmodul W 3 erweiterte Bauphysik ab dem 6. Semester vertieft werden. Folgende Themen werden in diesem Modul behandelt: Einführung in die aktuellen Vorschriften und Regelwerke, Einflüsse auf den Heizenergieverbrauch, Maßnahmen zur Senkung des Heizenergiebedarfs, Berechnungsmethoden und Nachweise, Einsatz von Computerprogrammen, Energieausweis, Maßnahmen zur Erhöhung des Wohnkomforts, sommerlicher Wärmeschutz, Arten, Auswirkungen und Vermeidung von Wärmebrücken und Luftundichtheiten, Feuchteschutzberechnungen, Vermeidung von schädlichem Tauwasserausfall und Schimmelpilzbildung, baulicher Schallschutz, Raumakustik, Anforderungen an den Brandschutz von tragenden, trennenden Bauteilen, Klassifizierung der Baustoffe und Bauteile, normative Bemessung mit Bauteiltabellen. Am Semesterende sind Sie befähigt, relevante Einwirkungen und Mechanismen zu hinterfragen. Sie kennen die gebräuchlichen Berechnungs-und Nachweisverfahren sowie praktische Umsetzungen von bauphysikalischen Anforderungen an den Wärme-, Feuchte-, Schall-und Brandschutz. Aufgrund der gewonnen Kenntnisse sind Sie in der Lage, wärme-, feuchte-, und schallschutztechnische Eigenschaften eines Bauteils bzw. einer Baukonstruktion zu ermitteln, zu bewerten und zu optimieren.

Am Ende des Studiums zum Bachelor of Engineering steht die Bachelor-Thesis im Fokus. Hierzu bietet das Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung interessante Themen und Raum an. Bei Interesse senden Sie gerne Ihre Anfrage an labor.baustoffkunde.

Zukunftssicher Bauen (M.Eng.)

Das Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung lehrt in dem Master-Studiengang Zukunftssicher Bauen folgende Module:

  • Pflichtmodul M 2 - Ressourcenoptimiertes Bauen (1. Semester)
  • Pflichtmodul Pr 1 - Energiedesign und Simulation (2. Semester)
  • Wahlpflichtmodul WP 7 - Forschungsprojekt 1 (3. Semester)
  • Wahlpflichtmodul WP 8 - Forschungsprojekt 2 (3. Semester)
  • Master-Thesis (4. Semester)

 

In dem Pflichtmodul M 2 Ressourcenoptimiertes Bauen im 1. Semester erlangen Sie die Kenntnisse über Eigenschaften und Einsatz von Materialien, die beim Rückbau sowohl im Hoch- wie auch im Tiefbau anfallen. Ziel dieses Moduls ist es Einfluss auf die Lebens- und Nutzungsdauer sowie Werterhaltung von Gebäuden/Bauteilen zu nehmen, sowie deren Unterhaltungs- und Erneuerungsaufwand zu minimieren. Bauen im Bestand wird als Möglichkeit zu ressourcenschonendem und flächensparenden Bauen gelehrt. Die Inhalte dieses Moduls sind zum einen Baustoff-Recycling im Hoch- und Tiefbau und zum anderen Bauwerkserhaltung, Bauen im Bestand und energetische Optimierung. Eine Besichtigung eines Recyclingwerkes bietet die Möglichkeit die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen und einen direkten Austausch mit Fachpersonal aus der Praxis.

Das Pflichtmodul Pr 1 Energiedesign und Simulation im 2. Semester besteht aus zwei Teilen und Prüfungen. Sie erwerben wissenschaftlich fundierte Kenntnisse in der Analyse und Umsetzung energierelevanter Entwurfsparameter nach aktuellstem Stand der Forschung. Sie können deren Auswirkungen in Energieverbrauch und Komfort mittels Simulationen explorieren, bestimmen und Mehrwerte des Energiedesigns vor anderen Personen präsentieren und darstellen.

