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Unser Projekt im Bund/-Länder-Programm zur Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen

Aktuelles

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Der Antrag für die Hauptphase ist eingereicht

17.07.2020: 6 Teilprojekte und 16 Maßnahmen – Gesamtvolumen 8,6 Mio. Euro – weitere Kooperationspartner Continental AG, DB Systel, Bollinger+Grohmann Ingenieure, Technische Universität Darmstadt, Technical University Gabrovo (Bulgarien)

Über das Projekt

Hintergrund

Die Frankfurt UAS plant bis 2026 die Neu- bzw. Wiederbesetzung von ca. 120 Professuren. Das entspricht etwa einem Drittel des künftigen professoralen Personals. Gleichzeitig bestehen im Ingenieurs- und Informatikbereich Schwierigkeiten, genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber anzuziehen. Ähnliches gilt für einige Fachgebiete der Rechts- und Gesundheitswissenschaften. Ursächlich hierfür ist unter anderem ein Gehaltsgefälle zur Privatwirtschaft sowie in Gesundheitsberufen die noch geringe Akademisierung.

Frankfurt am Main und das RheinMain-Gebiet sind Sitz vieler Wissenschaftseinrichtungen – hier ist naturgemäß eine gewisse Konkurrenz um die besten Köpfe vorhanden. Gleichzeitig bestehen aber auch hervorragende Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen einer zunehmenden Vernetzung. Diese Potenziale noch besser zu nutzen, ist unser Anliegen – ebenso wie der Wunsch, die starke internationale Ausrichtung der Hochschule durch eine stärker international ausgerichtete Rekrutierung zu unterstützen.

Zentrale Ziele und Anknüpfungspunkte

Das Projekt hat sechs Ziele definiert. Es will:

  • HAW-Professuren als attraktive Karriereoption bekannter machen und zielgruppenspezifisch bewerben
  • neue, attraktive Stellen und Beschäftigungsformate an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis schaffen
  • Berufungs- und Auswahlprozesse weiter optimieren
  • die Arbeitsbedingungen von Professorinnen und Professoren verbessern und flexibilisieren
  • Berufungen und Entwicklungsangebote noch stärker an der Hochschulstrategie ausrichten
  • ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bei Professorinnen und Professoren erreichen

Während die vier ersten Ziele direkt auf eine Verbesserung des Bewerberfeldes für Professuren abzielen, sind die beiden letzten genannten Ziele eher übergeordneter Natur – deswegen aber nicht minder wichtig. Der Mehrwert des Bund-Länderprogramms „FH-Personal“ kann sich für dieses Projekt besonders gut entfalten, wenn eine enge Verzahnung sowie Synergieeffekte mit anderen strategischen Entwicklungsvorhaben der Hochschule erreicht werden. Das PROFfm-Projekt nutzt dementsprechend eine ganze Reihe von unterschiedlichen Ansatzpunkten und Maßnahmen, um die professorale Nachwuchsgewinnung als Kernprozess der Hochschulentwicklung mit der im Hochschulentwicklungsplan definierten strategischen Planung zu verknüpfen. Dieser ganzheitliche Entwicklungsansatz zeichnet das Projekt aus.

Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele

An der Umsetzung von insgesamt 16 Projektmaßnahmen sind verschiedene Stellen in Fachbereichen und Zentralverwaltung beteiligt. Um HAW-Professuren als Karriereoption bekannter zu machen, arbeitet das Projekt ein zielgruppengerechtes Kommunikationskonzept aus und setzt es um. Gemeinsam mit Partnern baut das Team das Netzwerk „Flexible Wissenschaftskarrieren in Frankfurt und Rhein-Main“ auf. Es schafft neue Beschäftigungsformate zur Verbindung von Praxis und Wissenschaft, das heißt: Tandemstellen auf allen Ebenen der HAW-Karriere: Praxis-Promotionen, Praxis-Postdocs und Kooperative Professuren. PROFfm entwickelt die Berufungs- und Auswahlprozesse weiter, indem Abläufe optimiert, professionelle Personaldiagnostik einbezogen und die internationale Rekrutierung ausgeweitet werden. Um die Arbeitsbedingungen der Professorinnen und Professoren zu verbessern und flexibler zu gestalten, vergibt das Projekt künftig konzeptbasiert 10 Innovationsprofessuren, die – durch mehrjährige Lehrentlastung – Zeit zur Verwirklichung strategisch bedeutsamer Vorhaben bieten. Zur Steuerung der einzelnen Maßnahmen wird eine Koordinations- und Beratungsstelle eingerichtet, die auch individuelle Karriereberatungen für potenzielle HAW-Professorinnen und -Professoren anbietet. Alle Maßnahmen werden zwischendurch und abschließend evaluiert. Erfolgreiche Maßnahmen sollen nachhaltig etabliert werden.

Unsere Ziele:

Promotion als Tandem-Programm

Geeignete Promotionsinteressierte können in kooperativen Promotionen mit unserer Hochschule und einem Unternehmen sowohl das Kriterium der Berufspraxis, als auch das der Forschungsbefähigung erlangen und so erste wichtige Schritte hin zu einer Professur tun.
Auf Seiten der Kooperationspartner/-innen muss die Möglichkeit der Erbringung von fachbezogenen besonderen wissenschaftlichen Leistungen bei der Anwendung oder Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden ermöglicht werden. Dieses Angebot konzentriert sich in erster Linie auf unsere forschungsstarken Bereiche mit eigenständigem Promotionsrecht, kann aber auch im Rahmen von kooperativen Promotionen mit universitären Partnern im In- und Ausland realisiert werden.
 

Praxis-Postdoc in Kooperation mit Unternehmen/öffentlichen Einrichtungen

Fehlt bei bereits promovierten Kandidat/-innen für die Berufungsfähigkeit die notwendige Praxiserfahrung außerhalb des Hochschulkontextes, kann dies im Rahmen einer Praxis-Postdoc-Stelle zu je 50 % an der Hochschule und im Unternehmen erlangt werden. Die Möglichkeit der fachbezogenen Entwicklung von besonderen Leistungen in Forschungs- und Entwicklung muss auch hier, wie bei den Promotionen, insofern sichergestellt werden, dass entsprechende Zeiträume eingerichtet werden. Das Lehrdeputat für diese auf drei oder vier Jahre befristeten Stellen beträgt 4 Semesterwochenstunden.
 

Kooperative Professuren/gemeinsame Professuren mit Unternehmen/Behörden

Für hinreichend berufserfahrene und promovierte, d. h. bereits berufungsfähige Kandidat/-innen besteht die Möglichkeit in Teilzeit, d. h. mit mindestens 50 % als Professor/-in an der Frankfurt UAS tätig zu werden und gleichzeitig in Ihrem Unternehmen zu bleiben. Das kann beispielsweise eine interessante Alternative zu einer Kanzleipartnerschaft sein, die es Ihnen erlaubt, hochqualifizierte Menschen im Unternehmen zu halten. Die Freiheit bei der Gestaltung der hoheitlichen Aufgaben in Forschung und Lehre eröffnet ein attraktives, autonomes und gesichertes Tätigkeitsfeld für Professorinnen und Professoren. An der Schnittstelle von Hochschule und Berufspraxis profitieren beide Kooperationspartner.

Kontakt

Qualitätsmanagement-Entwicklung-Planung (QEP)

Abteilungsleitung / Projektleitung
Alesya Ayzikova-HoppeID: 7791
letzte Änderung: 27.07.2021