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Miteinander - Freiheit im Spannungsfeld demokratischer Gesellschaften

***Hinweis: Das Modul Miteinander wird im Wintersemester 2026/27 zweimal angeboten. In beiden Modulen wird der Demokratietrainings-Ansatz „Betzavta“ genutzt. Die Module unterscheiden sich hinsichtlich des inhaltlichen Fokus: das Modul von Oktober-Dezember thematisiert Freiheit, das Modul im Februar-März bezieht sich auf Mehrheit, Recht und Macht in Demokratien.***

Interdisziplinäres Lernziel

Die Studierenden lernen die Inhalte des Moduls auf ihren Fachbereich zu transferieren, indem sie sich angeleitet über demokratische Inhalte und Zustände austauschen. Dafür werden die Studierenden eine spezielle Methode, die sich Betzavta nennt, kennenlernen. Die Methode wird dafür genutzt Dilemmata besprechbar zu machen.

Termine der Veranstaltung

  • Blockveranstaltung vor Vorlesungsbeginn
  • Einführungsveranstaltung: 06.10.2026, 09:30 Uhr, Raum folgt
  • Blockveranstaltung:
    • Dienstag, 06.10.2026, 09:30 bis 16:00 Uhr
    • Mittwoch, 07.10.2026, 09:30 bis 16:00 Uhr
    • Donnerstag, 08.10.2026, 09:30 bis 16:00 Uhr
    • Freitag, 09.10.2026, 09:30 bis 16:00 Uhr
  • Zwischentermin: Mittwoch, 25.11.2026, 14:15 Uhr (Block 4+5)
  • Abgabetermin Projektarbeiten: 15.01.2027
  • Prüfungstermine (Präsentation):
    • Mittwoch, 09.12.2026
  • Rücktritt möglich bis: 08.10.2026
  • Das Seminar ist interaktiv gestaltet. Engagement und Offenheit für praktische und erfahrungsorientierte Übungen in kleinen Gruppen wird erwartet. Aus didaktischen Gründen besteht 80% Anwesenheitspflicht.

Das Wichtigste in Kürze

Belegnummer
994280

Veranstaltungstyp
Blockveranstaltung

Modus
In Präsenz

ECTS-Credit-Points
5

Lernformen
Vortrag, Diskussion, Gruppenarbeit

Sprache
Deutsch

Themencluster
Gesellschaftliche Verantwortung

Die zentralen Fragen des Blockseminars lauten: „Was bedeutet Demokratie und demokratische Werte für mich?“ und „Wie wollen wir in einer Demokratie zusammenleben?“

Das Fokusthema in diesem Modul liegt auf Freiheit in Demokratien: Was bedeutet Freiheit in einer Demokratie und wo endet sie? Das Blockseminar lädt dazu ein, Freiheit nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als politisch erkämpfte und gesellschaftlich ausgehandelte Errungenschaft zu begreifen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Konfliktlinien unserer Gesellschaft: Wo kollidieren individuelle Freiheitsrechte mit kollektiven Interessen? Wie verhalten sich Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und persönliche Freiheit zueinander und wann stoßen sie an ihre Grenzen?

Um diese Fragen zu diskutieren, wird methodisch der Betzavta-Ansatz genutzt. Betzavta – bedeutet „Miteinander“ und ist ein erfahrungsbasierter Ansatz für Demokratietraining, der vom Adam Institute for Peace and Democracy in den 1980er Jahren entwickelt wurde und später übersetzt und für einen deutschen Kontext adaptiert wurde. Der Ansatz unterstützt dabei, die eigene demokratische Haltung zu reflektieren und zu stärken.

Demokratie und Politische Bildung wird in diesem Zusammenhang nicht nur als abstrakte Wissensvermittlung verstanden, sondern als Lebensform und gelebte Auseinandersetzung über aktuelle gesellschaftliche Konfliktlinien.

Im Rahmen des Moduls trainieren Studierende, in gruppendynamischen und praktischen Übungen, Ambiguitätstoleranz - das Aushalten und die Anerkennung von Mehrdeutigkeit, Widersprüchen und Unsicherheit. Ambiguitätstoleranz betrachten wir in diesem Zusammenhang als zentrale Kompetenz für politisches Urteilen und Handlungsfähigkeit und sie hilft komplexe Zusammenhänge und Konflikte besser einzuordnen und in einen individuellen Kontext zu stellen.

Abschließend lernen Studierende demokratierelevante Themen und die Bedeutung von Politischer Bildung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern kennen und stellen einen Transfer auf das eigene Studienfach oder Berufsfeld her.  

  • Anna Fuchs | TLC
  • Sophia Schmidt | TLC
  • Antonia Stürmer | TLC
  • Prof. Dr. Panagiotis Kitmeridis | Fachbereich 3
  • Prof. Dr. Maximilian Pichl | Fachbereich 4

Projektarbeit mit Präsentation

Die Studierenden erweitern die fachspezifischen Denkweisen (Theorien und Methoden) durch Einblicke in Fachwissen, Methodenkenntnisse und Denkweisen anderer Disziplinen.

Die Studierenden sind in der Lage:

  • interdisziplinär zu denken und unterschiedliche Aspekte eines Querschnittsthemas zu erkennen, diese gegeneinander abzuwägen und ganzheitlich zu reflektieren;
  • Zusammenhänge ihres künftigen Berufsfelds im Raum unterschiedlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Interessen verständlich zu machen und diese Zusammenhänge fachlich versiert darzustellen und argumentativ zu vertreten;
  • die Wirkungen und Folgen ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeit zu reflektieren und daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln abzuleiten;
  • anhand konkreter interdisziplinärer Aufgabenstellungen Verständnis für die fachfremden Denkweisen zu entwickeln und kooperativ im Umgang mit verschiedenen Kulturen und Wertesystemen zu handeln;
  • Unsicherheiten auszuhalten und für sich in einen Kontext zu stellen, Stichwort Ambiguitätstoleranz, also die Toleranz für Mehrdeutigkeit und Unsicherheiten
  • demokratische Prinzipien anzuerkennen und ein soziales Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln
  • Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik 2024: ABC der Demokratie. Betzavta. URL: degede.de/abc/betzavta/, zuletzt geprüft am 03.12.2024.
  • Maroshek-Klarmann, Uki; Rabi, Saber (2015): Mehr als eine Demokratie – Sieben verschiedene Demokratieformen verstehen und erleben. – 73 Übungen nach der „Betzavta“-Methode. Verlag Bertelsmannstiftung

Modulkoordination

Anna FuchsWissenschaftliche Mitarbeiterin Service Learning und Gesellschaftliches Engagement
Gebäude BCN (City Gate), Raum 1027
Magdalena HenningerID: 15444
letzte Änderung: 16.07.2026