Weitergehend können Sie instationäre hygrothermische Phänomene verstehen, diese modellieren, in das Rechenverfahren WUFI eingeben und die Ergebnisse richtig analysieren. Ebenso können Sie hygrothermische Phänomene erklären und diese in entsprechender Form einem Publikum präsentieren. Bei der Hygrothermischen-Simulation mittels WUFI werden folgende Inhalte behandelt:

  • Hygrothermische Transport- und Übergangsphänomene
  • Grundzüge der hygrothermischen Modellierung
  • Definition sinnvoller Klimarandbedingungen
  • Diskretisierung der Bauteilaufbauten und der entsprechenden Rechenzeitschrittweiten
  • Ergebnisdarstellung instationärer mehrdimensionaler Transportphänomene
  • Evaluierung der Rechenergebnisse und deren Analyse bzw. Beurteilung

Am Ende des Studiums zum Master of Engineering steht die Master-Thesis im Fokus. Hierzu bietet das Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung interessante Themen und Raum an. Bei Interesse senden Sie gerne Ihre Anfrage an labor.baustoffkunde.

Die Anzahl an Forschungsprojekten nimmt zu, an denen das Labor, die wissenschaftlich arbeitenden Kolleginnen und Kollegen mit der Durchführung von Versuchen unterstützt bzw. diesen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt. Wir freuen uns sehr über zahlreiche Studierende und Lehrende, die Interesse daran haben, unser Labor aktiv zu nutzen, um Projektarbeiten, Studienabschlussarbeiten oder ihre Forschungsvorhaben bzw. andere Drittmittelprojekte gemeinsam mit uns durchzuführen.

Laufende Forschungsprojekte im Labor für Baustoffe, Bauphysik und Bauwerkserhaltung:

Ge³TEX

Das Forschungsziel von Ge³TEX ist die Entwicklung von Leichtbauelementen mit anwendungs- und verfahrensbezogenen Leistungsmerkmalen. Hieraus entstehen Verbundbauteile aus Abstandstextilien für die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten in und an Gebäuden. Folgende Materialkombinationen werden hinsichtlich ihrer mechanischen und bauphysikalischen Funktionalitäten untersucht und optimiert:

  • Basalt mit Schaumbeton
  • Glasfasern mit Blähglas und
  • recyclierte PET-Fasern mit PET-Schäumen.

Im Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung wird die Materialkombination Glasfasern mit Blähglas untersucht. Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen, sortenreinen Verbundmaterials aus Blähglas aus Glasrecyclat und 3D Glasfasertextilien, für Anwendungen in der Gebäudehülle. Anforderungen an das Material sind optimale Verarbeitbarkeit und eine Herstellung möglichst in situ, die einen einen fehlstellenfreien Einbau in ein Glasfaserabstandstextil ermöglicht, um so die Potentiale des Verbundwerkstoffs ausnutzen zu können. Zudem soll für die unterschiedlichen Anwendungsfälle je ein optimierter Werkstoff unterschiedlicher Dichten bereitstehen. Das Blähglas wird mit dem Bindemittel Wasserglas gebunden. Von den beteiligten Firmen werden dazu vier verschiedener Korngruppen aus Blähglas der Firma Poraver und zwei verschiedener Wassergläser der Firma Wöllner bereitgestellt.

Weitere Informationen unter:

Ge³TEX – Gewebt, gewirkt, geschäumt: 3D-Textilien für die Gebäudehülle

Leitung Wiss. Mitarbeit Gefördert durch Projektpartner
Prof. Claudia Lüling M.A. Johanna Beuscher „Forschungsinitiative Zukunft DITF Denkendorf
Prof. Dr.-Ing. Petra Rucker-Gramm M.Eng. Dominik Nagel Bau", Bundesministerium für TU Darmstadt
Prof. Dr.-Ing Agnes Weilandt   Umwelt, Naturschutz, Bau und  
    Reaktorsicherheit  

WiFaPu - Wickelverfahren für hochbewehrten Faserbeton am Beispiel eines Pumpensumpfes

Stahlbeton ist gegenwärtig der bedeutendste Werkstoff der Bauindustrie. Der hohe Zementverbrauch und der mit dessen Herstellung verbundene CO2-Ausstoß machen jedoch eine Weiterentwicklung der Bauweise erforderlich. Übliche Stahlbewehrungen erfordern große Betonüberdeckungen und Bauteildicken, um den Stahl vor Korrosion zu schützen.

