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Verfahrenstechnisches Technikum

Das Verfahrenstechnische Technikum wird von den Studierenden der Bioverfahrenstechnik des 4. bis 6. Semesters besucht. Es beinhaltet Versuchsstände der Mechanischen Verfahrenstechnik und Thermischen Verfahrenstechnik im Miniplant-Maßstab.

Mischen: Rührerversuchsstand, Doppelkonusmischer, Trommelmischer

Filtrieren: Rahmenfilterpresse

Förderung: Pumpenprüfstand, Schwingförderrinne, Gasförderanlage

Zerkleinerung: Backenbrecher, Hammermühle, Kugelmühle

Trennen: Hydrozyklon

Analytik: Probenteiler, Laserpartikel-Messgerät, Siebmaschine, Staubmessanlage

Stoffübertragung: Füllkörper-Rektifikation, Dünnschichtverdampfer, Glockenboden-Rektifikation, Adsorptionsanlage, Absorptionskolonne, Flüssig-Flüssig-Extraktion

Trocknung: Trockenkanal, Vakuum-Schaufeltrockner, Sprühtrockner.

Wärmeübertragung: Kälteanlage, Doppelrohr- und Platten-Wärmeübertrager, Wirbelschicht, Zwei-Phasen-Wärmeübertrager

Produktcharakterisierung: Trockenwaage, DSC, Schmelz- und Verklebungspunkt, Adsorptionsisothermen, Adsorptionszonen

In der Laborveranstaltung  werden Grundlagen der Unit Operations der  "Mechanische Verfahrenstechnik" vermittelt.

  • Ein Rührerversuchsstand zum Suspendieren von Feststoffteilchen, deren Verteilung mit Hilfe einer Leitfähigkeitsmessung bestimmt wird. Die Messgeräte an diesem Arbeitsplatz sind direkt mit einem Rechner verbunden, um die Messwerte kontinuierlich erfassen zu können. Es stehen verschiedene Rührorgane zur Verfügung.
  • Eine Rahmenfilterpresse mit 0,3 m2 Filterfläche mit einer aufschlagbaren Druckdifferenz von maximal 2 bar ist für Filtrationsversuche an unterschiedlichen Suspensionen vorgesehen.
  • Ein durchsichtiger Doppelkonusmischer und ein Trommelmischer werden am Mischerversuchsstand für das Feststoffmischen eingesetzt. Der Versuchsstand ist mit einem Frequenzumrichter ausgerüstet zur stufenlosen Einstellung der Drehzahl. Ein Zählwerk gibt die Anzahl der Umdrehungen an, die für die Mischgüte entscheidend ist.
  • Am Versuchsstand Flüssigkeitsförderung werden bei unterschiedlichen Drehzahlen einer stufenlos einstellbaren zweistufigen Kreiselpumpe Diagramme über die Leistungsaufnahme, Volumenstrom, Förderhöhe und den Wirkungsgrad erstellt.
  • Die Feststoffförderung erfolgt am Praktikumsversuchsstand einer mit Schwungmassen angetriebenen Schwingförderrinne. Die Zufuhr des Feststoffs erfolgt über einen Vorratsbehälter, der mit einer Dosierschnecke ausgerüstet ist. Im Versuch wird der Massenstrom und die Guthöhe in der Förderrinne bestimmt.
  • Technikumsausführungen von einem Backenbrecher, einer Hammermühle und einer Kugelmühle stehen für die Zerkleinerung mittelharter bis harter Materialien zur Verfügung. Zur Kornanalyse ist der Versuchsstand mit Probenteilungsgeräten und einem Siebsatz mit Maschenweiten von 8 mm bis 32 mm ausgestattet. Zur Bestimmung der Massen pro Sieb sind Präzisionswaagen, die auf 10 mg genau wiegen, aufgestellt.
  • Mit einer hydraulisch angetriebenen Presse werden Presskräfte bis 60 kN erzielt. Die Presse dient zur Brikettierung von Feststoffen, um ihn zu verdichten (Kompaktieren). Die Bruchfestigkeit wird bestimmt.
  • Ein Hydrozyklon zur Trennung von Kunststoffgranulat unterschiedlicher Dichte und Farbe wird als Schauversuch an speziellen Veranstaltungen wie zum Tag der offenen Tür, der Technik Akademie oder für Besucher vorgeführt. Durch die stufenlos einstellbare Drehzahl erreicht man die Eintrittsgeschwindigkeit des Wassers, die für die Trennung optimal ist. Durch schwarze und rote Granulatteilchen lässt sich dies sehr schön verfolgen.
  • Der Versuch Staubmessung besteht aus einem Dosiergerät für den Versuchsstaub, einer 5 m langen Rohrstrecke, einem Staubzyklon, einem Ventilator und einem Taschenfilter. Damit lässt sich der Abscheidegrad des Zyklons bei unterschiedlicher Beladung experimentell ermitteln und rechnerisch überprüfen. Als Messgeräte stehen hierbei ein U-Rohr- Manometer, ein Prandtlrohr und Staubmessgeräte zur Verfügung.
  • Das Ziel des Versuchsstandes Gasförderung ist es, die Kennlinien eines Radialventilators im Anlagenbetrieb zu bestimmen. Dabei werden verschiedene Volumenmessgeräte mit einer Gasuhr, die als Referenz dient, verglichen, und die Messdaten werden mit einem Computer erfasst. So werden die Genauigkeit und die Abweichungen der Messgeräte untereinander überprüft. Als Messgeräte sind im Einsatz: Messblende, Wirbeldrucksonde, Wirbelstromdurchflusszähler, Prandtlrohr und Schwebekörperdurchflussmesser.

