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Beschäftigte mit familiärer Verantwortung

Sicherstellung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Als zertifizierte familiengerechte Hochschule sind wir daran interessiert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen. Deshalb liegt es uns am Herzen, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter bei der Bewältigung von Familienangelegenheiten zu unterstützen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie allgemeine Informationen zur Erwerbstätigkeit, wie zum Beispiel Mutterschutz- und Krankengeldregelungen. Neben Möglichkeiten zur Kinderbetreuung finden Sie Informationen zu Bestimmungen und Regelungen zum Thema Elternzeit.

Achtung: die folgenden Informationen befinden sich derzeit in Überarbeitung

Familienfreundliche Regelungen an der Frankfurt UAS

Die Frankfurt UAS möchte ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie unterstützen und hat hierfür Regelungen gefunden, von denen Sie als Eltern und pflegende Angehörige profitieren sollen.

  • Beschäftigte der Frankfurt University of Applied Sciences bekommen eine Stunde pro Monat, pro Kind auf ihr Arbeitszeitkonto angerechnet.
  • Die Frankfurt UAS bietet ihren Mitarbeiter*innen im Rahmen einer Dienstvereinbarung an, entstehende Betreuungskosten von Kindern oder zu pflegenden Angehörigen in Sonderfällen zu übernehmen.
    Lesen Sie hierzu folgend den Abschnitt zur Dienstvereinbarung an der Hochschule über Betreuungskosten.
  • Zusätzlich wird die Option angeboten, in Abhängigkeit Ihrer Tätigkeit an der Frankfurt UAS, auch von zu Hause zu arbeiten.
    Lesen Sie hierzu bitte den Abschnitt Homeoffice und Notfall-Laptop.

Für Mitarbeitende der Frankfurt UAS gilt eine Dienstvereinbarung, wonach zusätzliche unvermeidbare Kosten für die Betreuung von Kindern unter 12 Jahren oder von pflegebedürftigen Angehörigen seitens des Arbeitgebers übernommen werden, wenn diese aus einem der folgenden Gründe entstehen:

  • wegen der Teilnahme an einer ganz oder überwiegend im dienstlichen Interesse liegenden Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme oder
  • als gewähltes oder benanntes Mitglied in einem Gremium oder
  • wegen angeordneter Überstunden außerhalb der normalen Arbeitszeit (bei Teilzeitbeschäftigten: außerhalb der individuell vereinbarten Arbeitszeit)

Dies gilt auch für Beschäftigte, die sich in Erziehungszeit oder in Sonderurlaub gemäß § 50 BAT befinden. Den Antrag auf Erstattung der Kinderbetreuungskosten müssen Sie bei bei der Personalabteilung einreichen. Wichtig für Sie zu Wissen ist, dass die Erstattung der Kinderbetreuung von schulpflichtigen Kindern versteuert werden muss. Lediglich die Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern ist steuerfrei. Bitte beachten Sie folgendes Merkblatt.

Dienstvereinbarung für Mitarbeitende
Erweiterte Dienstvereinbarung für Mitarbeitende

Gegenwärtig befindet sich der Inhalt zu diesem Abschnitt in Bearbeitung. Bei Fragen zum Thema Homeoffice, können Sie sich direkt an das Familienbüro wenden.

Elternzeitregelungen

Die Elternzeit ist die Zeit einer unbezahlten Freistellung von der Arbeitsverpflichtung gegenüber Ihrem Arbeitgeber. Nach Ablauf der Elternzeit haben Sie Anspruch darauf, an Ihrem alten Arbeitsplatz oder, wenn dies nicht möglich ist, an einem vergleichbaren Arbeitsplatz weiter beschäftigt zu werden. Während der Elternzeit darf Ihnen nicht gekündigt werden. Befristete Beschäftigungsverhältnisse enden aber mit Fristablauf (s.o. Mutterschutz).

Weitere Informationen erhalten Sie über das Servicetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Tel.: +49 30 201 791 30, Mo - Do 9:00 - 18:00 Uhr

Zur Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ergänzende Informationen zum Thema Elternzeit:

Der Anspruch entsteht, wenn Sie mit einem eigenen Kind (ggf. mit Zustimmung des anderen allein sorgeberechtigten Elternteils) in einem Haushalt leben und dieses Kind selbst betreuen. Der Anspruch entsteht auch, wenn Sie für das Kind Ihres Partners/Ihrer Partnerin sorgen oder ein Pflegekind oder Adoptivkind aufnehmen. Der Anspruch endet mit dem 3. Geburtstag des Kindes – es sei denn, es wurde mit dem/der Arbeitgeber/-in vereinbart, dass ein Teil der Elternzeit auf einen späteren Zeitpunkt vor dem 8. Geburtstag verschoben wird.

Bei Aufnahme von Pflege- und Adoptivkindern kann die 3-jährige Elternzeit bis zu deren 8. Geburtstag genommen werden. Die Elternzeit der Mutter kann erst im Anschluss an die Mutterschutzfrist genommen werden, die des Vaters ist direkt nach der Geburt des Kindes möglich. Elternzeit muss bei dem/der Arbeitgeber/in mit einer Frist von 6 Wochen vor der Geburt oder 8 Wochen bei einem späteren Beginn beantragt werden. Die Mutter sollte den Antrag also spätestens unmittelbar nach der Geburt stellen. Mütter und Väter können die Elternzeit gleichzeitig – und dann jeweils bis zu drei Jahren – in Anspruch nehmen, sie können aber auch abwechselnd in Elternzeit gehen. Wie die Elternzeit aufgeteilt werden soll, muss dem/der Arbeitgeber/-in frühzeitig mitgeteilt und zugleich verbindlich festgelegt werden.

