Das Frankfurter Bahnhofsviertel: Stadt, Gesellschaft und Wandel
Kursbeschreibung
Sie entwickeln ein interdisziplinäres Verständnis des Frankfurter Bahnhofsviertels als komplexen urbanen Raum. Dabei betrachten Sie den Stadtteil aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und sind in der Lage, die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Analyse aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und urbaner Herausforderungen heranzuziehen. Darauf aufbauend erarbeiten Sie für ein identifiziertes Problemfeld des Quartiers ein eigenes, theorie- und praxisbasiertes Lösungskonzept und reflektieren dessen Umsetzbarkeit kritisch.
Termine der Veranstaltung
- Während des Semesters jeweils Mittwochnachmittag, 14:15-17:30 Uhr
- Termin Einführungsveranstaltung: 28.10.2026, 14:15 Uhr, Raum folgt
- Abgabetermin Projektarbeiten: 29.01.2027
- Prüfungstermin (Präsentation):
- 13.01.2027
- Rücktritt möglich bis: 03.11.2026
Auf einen Blick
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Themencluster |
1. Einführung: Das Bahnhofsviertel als urbaner Raum
- Historische Entwicklung des Quartiers
- Lage im städtischen Gefüge Frankfurts
- Begriff „innerstädtischer Problemraum“ vs. „urbaner Möglichkeitsraum“
2. Aktuelle Herausforderungen
- Soziale Ungleichheit und Segregation
- Migration, Mobilität und transnationale Räume
- Wohnungslosigkeit, Drogenkonsum
- Subkulturen und soziale Unterstützungssysteme
- Wahrnehmung, Image und mediale Diskurse über das Quartier
3. Methoden der Stadtforschung
- Z.B. Eigene Beobachtungen im Stadtraum, Kartierung urbaner Phänomene,
- Interviews und qualitative Datenerhebung im Quartier
- Exkursionen ins Bahnhofsviertel
- Gespräche mit lokalen Akteuren (Sozialarbeit, Stadtplanung, Polizei, Initiativen)
4. Problemidentifikation und Lösungsentwicklung
- Analyse konkreter Herausforderungen im Bahnhofsviertel
- Entwicklung interdisziplinärer Lösungsansätze
- Diskussion von Umsetzbarkeit und Zielkonflikten
- Präsentation und Reflexion eigener Konzepte
- Prof. Dr. Susanne Koch | Fachbereich 3
- Angela Freiberg (Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel)
Projektarbeit mit Präsentation
Die Studierenden erweitern ihre fachspezifisch gebundene Perspektive (Theorien und Methoden) durch Einblicke in sowie Ausprobieren und Reflexion von Ansätzen, Vorgehensweisen und Wissensbeständen anderer Disziplinen. Die Studierenden sind in der Lage:
- interdisziplinär zu denken und unterschiedliche Aspekte eines Querschnittsthemas zu erkennen, diese gegeneinander abzuwägen und ganzheitlich zu reflektieren;
- Zusammenhänge ihres (möglichen) künftigen Berufsfelds im Raum unterschiedlicher Disziplinen sowie gesellschaftlicher Interessen verständlich zu machen und diese Zusammenhänge fachlich versiert darzustellen und argumentativ zu vertreten;
- die Wirkungen und Folgen ihrer (kommenden) beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeit persönlich zu reflektieren und daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln abzuleiten;
- anhand konkreter interdisziplinärer Aufgabenstellungen Verständnis für fachfremde Denkweisen zu entwickeln und kooperativ sowie inklusiv im Umgang mit verschiedenen Kulturen und Wertesystemen zu handeln;
- ein interdisziplinäres Verständnis des Frankfurter Bahnhofsviertels als komplexen urbanen Raum zu entwickeln. Sie betrachten den Stadtteil aus historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Perspektiven und können die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Analyse aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und urbaner Herausforderungen heranziehen.
Thorsten Benkel (Hrsg.):Das Frankfurter Bahnhofsviertel: Devianz im öffentlichen Raum Wiesbaden (2010)
Ulrich Mattner & Gregor Krisztian:Die ganze Welt in einem Kiez: Das Frankfurter Bahnhofsviertel Frankfurt (2020)
Raphaela Kogler & Alexander Hamedinger (Hrsg.) Interdisziplinäre Stadtforschung Themen und Perspektiven Bielefeld 2021
Ingrid Breckner, Albrecht Göschel & Ulf Matthiesen [Hrsg.]: Stadtsoziologie und Stadtentwicklung: Handbuch für Wissenschaft und Praxis Bielefeld 2020.
