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Eigen-ART

Persönlichkeitsentwicklung durch Kulturelle Bildung

 

Was motiviert Studierende, sich neben ihrem Studium in Chören, Theatergruppen, Bands, Malkursen oder einem Campus-Radiosendern ihrer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) zu engagieren? Dieser Frage geht das Forschungsvorhaben „Eigen-ART. Persönlichkeitsentwicklung durch Kulturelle Bildung“ an der Frankfurt University of Applied Sciences nach. Die Ergebnisse eines Forschungsprojekt, das vom Projektteam von 2018-2020 durchgeführt wurde „Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership, haben gezeigt, dass die aktive und rezeptive Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur in besondere Weise Einfluss auf die Ausbildung von Selbst- und Sozialkompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung von Studierenden haben kann. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sehen sich aufgrund ihrer Alltags- und Praxisnähe nicht nur in einer fachlichen, sondern auch einer gesellschaftlichen Verantwortung. Ein Bewusstsein für diese Verantwortung wollen sie in Lehre und Forschung auch ihren Studierenden vermitteln.

Das Bildungskonzept „Kulturelle Bildung“ führt die beiden Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung und der gesellschaftlichen Verantwortung zusammen. Sie will Menschen mit Hilfe kunst- und kulturpädagogischer Mittel zu gesellschaftlicher, politischer und kultureller Teilhabe befähigen und zur Selbst- und Weltgestaltung ermutigen. An Hochschulen wird dieses Konzept bereits in unterschiedlichsten künstlerischen und anderen kulturellen Angeboten umgesetzt, ohne dass seine Bedeutung für die Entwicklung der Studierenden ausführlich reflektiert und wissenschaftlich fundiert wurde. Dieser Aufgabe widmet sich das Projekt „Eigen-ART“.

 

Das Forschungsprojekt „Eigen-ART. Persönlichkeitsentwicklung durch Kulturelle Bildung“ ist aufgeteilt in drei aufeinanderfolgende Teilprojekte.Im ersten Teil werden empirischen Daten zur Teilnahme von Studierenden an künstlerischen und anderen kulturellen Angeboten an ihren Hochschulen für angewandte Wissenschaften erhoben und ausgewertet. Diese Auswertung soll zeigen, was die Studierenden motiviert, an den Angeboten teilzunehmen und welche Bedürfnisse und Erwartungen sie mit der Teilnahme verbinden.

Bei entsprechender Weiterfinanzierung des Projekts würde im zweiten Teilprojekt ein Lehr-Lern-Konzept für die reflektierende Begleitung von kunst- und kulturpädagogischen Angeboten entwickelt werden. Dies würde in Anlehnung an den „Kompetenznachweis Kultur“ geschehen. Der „Kompetenznachweis Kultur“ ist ein Angebot der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V., mit dem Jugendliche ihren Kompetenzzuwachs, den sie durch künstlerische und andere kulturelle Projekte erlangen, dokumentieren können (www.kompetenznachweiskultur.de). Die Erprobung und Evaluierung des Lehr-Lern-Konzepts würde sich im dritten Teil anschließen. Ein interdisziplinäres Teil würde anhand der Evaluierungsergebnisse das Konzept überarbeiten. Im Anschluss soll das Konzept unter einer Creativ Commons-Lizenz Interessierten zur Verfügung gestellt werden.

 

Das Forschungsprojekt arbeitet im ersten Teil mit Mixed Methods. Studierende an staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die sich in künstlerischen und anderen kulturellen Angeboten engagieren oder engagiert haben, wurden gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen. Die Ansprache erfolgte bundesweit über die Leitungen der Angebote. In der Umfrage werden sowohl quantitative Daten zur Art des Engagements, Studiengang und Fachsemester erhoben als um einen Freitext gebeten, in dem die Motivation zur Teilnahme beschrieben werden soll. Diese Freitexte werden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet und mit den Ergebnissen der statistischen Datenerhebung zusammengeführt.

Projektförderung

Der erste Teil des Forschungsprojekts wird von der LUCCA-Foundation (www.lucca-foundation.org) aus Wiesbaden gefördert.

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