Spätere Änderungen sind nur mit Zustimmung des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin möglich. Mit Zustimmung des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin kann ein Anteil der Elternzeit von bis zu 12 Monaten auf einen späteren Zeitpunkt bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes übertragen werden.

Während der Elternzeit ist Teilzeitarbeit bis zu 30 Stunden/Woche möglich. Nehmen beide Eltern gleichzeitig Elternzeit, können also beide bis zu 30 Stunden/Woche arbeiten. Wenn Sie studieren, darf die offizielle workload aus dem Studium zusammen mit der Arbeitszeit aus dem Teilzeitjob nicht mehr als 48 Stunden/Woche beanspruchen und das Kind muss darüber hinaus von dem Elternteil weiterhin betreut werden.

Die Teilzeitarbeit dürfen Sie auch bei einem anderen Arbeitgeber leisten, wenn Ihr Arbeitgeber dem zustimmt. Er darf seine Zustimmung nur aus wichtigem Grund versagen. Ein Arbeitgeber, der mehr als 15 Personen beschäftigt, muss im Laufe der Elternzeit bis zu zwei Mal einer Reduzierung der Arbeitszeit zustimmen, wenn noch mindestens 15 Stunden wöchentlich gearbeitet werden und die Veränderung mindestens drei Monate dauern soll und keine dringenden betrieblichen Gründe dem entgegen stehen. Es besteht kein Anspruch darauf, weniger als 15 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Dies müsste gegebenenfalls nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (s.u.) mit dem/der Arbeitgeber/-in vereinbart werden.

Während der Elternzeit bleiben Sie in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragsfrei versichert. Allerdings ist Teilzeitarbeit, die mehr als geringfügig ist, beitragspflichtig. Privat Versicherte bleiben für die Dauer der Elternzeit weiterhin privat krankenversichert, sie können in dieser Zeit nicht in die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.

Versicherungsprämien müssen in der privaten Krankenkasse auch während der Elternzeit bezahlt werden, auch der Teil, den der Arbeitgeber zuvor übernommen hat. Auch in der Arbeitslosenversicherung sind Sie während der Elternzeit beitragsfrei versichert. Das gilt allerdings nur, solange Sie keine beitragspflichtigen Einnahmen haben und nicht aktiv studieren. In der Rentenversicherung werden für jedes Kind 3 Jahre als Zeiten der Pflichtversicherung angerechnet. Diese Zeiten können Mutter und Vater unter sich aufteilen (§ 56 SGB VI). Es entstehen Ansprüche, als wären Beiträge für ein Durchschnittseinkommen eingezahlt worden. Wird während der Erziehungszeit eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt, werden diese Beitragszeiten zusätzlich auf die Rente angerechnet (allerdings maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze).

Informationen:

Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung: „Geringfügige Beschäftigung und Beschäftigung in der Gleitzone " zu beziehen über www.bmas.de.

Das Hessische Gleichstellungsgesetz (HGLG) enthält entsprechende Regelungen für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Es verpflichtet seit dem 01.01.2007 die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, familienfreundliche Arbeitszeiten zu ermöglichen.

Dazu gehört auch die Möglichkeit, einen Teil der Arbeitszeit im Rahmen einer Vereinbarung über Telearbeit zu Hause zu erbringen, wenn der Charakter der Arbeit dies zulässt.

Kernstück des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverhältnisse ist ein Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit. Danach haben Arbeitnehmende unter bestimmen Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf Verkürzung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Dies ist der Fall, wenn das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate besteht und der Arbeitgebende mehr als 15 Arbeitnehmende (ohne Auszubildende) beschäftigt.

Der Arbeitgebende kann den Antrag nur aus betrieblichen Gründen ablehnen. Möchten Arbeitnehmende die Arbeitszeit verlängern, besteht darauf nach dem Gesetz zwar kein unmittelbarer Anspruch, jedoch müssen Beschäftigte, die eine Verlängerung ihrer Arbeitszeit wünschen, bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt werden, wenn entsprechende Arbeitsplätze besetzt werden. Des Weiteren wurde ein Benachteiligungs- und Diskriminierungsverbot von Teilzeitbeschäftigten in das Gesetz aufgenommen.

Teilzeitbeschäftigte dürfen danach nicht schlechter gestellt werden als Vollzeitbeschäftigte. Obwohl nicht explizit in den Wortlaut des Gesetzes aufgenommen, sollen dadurch auch die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden.

Ein Mini-Job, also eine nicht versicherungspflichtige „geringfügige Beschäftigung“ liegt dann vor, wenn das Arbeitsentgelt im Monat 450 Euro nicht übersteigt oder die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage beschränkt ist. Für die Beurteilung der Sozialversicherungspflicht sind mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse zusammenzurechnen. Sie dürfen innerhalb eines Monats nicht mehr als 450 Euro, innerhalb eines Jahres nicht mehr als 4.800 Euro verdienen.

Sofern der Monatsverdienst in der Summe unterhalb von 450 Euro bleibt, sind sie für Arbeitnehmende abgabenfrei. Arbeitgeber haben pauschal Versicherungsbeiträge in Höhe von 28 % zu zahlen (an die Rentenversicherung 15 %, an die Krankenversicherung 13 %) und müssen die Mini-Jobs mit 2 % pauschal versteuern. Niedrigere Sätze gelten für Beschäftigte in Privathaushalten. Studierende, die nur während der Semesterferien (also längstens 2 Monate im Jahr) mehr als 450 Euro verdienen, gelten trotzdem als „geringfügig beschäftigt“, wenn sie nicht im Rest des Jahres andere „geringfügige Beschäftigungen“ ausüben (denn dann werden diese addiert). Für die Midi-Jobs (auch: Job im Niedriglohnbereich) wurde im Niedriglohnbereich von 401 bis 800 Euro/Monat eine Gleitzone eingerichtet, in der Arbeitnehmende nur einen ermäßigten Sozialversicherungsbeitrag zahlen.