Seit einigen Jahren werden nichtmetallische Bewehrungen in Form von hochtragfähigen, technischen Textilien erforscht, die nicht korrodieren und Bauteildicken sowie Betonverbrauch erheblich reduzieren. Die für eine breite Anwendung in der Praxis erforderlichen Herstellverfahren sind nicht vorhanden oder zu teuer. Im Projekt wird ein wirtschaftliches Wickelverfahren für textilbewehrte und nachhaltige Betonbauteile entwickelt. Hierbei werden dünne, textilbewehrte Betonschichten so lange um einen Kern gewickelt, bis die erforderliche Bauteildicke von nur 2-3 cm erreicht wird. Als Anwendung des Verfahrens soll ein Pumpensumpf prototypisch mitentwickelt werden.

Leitung Wiss. Mitarbeit Gefördert durch Projektpartner
Prof. Dr.-Ing. Michael Horstmann M.Eng. Fabian Kufner Dieses Projekt wird im Rahmen der Innovationsförderung Hessen aus Mitteln der LOEWE - Landesoffensive zur Entwicklung Wissenschaftlichökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU - Verbundvorhaben gefördert. eFBe - Frank Breul Spezialartikel für den Bau GmbH & Co. KG (Verbundpartner)
Prof. Dr.-Ing. Petra Rucker-Gramm B.A. Noelle Radies MC-BC - MC-Bauchemie GmbH & Co. KG (Assoziierter Partner)

Um den Wissenstransfer zwischen Lehre und Praxis zu fördern, ist an das Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung an eine vom Verband der Materialprüfanstalten e.V. (VMPA) anerkannte Betonprüfstelle angegliedert. Diese erfüllt die Anforderungen an eine „ständige Betonprüfstelle" sowie an eine Prüfstelle für die werkseigene Produktionskontrolle (WPK). Dadurch werden wichtige Beziehungen zur Praxis geknüpft und die Grundlage für eine praxisnahe Ausbildung der Studenten geschaffen und gestärkt.

Typische Aufgabengebiete:

  • Druckfestigkeitsbestimmung
  • Ermittlung von Biegezug- und Spaltzugfestigkeiten
  • Wasserundurchlässigkeitsprüfungen
  • Abreiß- und Haftzugprüfungen
  • Bestimmung von Frost- und Frost-Tausalz-Widerstand

Nachhaltigkeitsreport der Frankfurt UAS

Know-how entwickeln, Haltung prägen, Botschafter:in werden

In einer Zeit, in der die Corona‐Pandemie die globale Klimakrise aus dem Bewusstsein zu verdrängen droht, behält die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) die Themen „Klimaschutz und Regeneration der Umwelt“ im FOKUS. Wir haben unsere Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet, die als Leitlinie zur Umsetzung konkreter Maßnahmen in Studium, Lehre, Weiterbildung, Forschung und Transfer dient. Sie wurde gemeinschaftlich von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der Hochschule entwickelt und einstimmig vom Senat der Frankfurt UAS beschlossen.

Die Frankfurt UAS versteht sich als Reallabor und Modellprojekt für zukunftsfähige Gebäude‐, Campus‐ und Grünflächenplanung sowie Mobilitätsformen und wird zur wissenschaftlichen Vernetzung in Kürze vier Professuren für Nachhaltigkeit berufen.
Hier finden Sie den Nachhaltigkeitsreport als PDF zum Herunterladen.

Betonkanu-Regatta

Seit 1994 nimmt die Frankfurt University of Applied Sciences erfolgreich mit ihren Studierenden an der Betonkanu-Regatta teil. Bei der Betonkanuregatta am 28./29. Juni 2019 in Heilbronn sicherte sich das Team der Frankfurt UAS den 11. Platz im Konstruktionswettbewerb und zudem den 5. Platz (von 60) im Gestaltungswettbewerb. Die teilnehmende Studierendengruppe hatte sich zum Ziel gesetzt, ein besonders nachhaltiges Kanu zu konstruieren. Mit Fokus auf Energie- und Ressourcenschutz wurden die Primärrohstoffe teilweise durch Sekundärrohstoffe ersetzt.

