Herkunftssprachen leicht erklärt
Mehr als die Hälfte der Studierenden an der Frankfurt UAS sind mehrsprachig! Ein großer Teil von ihnen spricht in der Familie eine andere Sprache als an der Hochschule.
Zu finden sind auf dieser Seite:
- ein Mindmap, das die Vielfalt von Herkunftssprachen und ihre Bedeutung für Studium, Beruf und Persönlichkeit zeigt
- die Auswertung von Umfrageergebnissen zu Sprachkenntnissen der Studierenden an der Frankfurt UAS
Eine im November 2021 durchgeführte studentische "Umfrage zu Sprachkenntnissen (insbesondere zu Herkunftssprachen)", ergab, dass mehr als die Hälfte der Studierenden an der Frankfurt UAS mehrsprachig ist, und ermöglichte es, das Sprachprofil der HerkunftssprachlerInnen und Herkunftssprachler (Personen, die zu Hause eine andere oder eine andere Sprache als Deutsch sprechen/gesprochen haben [1]) zu definieren. Die Ergebnisse des Fragebogens haben die effektive Entwicklung des Herkunftssprachenprogramms ermöglicht, und wir haben derzeit 11 Herkunftssprachenkurse in unserem Fachsprachenzentrum.
Einen Überblick über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und Herkunftssprachen an der Frankfurt UAS finden Sie als Mindmap unter Downloads auf der rechten Seite.
Zitierte Literatur:
[1] Polinsky, Maria & Kagan, Olga. (2007). Heritage Languages: In the 'Wild' and in the Classroom. Language and Linguistics Compass 1(5), S. 365-395.
Quicklinks
2021 – „Sprung ins Digitale“
24.-26.2021 I Online
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS)
Die erste Herkunftssprachenwoche fand unter dem Vorzeichen der Pandemie statt und widmete sich konsequent der Frage, wie digitale Werkzeuge den Herkunftssprachenunterricht bereichern können. In Workshops für Studierende und Lehrkräfte wurden Tools wie H5P, Moodle, Quizlet und digitale Whiteboards vorgestellt und auf ihre didaktische Eignung hin erprobt. Die Veranstaltung legte den Grundstein für ein Format, das in den Folgejahren kontinuierlich wachsen sollte.
2022 – „Austausch von Best Practices im Herkunftssprachenunterricht"
24.-26.2022 I Online
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS)
Die zweite Ausgabe rückte den internationalen Fachaustausch in den Vordergrund. In sprachspezifischen Workshops zu Russisch, Türkisch und Chinesisch diskutierten Lehrkräfte aus Schule und Hochschule über Methoden, E-Learning-Tools und offene Bildungsressourcen. Die Veranstaltung verzeichnete erstmals internationale Beteiligung aus Deutschland, den USA, den Niederlanden, Schweden, Russland und Israel.
2023 – „Sprache und Interkulturelle Kommunikation"
22.-24.2023 I Hybrid
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS)
Mit der dritten Ausgabe erfuhr die Herkunftssprachenwoche eine wesentliche konzeptionelle Erweiterung: Erstmals wurden zwei eigenständige Programme entwickelt — eines für Studierende und Mitarbeitende, eines für Lehrkräfte. Während Studierende an Präsenz-Workshops in über acht Sprachen teilnahmen, tauschten sich Lehrkräfte online zu Russisch, Kurdisch, Spanisch und Polnisch als Herkunftssprache aus. Das neu eingeführte Herkunftssprachencafé etablierte sich als informelles Vernetzungsformat. An der Veranstaltung beteiligten sich Fachleute aus Deutschland und den USA.
2024 – „Herkunftssprachen leicht erklärt"
21.-22.2024 I Präsenz, Frankfurt UAS
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS), Dr. Maria Sulimova (Universität Leipzig)
Die Rückkehr ins Präsenzformat brachte eine weitere inhaltliche Aufwertung: Mit dem Gastvortrag von Prof. Maria Polinsky (University of Maryland, USA) über Einheit und Vielfalt der Herkunftssprachen wurde erstmals eine international renommierte Forscherin eingebunden. Das Programm umfasste Workshops in 13 Sprachen, Hospitationsmöglichkeiten für Lehrkräfte sowie sprachspezifische Best-Practice-Sektionen. Das Café Babbel bot darüber hinaus Raum für gelebte Mehrsprachigkeit abseits des Fachprogramms. An der Veranstaltung beteiligten sich Fachleute aus Deutschland und den USA.
2025 – „Vielfalt und Nachhaltigkeit im Herkunftssprachenunterricht"
19.-21.2025 I Präsenz, Frankfurt UAS
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS), Dr. Maria Sulimova (Universität Leipzig)
Die fünfte Herkunftssprachenwoche war erstmals dreitägig angelegt und umfasste ein Barcamp, eine Postersession sowie Keynotes. Prof. Peter Franklin (HTWG Konstanz) sprach über interkulturelle Bildungskontexte; Dr. Natalia Ringblom (Schweden), Dr. Natalia Meir (Israel) und Dr. Sviatlana Karpava (Zypern) beleuchteten die Rolle des Englischen in mehrsprachigen russischsprachigen Familien; Prof. Dr. Zeynep Kalkavan-Aydin (PH Freiburg) widmete sich der Bedarfsanalyse und Materialentwicklung im HSU. Ukrainisch als Herkunftssprache war erstmals mit einer eigenen Sektion vertreten. Vorgestellt wurden zudem die Forschungsprojekte „HSU Interregio“ und „Your Language Counts!“. An der Veranstaltung beteiligten sich Forschende und Lehrkräfte aus Deutschland, Schweden, Israel, Zypern, Estland, Finnland, Österreich, Ungarn und Portugal.
2026 – „Herkunftssprachen lehren und lernen: Mehrsprachigkeit, Identität und innovative Methoden"
17.-19.2026 I Präsenz, Frankfurt UAS
Programmerstellung: Dr. Elena Tchernega Meinert (Frankfurt UAS), Dr. Maria Sulimova (Universität Leipzig)
Die sechste Herkunftssprachenwoche umfasste drei Keynotes: Prof. Dr. Grit Mehlhorn (Universität Leipzig) zum KI-gestützten Prompten im HSU, Dr. Erkan Gürsoy (Universität Duisburg-Essen) zum Spannungsfeld zwischen Sprachvariation und Norm sowie Prof. Julia Festman (PH Tirol, Österreich) zur Lesedidaktik im Herkunftssprachenunterricht. Das Programm umfasste Arbeitsgruppen in zahlreichen Sprachen, eine internationale Forschungssektion auf Englisch sowie eine Kulturveranstaltung mit Kurzfilm und Autorenlesung. Erneut vertreten waren die Projekte „HSU Interregio“ und „Your Language Counts!“. An der Veranstaltung beteiligten sich Forschende, Lehrkräfte und Fachleute aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Schweden, Finnland, Zypern, Estland, den USA, der Schweiz, Serbien, Portugal, Polen und Nordmazedonien.
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