Die Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte setzen künftig bei Überschreiten der 400 Euro-Grenze mit 4 % vermindert ein und erreichen bei 800 Euro den vollen Beitragssatz in Höhe von 21 %. Arbeitnehmende dürfen ihren Rentenversicherungsbeitrag freiwillig auf den vollen Betrag aufstocken, was allerdings nur Sinn macht, wenn sich die erwartetet Rente entsprechend erhöht. Arbeitgeber zahlen für Midi-Jobs den üblichen Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von 21 %. Für Midi-Jobs muss Lohnsteuer abgeführt werden.

Die Rückerstattung der Steuer kann im Wege des Lohnsteuerjahresabgleichs beantragt werden. Für Praktikanten/-innen und Auszubildende, die weniger als 400 Euro im Monat erhalten, zahlen die Arbeitgeber/-innen nach anderen Bestimmungen. Während verpflichtender studienbegleitender Praktika besteht – unabhängig von der Höhe eines etwaigen Verdienstes – keine Versicherungspflicht.

www.minijob-zentrale.de

Regelungen zur Erwerbstätigkeit

Unabhängig von der Art Ihres Arbeitsverhältnisses gelten für Frauen in der Schwangerschaft und nach der Geburt besondere gesetzliche Schutzregelungen. Des Weiteren kennt das Arbeitsrecht besondere Freistellungsregelungen für Personen, die ein Kind betreuen.

Zu den Arbeitsverhältnissen zählen sowohl Vollzeit als auch alle Formen der Teilzeitbeschäftigungen, also auch geringfügige Beschäftigungen oder sogenannte Aushilfstätigkeiten (Mini- oder Midijobs - s.u.)

  • Die Rechte über den Mutterschutz, Elternzeit, Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, Urlaubsansprüche und Ansprüche auf Absenkung oder Anhebung der Arbeitszeit gelten bei allen Beschäftigungsverhältnissen – auch wenn sich diese Rechte in der Praxis gerade bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zum Teil nur schwer durchsetzen lassen, insbesondere wenn es keine schriftlichen Vereinbarungen über die Arbeitszeit und die Vergütung gibt.
  • Beschäftigte der Frankfurt University of Applied Sciences bekommen eine Stunde pro Monat, pro Kind auf ihr Arbeitszeitkonto angerechnet.
  • Praktika als Bestandteil der Hochschulausbildung sind keine Arbeitsverhältnisse, die Vorschriften über den Mutterschutz sind allerdings trotzdem einzuhalten.
Weitere Informationen zur Erwerbstätigkeit mit Kindern:

Sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin müssen werdende Mütter von der Arbeit freigestellt werden. In dieser Zeit dürfen Sie nur beschäftigt werden, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen.

In den acht Wochen nach der Entbindung darf der/die Arbeitgeber/-in Sie auf keinen Fall beschäftigen. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Mutterschutzfrist auf 12 Wochen nach der Entbindung. Werdende oder stillende Mütter dürfen während der Schwangerschaft und der Stillzeit bestimmte Tätigkeiten nicht ausüben.

Im Mutterschutzgesetz sind konkrete Beschäftigungsverbote genannt, durch die die Mutter und vor allem auch der Embryo oder Säugling vor Gesundheitsgefahren geschützt werden soll. Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung besteht ein gesetzliches Kündigungsverbot. Befristete Beschäftigungsverhältnisse enden allerdings mit Ablauf der Frist. Der Kündigungsschutz verlängert sich, wenn Sie im Anschluss Elternzeit in Anspruch nehmen.

Kündigungen sind nur aus wichtigem Grund mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde zulässig. Studierende können für die Dauer des Mutterschutzes (also 6 Wochen vor und acht oder zwölf Wochen nach der Geburt) eine Beurlaubung beantragen. Dies gilt auch für die Zeit, in der Prüfungsleistungen erbracht werden (s.o. Kap. II). Nähere Auskünfte erhalten Sie beim Studienbüro bzw. dem für Sie zuständigen Prüfungsamt.

Mitarbeitende wenden sich bitte an die zuständigen Sachbearbeiter in der Personalabteilung.

Bei Krankheit Ihres Kindes, das noch nicht 12 Jahre alt ist, können Sie für 10 Tage im Jahr (Alleinerziehende 20 Tage) Kinderkrankengeld beziehen, sofern Sie in dieser Zeit keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung haben (§ 45 SGB V) und das Kind auf Ihre Pflege angewiesen ist.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei Krankheit der Mutter / des Vaters die Kosten der Krankenpflege zu Hause, wenn dadurch ein Krankenhausaufenthalt – zum Beispiel mit Rücksicht auf das Kind – vermieden werden soll. Voraussetzung ist, dass dies keine im Haushalt lebende Person leisten kann.

Außerdem haben Sie in diesen Fällen Anspruch auf Zahlung einer Haushaltshilfe, wenn Sie ein Kind unter 12 Jahren oder ein behindertes Kind betreuen und keine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann. Die Vergütung für eine nah verwandte Person wird nicht übernommen, wohl aber Fahrkosten und evtl. Verdienstausfall.