Die Betonkanu-Regatta ist ein internationaler Wettbewerb welcher erstmals in Deutschland 1986 vom damaligen Bundesverband der Deutschen Zementindustrie e.V. initiiert wurde. Alle zwei Jahre wird dieser Wettbewerb veranstaltet an dem über 100 Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch einige aus dem europäischen Ausland teilnehmen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus berufsbildenden Schulen, Hochschulen und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird. Die Herausforderung besteht darin, eine möglichst innovative Kanukonstruktion zu entwickeln. Neben dem Konstruktionswettbewerb, gibt es den sportlichen Wettkampf, sowie den Designwettbewerb. Die Betonkanu-Regatta wird in den Modulen Ingenieurprojekt (BA Bauingenieurwesen) und Leichtbauprojekt (MA Zukunftsicherbauen) angeboten.

Bisherige Platzierungen im Konstruktionswettbewerb
19944. Platz"Schaum´er mal"Heilbronn
19969. Platz"Das kleine Helle"Dresden
19981. Platz"Inox FEinstein"Köln
20003. Platz"Mikroskito"Weil am Rhein
2009 "Kurz vor Schluss"Essen
20158. Platz"Pendulus Caementum"Brandenburg
2017 "Grüne Welle"Köln
201911. Platz"Ebbelwoi Express"Heilbronn
2022 wir sind gespannt . . .Brandenburg

Hochleistungsmischer

Das Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung baut in diesem Jahr sein Frischbetonlabor um. Die Laborausstattung wird um einen Hochleistungsmischer ergänzt. Dies ermöglicht neue und innovative Forschungsfelder in der Betontechnologie.

BÜV-Fortbildungsveranstaltung Sachkundiger Planer 2020

Aufgrund der Gegebenheiten findet die diesjährige Fortbildungsveranstaltung Sachkundiger Planer nicht als Präsenzveranstaltung statt sondern gehen als Webinare ins Rennen. Die Frankfurt University of Applied Sciences wird in dieser Fortbildungsveranstaltung vertreten durch Frau Prof. Petra Rucker-Gramm und Herr Dominik Nagel in dem Themengebiet Dauerhaftigkeit von Beton durch die Vorstellung eines Chloridmigrationstests.

Fortbildungsveranstaltung Sachkundiger Planer

im Bereich Schutz und Instandhaltung von Betonbauteilen

Im Rahmen der 2-tägigen Fortbildungsveranstaltung sollen alle Sachkundigen Planer, die bis einschließlich 2017 Ihre Ausbildung zum Sachkundigen Planer durchlaufen haben, ein „upgrade“ erhalten, welches im Wesentlichen das stoffinhaltliche „Delta“ zwischen der Richtlinie für Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken sowie den aktuell in Arbeit befindlichen und zum Teil auch veröffentlichten Regelwerken (DAfStb, ZTV-ING, ZTV-W) ausgleichen soll. (7. und 8. November 2019) Veranstaltungsflyer

Vortrag zu "Bauphysikalischen Aspekten bei Weißen Wannen"

Prof. Dr.-Ing. Rucker-Gramm hielt am 3. September 2019 einen Vortrag zu wasserundurchlässigen Konstruktionen aus Beton (Weiße Wannen). Die Fortbildungsveranstaltung für Architekten und Ingenieure wurde vom Informationszentrum Beton GmbH durchgeführt.

Laborleitung

Prof. Dr.-Ing.
Petra Rucker-Gramm
Gebäude 2, Raum 061
Fax : +49 69 1533-2783

Laboringenieure

Dipl.-Ing.
Martin Beberweil
Gebäude 2, Raum 066
Fax : +49 69 1533-2783
M.Eng.
Dominik Nagel
Gebäude 2, Raum 062
Fax : +49 69 1533-2783

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Noelle RadiesWissenschaftliche Mitarbeiterin Projekt WiFaPu
Gebäude 2, Raum 065

Frankfurt University of Applied Sciences                                        Labor für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung     Nibelungenplatz 1                                                                       Gebäude 2 / Räume 061-066 und Raum 070                                      60318 Frankfurt am Main

Telefon:  +49 69 1533 2334                                                                 Fax:         +49 69 1533 2783                                                             E-Mail:    labor.baustoffkunde(at)fb1.fra-uas.de

labor.baustoffkundeID: 1991