Für die Pflegekraft und die Haushaltshilfe ist je Kalendertag eine Zuzahlung von 10 % der Kosten, mindestens aber 5 und höchstens 10 Euro zu leisten. Die zuständige Krankenkasse benötigt eine ärztliche Bescheinigung über Grund und Umfang der Leistungen der Pflegekraft bzw. der Haushaltshilfe. Ihr Kind ist in Ihrer Krankenkasse beitragsfrei mitversichert, wenn Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind.

Dies gilt nicht, wenn der Ehepartner gut verdient und nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist. Das Kind muss dann privat versichert werden. Die Krankenkasse zahlt zur Verhütung von Krankheiten durch Überlastung Mütter-Kind-Kuren oder Vater-Kind-Kuren (§§ 24 und 41 SGB V). Die Vermittlung dieser Kuren sowie eine Vor- und Nachbetreuung erfolgt über freie Träger (Müttergenesungswerk) und die Sozialrathäuser. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenversicherung und beim Jugendamt.

Einkommensunterstützung

Einkommensunterstützung für Familien

Wenn Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bringen sind, wird es oft anstregend. Um Ihnen eine Unterstützung bei diesem Spagat zu sein, hat der Staat für Eltern verschiedene Fördergelder zur Verfügung gestellt. Wir möchten Sie über Ihre Optionen und die damit verbundenen Voraussetzungen informieren, damit Sie und Ihre Kinder bestmöglich von der staatlichen Förderung profitieren.

Voraussetzungen

Kindergeld erhalten Eltern unabhängig von der Höhe ihres Einkommens. Es wird entweder über den Arbeitgeber bei der Berechnung der Lohnsteuer gutgeschrieben oder auf Antrag über die Agentur für Arbeit ausgezahlt. Für Kinder über 18 Jahre wird Kindergeld nicht gezahlt, wenn deren eigene Einkünfte 7.680 Euro (netto) im Kalenderjahr überschreiten.

Ausländische Studierende aus Ländern außerhalb der EU/EWR erhalten in der Regel dann kein Kindergeld für sich selbst oder ihr Kind, wenn sie für das Studium eingereist sind und deshalb eine Aufenthaltserlaubnis ausschließlich zum Zweck des Studiums haben. Weitere Ausschlüsse gibt es u.a. für Personen aus dem Ausland, die als Flüchtlinge keinen gesicherten Aufenthaltstitel haben, jedenfalls dann, wenn sie noch nicht 5 Jahre in Deutschland leben. Es bestehen aber für Angehörige einiger Länder Sonderregelungen, sodass Sie sich in jedem Fall bei der Familienkasse erkundigen sollten.

Dauer

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld für alle Kinder gezahlt, darüber hinaus nur unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen. Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres wird an die Eltern oder an das „Kind“ gezahlt, solange es sich z.B. in einer Berufsausbildung bzw. im Studium befindet oder erwerbsunfähig ist.

Wird die Ausbildung wegen Erkrankung oder Mutterschaft nur vorübergehend unterbrochen, wird das Kindergeld grundsätzlich weitergezahlt, nicht jedoch während der Elternzeit. Allerdings könnte es sich lohnen, in einem solchen Fall mit Hilfe eines Steuerbüros eine Ausnahme durchzusetzen, wenn das Studium tatsächlich fortgeführt wird. Achtung diese Seite ist zur Zeit in Bearbeitung!

Auskünfte und Antragstellung

Familienkasse Frankfurt a.M.
Agentur für Arbeit Frankfurt am Main
Fischerfeldstraße 10-12
60311 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)800 4555530 Information allgemein kostenfreie Telefonnummer
Tel.: +49 (0)800 4555533 Zahlungstermine Kindergeld kostenfreie Telefonnummer
Tel.: +49 (0)800 4555510 Forderungseinzug/Kasse kostenfreie Telefonnummer

Weitere Informationen

www.familienkasse.de (dort Inhalt, Service, Geldleistungen)

Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) ist am 01.01.2001 in Kraft getreten und hat das Bundeserziehungsgesetz abgelöst.

Voraussetzungen: Das Elterngeld hilft allen Eltern, die sich im ersten Lebensjahr des Neugeborenen vorrangig der Betreuung ihres Kindes widmen wollen, bei der Sicherung ihrer Lebenslage. Zuständig für die Leistungen nach dem BEEG sind die Elterngeldstellen bei den Hessischen Ämtern für Versorgung und Soziales. Sie können Elterngeld erhalten, wenn Sie ein Kind in ihrem Haushalt selbst erziehen und betreuen und keine volle Erwerbstätigkeit ausüben. Bis zu 30 Stunden in der Woche dürfen Sie erwerbstätig sein, ohne den Anspruch auf das Erziehungsgeld zu verlieren. Studierende erhalten Elterngeld, unabhängig davon, ob sie ihr Studium unterbrechen oder nicht.

Ausländische Studierende aus Ländern außerhalb der Europäischen Union erhalten dann kein Erziehungsgeld für sich selbst oder ihr Kind, wenn sie für das Studium eingereist sind und deshalb eine Aufenthaltserlaubnis ausschließlich zum Zweck des Studiums haben. Weitere Ausschlüsse gibt es u.a. für Personen aus dem Ausland, die als Flüchtlinge keinen gesicherten Aufenthaltstitel haben.

Wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, beträgt das Elterngeld monatlich 300 Euro (Mindestbetrag) und kann bis zu einem Monatsbetrag von 1800 Euro (Höchstbetrag) gezahlt werden. Grundlage für die Berechnung des Elterngeldes ist das durchschnittliche Erwerbseinkommen aus den zwölf maßgeblichen Monaten vor der Geburt des Kindes. Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung sind 67 % des Einkommens. Ist das (netto) Erwerbseinkommen vor der Geburt des Kindes niedriger als monatlich 1000 Euro, wird der Prozentsatz angehoben.

Das Elterngeld kann vom Tag der Geburt des Kindes längstens bis zur Vollendung des 14. Lebensmonates bezogen werden. Erfüllen beide Eltern die Anspruchsvoraussetzungen, müssen sie entscheiden, für welche Monate Elterngeld bezogen werden und welcher Elternteil anspruchsberechtigt sein soll. Eltern haben auch die Möglichkeit gleichzeitig Elterngeld zu beziehen (Partnermonate). Auf Antrag kann der Auszahlungszeitraum verlängert werden. Die Verlängerung des Auszahlungszeitraumes führt zu einer Halbierung des pro Monat zustehenden Betrages, allerdings verlängert sich damit die beitragsfreie Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung. Alleinerziehende haben Anspruch auf 14 Monatsbeiträge,

  • wenn sie und das Kind zusammen mit dem anderen Elternteil des Kindes nicht mehr in einer gemeinsamen Wohnung leben
  • wenn ihnen die elterliche Sorge oder zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht allein zusteht (nachweislich).
Hessisches Amt für die Versorgung und Soziales

Hessisches Amt für Versorgung und Soziales - Versorgungsamt
Walter-Möller-Platz 1
60439 Frankfurt am Main
Tel.: +49 (0)69 15671 Zentrale
post(at)havs-fra.hessen.remove-this.de

Bezieherinnen und Bezieher von Elterngeld und Eltern in der Elternzeit bleiben in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei weiter versichert, wenn sie vorher Pflichtmitglieder waren. Die Beitragsfreiheit gilt nur für das Elterngeld; sie erstreckt sich jedoch nicht auf weitere beitragspflichtige Einnahmen. Wird also während des Bezuges von Elterngeld eine über der Geringfügigkeitsgrenze liegende versicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung ausgeübt, sind Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen. Auch pflichtversicherte Studierende haben während des Elterngeldbezuges Beiträge zu entrichten, wenn sie immatrikuliert bleiben.

Weitere Informationen:

www.soziales.hessen.de
www.familienatlas.de
www.bmfsfj.de

Pflegende Angehörige

Die Pflege eines Angehörigen betrifft viele Menschen irgendwann im Laufe ihres Lebens. Häufig pflegen Kinder ihre Eltern und Schwiegereltern, aber auch der Partner oder die Partnerin, Kinder oder andere Familienmitglieder können pflegebedürftig werden.

Pflegebedürftigkeit tritt in den meisten Fällen unerwartet und plötzlich ein. Neben den körperlichen und seelischen Belastungen treten oft organisatorische Probleme auf, die von den pflegenden Angehörigen gelöst werden müssen.

Mit den folgenden Seiten möchte das Familienbüro dazu beitragen, Sie bei der Vereinbarkeit von familiärer Verantwortung und Beruf zu unterstützen. Zusätzlich zu den hier bereitgestellten Informationen, haben wir für Sie auch eine "Erstinformationsbox", mit Broschüren zum Thema Pflege, zusammengestellt, die Sie im Familienbüro erhalten können.

In Zusammenarbeit mit den hessischen Hochschulen ist ein Pflegeleitfaden entsanden. Dieser Pflegeleitfaden besteht aus zwei Teilen. Neben einem theoretischen Teil, der die grundlegenden gesetzlichen und finanziellen Fragen behandelt (PDF), die in einer Pflegesituation auftauchen, gibt es für die einzelnen Hochschulstandorte jeweils einen Regionalteil (PDF), der die zentralen Beratungs- und Anlaufstellen vor Ort auflistet. 

Wichtige Informationen zum Thema:

Pflegebedürftigkeit

Um Sie bei der Organisation der Pflege zu unterstützen, möchten wir Ihnen diesen Ratgeber an die Hand geben. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen bei der Pflege offen stehen, welche Leistungen Sie beantragen können und Unterstützungen geboten werden. 

Wenn Angehörige bei den alltäglichen Dingen im erheblichen Maße dauerhaft Hilfe brauchen, sollten sich Betroffene zunächst Rat bei einem Sozialdienst eines Krankenhauses, einer Seniorenberatungsstelle, einem Pflegestützpunkt oder Ihrer Pflegekasse einholen.

Sie geben Auskunft über gesundheitsrelevante, sozialpflegerische und psychosoziale Angebote und vermitteln benötigte Hilfen.

Als pflegebedürftig gelten Menschen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung die Verrichtung des täglichen Lebens voraussichtlich für mindestens sechs Monate nicht ohne Hilfe durchführen können. Unter Verrichtung des täglichen Lebens sind die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung zu verstehen.

Der Antrag auf Pflegeleistungen muss bei der Pflegekasse gestellt werden. Versicherte erhalten die Leistungen der Kranken- bzw. Pflegeversicherungen grundsätzlich nur auf Antrag. Der Antrag auf Pflegeversicherungsleistungen ist von dem Versicherten, seinem Bevollmächtigten oder seinem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Ist keine Vollmacht vorhanden und die oder der Pflegebedürftige kann nicht selbst unterschreiben, muss beim Amtsgericht ein Eilantrag auf Betreuung gestellt werden.

Nach Antragstellung bei der Pflegekasse, beauftragt diese den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit der Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Der Gutachter des MDK – in der Regel ein Arzt oder Pfleger - ermittelt den Hilfebedarf des Angehörigen für die persönliche Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) sowie die hauswirtschaftliche Versorgung. Entsprechend dem Umfang des Hilfebedarfs werden die Pflegebedürftigen einer von drei Pflegestufen zugeordnet.

Mehr zu Pflegestufen

Die Leistungen der Pflegekasse hängen sowohl von der Pflegestufe, als auch davon ab, ob eine Pflege zu Hause (ambulant) oder stationär erfolgt, und können sowohl in Form von Sachleistungen (Pflegesachleistung) wie auch Geldleistungen (Pflegegeld) erbracht werden. Eine Kombination beider Varianten ist ebenfalls möglich.

Pflegesachleistungen sind häusliche Pflegehilfen der Pflegekassen, welche von ambulanten Pflegeeinrichtungen erbracht werden.

Sachleistung bedeutet, dass die Pflegekasse die Leistung nicht in Form einer Geldzahlung erbringt, damit der Versicherte davon selbst die Pflege bezahlt, sondern dass die Pflegekasse eine Pflegeeinrichtung durch einen Versorgungsvertrag damit beauftragt, die Pflegehilfe zu erbringen.

Pflegesachleistungen der Pflegeversicherung sind Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung (§ 36 SGB XI).

Die Pflegekasse zahlt für die vom ambulanten Pflegedienst erbrachten Pflegesachleistungen ab dem 01.01.2013 einen monatlichen Gesamtbetrag von bis zu:

  • Pflegestufe 0: 225 Euro (demenziell erkrankte)
  • Pflegestufe I: 450 Euro (ohne Demenz) 665 Euro (mit Demenz)
  • Pflegestufe II: 1.100 Euro (ohne Demenz) 1.250 Euro (mit Demenz)
  • Pflegestufe III: 1.500 Euro (ohne Demenz) 1.550 Euro (mit Demenz)
  • Pflegstufe III Härtefallregelung: 1918 Euro

Pflegebedürftige können die Zahlung eines Pflegegeldes beantragen. In diesem Fall müssen sie in geeigneter Weise selbst die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung sicherstellen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Pflege durch Familienangehörige oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe erfolgt.

Das Pflegegeld variiert je nach Pflegestufe. Ab dem 01.01.2013 gilt monatlich folgender Betrag:

  • Pflegestufe 0: 120  Euro (demenziell erkrankte)
  • Pflegestufe I: 235 Euro (ohne Demenz) 305 Euro (mit Demenz)
  • Pflegestufe II: 440 Euro (ohne Demenz) 525 Euro (mit Demenz)
  • Pflegestufe III: 700 Euro (mit und ohne Demenz)

Pflegegeld und Pflegesachleistungen können miteinander kombiniert werden. Wird die Pflegeperson z. B. von einer Angehörigen gepflegt und werden gleichzeitig aber durch einen ambulanten Dienst bestimmte Pflegsachleistungen erbracht, haben Sie Anspruch auf den Rest des Pflegegeldes, das durch die Pflegesachleistungen nicht aufgebraucht wurde.

Weitere Informationen erhalten Sie bei einem Pflegestützpunkt oder der Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse, aber auch das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit steht Ihnen zur Verfügung.

Bürgertelefon zur Pflegeversicherung

+49 30 340 60 66 - 02

In der Kurzzeitpflege wird ein pflegebedürftiger Mensch vollstationär für einen begrenzten Zeitraum in einem Pflege- oder Seniorenheim aufgenommen. Der Anspruch kann in Krisensituationen oder zur Überganszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung geltend gemacht werden und ist auf 4 Wochen (28 Tage) pro Kalenderjahr begrenzt. Der versicherte Pflegebedürftige muss mindestens die Pflegestufe I besitzen.

Kosten

Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen den Gesamtbetrag von 1550 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen. Die Pflegekasse zahlt den Leistungsbetrag unmittelbar an den Leistungsträger der Einrichtung.

Die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege erfordert eine sogenannte Vorauspflege. Das heißt, der Pflegebedürftige muss bereits mindestens 6 Monate durch eine Pflegeperson in seiner häuslichen Umgebung gepflegt worden sein.

Diese Frist entfällt bei der Kurzzeitpflege. Sie kann in Anspruch genommen werden, sobald der Pflegebedürftige eine Pflegestufe erhält. Dies kann, innerhalb einer Woche, auch rückwirkend geschehen. Die Verhinderungspflege wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Die Inanspruchnahme von Verhinderungspflege wird nicht auf den Anspruch von Kurzzeitpflege angerechnet!

Wenn der kalenderjährliche Anspruch auf Verhinderungspflege zur Abdeckung des Urlaubs der Pflegeperson vollständig in Anspruch genommen wurde, kann die Kurzzeitpflege zum Zuge kommen.

Einen Angehörigen zu pflegen ist sehr anstrengend und die Pflegepersonen sind oft überlastet, erschöpft und selbst gesundheitlich angegriffen oder gefährdet. Die körperliche Belastung durch das Heben und Stützen ist groß, das seelische Gleichgewicht durch die ständige Anspannung und Verantwortung oft auch durch Schlafmangel sehr angegriffen. Pflegende Angehörige müssen auf sich achtgeben!

Die Pflegekassen bieten  Schulungen für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen an. Die Pflegekurse sind nach § 45, SGB XI kostenfrei. Hierzu informieren Sie sich am besten bei Ihrer Pflegekasse, die Ihnen eine Adressliste von Anbietern zur Verfügung stellen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Pflegekasse die Kosten der Betreuung für die Pflegeperson während des Kursbesuches übernimmt. Wenn der Pflegebedürftige in einer Pflegestufe eingestuft wurde, so gibt es die sogenannte Verhinderungspflege, die direkt mit der Pflegekasse abgerechnet wird.

Pflegekurse werden unter anderen angeboten von:

DAK
AOK

Das Entlassungsmanagement beschreibt die Abläufe in einer Klinik, wenn ein Patient entweder nach Hause, in ein Pflegeheim, in eine Anschlussheilbehandlung, zur Rehabilitation oder an einen ambulanten Dienst entlassen wird. Bestandteile der Entlassungsplanung sind die Erfassung des individuellen Risikos für ein nachstationäres Versorgungsdefizit, die Beratung des Betroffenen sowie seiner Angehörigen, die Kooperation mit den übernehmenden Einrichtungen und Diensten, aber auch die Entwicklung einer durchdachten Einschätzung  und Dokumentation des zu erwartenden Pflege- und Betreuungsaufwandes.

Damit soll ein Bruch in der Pflege und Betreuung mit nicht zu unterschätzenden Folgen für die Betroffenen vermieden werden und eine Kontinuität in der Pflege von einer Einrichtung zur nächsten gewährleistet werden.

Hilfen für die Pflege Leitlinien AWMF

Arbeitszeitgestaltung

„Nahe Angehörige“ im Sinne des Gesetzes

Als nahe Angehörige gelten:

  • Großeltern, Eltern, Schwiegereltern,
  • Ehegatten, Lebenspartner/-innen, Partner/-innen einer eheähnlichen Gemeinschaft, Geschwister,
  • die Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten/der Ehegattin oder des Lebenspartners/der Lebenspartnerin, Schwiegerkinder und Enkelkinder

Mit dem Familienpflegzeitgesetz, das seit Beginn des neuen Jahres in Kraft getreten ist, haben Berufstätige die Möglichkeit ihre Arbeitszeit zugunsten der Pflege eines nahen Angehörigen zu reduzieren, ohne große finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Die Familienpflegezeit sieht vor, dass Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren. Das Gehalt reduziert sich nur um die Hälfte der Arbeitszeitreduktion. Wenn beispielsweise Vollzeitbeschäftigte ihre Arbeitszeit von 100 auf 50 Prozent verringern, um Angehörige zu pflegen, erhalten sie ein Gehalt von 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich müssen sie später wieder voll arbeiten, bekommen dann aber weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts – so lange, bis der Vorschuss nachgearbeitet ist. Während der Familienpflegezeit besteht ein besonderer Kündigungsschutz.

Die Familienpflegezeit wird als individuelle Vereinbarung zwischen Arbeitnehmende und Arbeitgebende geregelt. Ein Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit besteht nicht.

Beschäftigte, die die Familienpflegezeit in Anspruch nehmen möchten, benötigen die Zustimmung ihres Arbeitgebers. Ist dieser einverstanden, bedarf es einer schriftlichen Vereinbarung, die Informationen über den Umfang der Arbeitszeit vor und während der Familienpflegezeit, Beginn und Dauer der Familienpflegezeit, die Rückkehr zur „alten“ Wochenarbeitszeit sowie zur Aufstockung des Gehalts und zum späteren Ausgleich beinhalten muss. Der alte Arbeitsumfang ist nach dem vereinbarten Ende der Familienpflegezeit wieder aufzunehmen, aber auch dann, wenn die Pflege vorher endet, beispielsweise wegen Tod der zu pflegenden Angehörigen. Bei befristet Beschäftigten und Auszubildenden ist zudem darauf zu achten, dass die Familienpflegezeit höchstens für die Hälfte der verbleibenden Laufzeit des Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsverhältnisses vereinbart wird, damit der Gehaltsvorschuss noch während der Restlaufzeit des Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnisses ausgeglichen werden kann.

Die Beschäftigten müssen weiterhin nachweisen, dass ihre nahen Angehörigen tatsächlich pflegebedürftig sind. Eine entsprechende Bescheinigung stellt die Pflegekasse oder der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) aus. Um die Risiken von Berufsunfähigkeit oder Tod abzudecken, muss für die Nutzung der Familienpflegezeit eine Versicherung abgeschlossen werden.

Mehr zum Familienpflegzeitgesetz (PDF)

Zur längeren Pflege von nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung können sich Beschäftigte bis zu sechs Monate ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen. Dies ist dem Arbeitgeber spätestens zehn Tage vor Beginn der Pflegezeit anzukündigen, gleichzeitig ist zu erklären, für welchen Zeitraum und in welchem Umfang eine Freistellung in Anspruch genommen werden soll. Die Pflegebedürftigkeit (mind. Pflegestufe 1) ist durch eine Bescheinigung nachzuweisen. Während der Pflegezeit bekommen die Beschäftigen kein Gehalt, sind aber weiterhin sozialversichert und haben Sonderkündigungsschutz. Die Regelung gilt nur für Betriebe mit mindestens 15 Beschäftigten. Die Pflegezeit entlastet Berufstätige vor allem in Phasen, in denen pflegebedürftige Angehörige in besonderer Weise Unterstützung benötigen – in akuten Pflegesituationen, nach einem Unfall oder auch in den letzten Wochen und Monaten des Lebens.

Mehr zum Pflegezeitgesetz (PDF)

Alternierende Telearbeit versteht sich als ein Element  flexiblerer Arbeitszeitmodelle an der Frankfurt UAS. Sie ermöglicht den Beschäftigten neue Spielräume hinsichtlich der Gestaltung ihrer Arbeitszeit und -organisation und trägt somit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei.

Grundsätzlich gilt, dass alternierende Telearbeit immer dann möglich ist, wenn sie mit dienstlichen Interessen vereinbar ist und die sonstigen Voraussetzungen gegeben sind, es besteht kein Rechtsanspruch der Beschäftigten auf Telearbeit.

Die Teilnahme an der alternierenden Telearbeit beruht auf freiwilliger Basis und setzt einen Antrag des Beschäftigten voraus. Geeignet für alternierende Telearbeit sind in der Regel Tätigkeiten die eigenständig durchzuführen sind und konkrete, messbare Ergebnisse haben. Ein Zugriff vom häuslichen Arbeitsplatz zu den von der Frankfurt UAS betriebenen SAP- und HIS-Systemen ist nicht möglich.

Als Teilnahmevoraussetzung gilt, dass Beschäftigte mit mindestens der Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit beschäftigt sind und mindestens sechs Monate der Landesverwaltung angehören müssen.

Die wöchentliche Arbeitszeit alternierender Telearbeit verteilt sich in der Regel zur je 50 % auf die häusliche Arbeitsstätte und auf die behördliche Arbeitsstätte. Die häusliche Arbeitsstätte muss sich in einem Raum befinden, der für einen dauernden Aufenthalt zugelassen und vorgesehen sowie für die Aufgabenerledigung unter Berücksichtigung der allgemeinen Arbeitsplatzanforderungen geeignet ist. Die allgemeinen Arbeitsplatzvoraussetzungen der häuslichen Arbeitsstätte werden durch einen Beauftragten der Frankfurt UAS geprüft.

Mehr hierzu finden Sie unter:

Dienstvereinbarung zur Umsetzung alternierender Telearbeit an der Frankfurt UAS (PDF)
Staatsanzeiger für das Land Hessen (PDF)

Werden nahe Angehörige plötzlich pflegebedürftig, muss man schnell reagieren. In diesem Fall haben Beschäftigte das Recht, der Arbeit bis zu zehn Arbeitstage fernzubleiben, um die Versorgung von Pflegebedürftigen sicherzustellen und/oder Hilfe zu organisieren. Die Arbeitsverhinderung muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden, als Nachweis genügt eine ärztliche Bescheinigung. Diese Regelung gilt auch für kleine Betriebe, unabhängig von der Zahl der Beschäftigten. Für die kurzfristige Arbeitsverhinderung besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Gemäß § 29 Abs. 1 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder besteht nur bei schwerer Erkankung (hierzu zählt auch eine akute Pflegebedürftigkeit) eines Anghehörigen, der im selben Haushalt wohnt, ein Anspruch auf 1 Tag bezahlte Arbeitsfreistellung je Kalenderjahr.

Mit der Einführung des Arbeitszeitkontenmodells zum 01.09.2011 wurde eine wichtige Grundlage für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und  Familie und somit auch für die Pflege von Angehörigen geschaffen. Sie erleichtert es betroffenen Beschäftigten, ihre Arbeit mit den eher unflexiblen Pflegeaufgaben zu koordinieren. Beschäftigte, die Angehörige pflegen, bekommen gegen Nachweis auf ihr Arbeitszeitkonto, eine Stunde pro Monat angerechnet.

Darüber hinaus haben Beschäftigte mehrere Möglichkeiten kurzfristig oder längerfristig auf unterschiedliche Pflegesituationen zu reagieren.

„Heißer Draht für pflegende Angehörige” Caritasverband Frankfurt e.V.

Pflegende Angehörige, die zuhause einen kranken Menschen betreuen, werden oft bis an ihre Grenzen gefordert. Deshalb haben wir unsere Unterstützung für die Betroffenen deutlich verbessert: Der Heiße Draht, das Telefon für pflegende Angehörige, ist nun bei allen Fragen und Problemen rund um die Pflege die richtige Anlaufstelle.

Unter der Nummer +49 69 95524911 können pflegende Angehörige montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr Informationen einholen, über Sorgen und Ängste sprechen und bei Konflikten Hilfe suchen.

Zusätzlich bietet der Caritasverband eine Online-Beratung zum Thema "Leben im Alter" an.

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V.

Thomas-Mann-Str. 2-4
53111 Bonn
Tel.: +49 228 2499930
www.bagso.de

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Mohrenstr. 37
10117 Berlin
Tel.: +49 1888 5800
www.bmjv.de

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Hessen e.V.

Auf der Körnerwiese 5
60322 Frankfurt
Tel.: +49 69 9552620
www.paritaet-hessen.org

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Friedrichstr. 236
10969 Berlin
Tel.: +49 30 2593-7950

Alzheimer Telefon
Tel.: 030 259379514

Beratungszeiten:
Montag bis Donnerstag
9.00-18.00 Uhr
Freitag
9.00-15.00 Uhr
Beratung in türkischer Sprache: Mittwoch, 10.00-12.00 Uhr
www.deutsche-alzheimer.de
Broschüren:

„Ratgeber, Recht und Finanzen”
„Leitfaden zur Pflegeversicherung”

Die Pflegeversicherung – Bürgertelefon
Tel.: +49 800 1919190

Hirnliga e.V.
Kuratorium der Hirnliga e.V.

Postfach 1366
51657 Wiehl
Tel.: +49 2262 999 9917
Beratungszeiten: Mo-Fr. 8.30 - 12.30 Uhr
www.hirnliga.de
Ratgeber: „Mit neuem Mut Demenzkranke betreuen – Ein Leitfaden für Angehörige”

Verbraucherzentrale Hessen
Tel.: +49 69 972010900
www.verbraucherzentrale-hessen.de
Seniorentelefon der Stadt Frankfurt

Tel.: +49 69 21237070
Montag bis Freitag 
9.00-17.30 Uhr

DEMenz-Betreuung & eine Selbsthilfegruppe für Angehörige Angebot des Sozialverbands VDK

Tel.: +49 69 435081

Kontakt

Dipl.-Päd. Birgit WideraID: 2357
letzte Änderung: 06.11.2019