Die Versuchsstände im Technikum Thermische Verfahrenstechnik werden für die Lehre und für Bachelor-Arbeiten, insbesondere im Studiengang Bio­verfahrens­technik, genutzt. Sie können aber auch im Rahmen von Industriekooperationen oder Forschungprojektengenutzt werden.

Versuchsstände zu Thermischen Verfahren

  • Rektifikation (Füllkörperkolonne, Glockenboden-Demo-Kolonne)
  • Flüssig-Flüssig-Extraktion
  • Vakuum-Schaufeltrockner
  • Dünnschichtverdampfer
  • Sprühtrocknung im halbtechnischen Maßstab
  • Absorption
  • Adsorption

Versuchsstände zur Wärme- und Stoffübertragung

  • Trocknungskanal zur Bestimmung von Trocknungsverlaufskurven
  • Kälteanlage / Wärmepumpe
  • Doppelrohr-Wärmeübertrager
  • Platten-Wärmeübertrager
  • Wirbelbett (Wärmeübergangsmessungen)
  • Siedeverhalten im Zweiphasen-Wärmeübertrager
  • Geräte zur Produktcharakterisierung wie z.B.
    • Trockenwaage
    • DSC,
    • Schmelz- und Verklebungspunkte

Nähere Informationen zu den Kursen sowie Unterrichtsmaterialien finden Sie im Modulhandbuch zum Studiengang Bioverfahrenstechnik und im entsprechenden Kurs auf der Lernplattform Moodle.

Einführung in die Verfahrenstechnik

1. Semester, Studiengang Bioverfahrenstechnik (Modul 1)

  • Vorlesung (gemeinsam mit Prof. Döring)
  • Projektarbeit

Thermodynamik

3. Semester, Studiengang Bioverfahrenstechnik (Modul 15, 5 ECTS)

  • Vorlesung 
  • Übungen

Heat and Mass Transfer (Wärme- und Stoffübertragung)

4. Semester, Studiengang Bioverfahrenstechnik (Modul 17, 5 ECTS)

  • Lecture  
  • Exercises  
  • Laboratory
  • language: English

Thermische Verfahrenstechnik

5. Semester, Studiengang Bioverfahrenstechnik (Modul 23, 5 ECTS)

  • Vorlesung 
  • Übungen 
  • Labor

Prozesssimulation (neue PO)

6. Semester, Studiengang Bioverfahrenstechnik (Modul 29, 5 ECTS)

  • Vorlesung 
  • Simulationslabor

Forschung für die Praxis ist das Markenzeichen der Frankfurt University of Applied Sciences. Es existieren für Unternehmen vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Beratung und wissenschaftlichen Ergänzung ihrer praxisorientierten Expertise, u. a. durch

  • Abschluss- und Studienarbeiten „im Unternehmen“ oder an der Hochschule
  • Gemeinsame Forschungs- oder Entwicklungsprojekte
  • Auftragsforschung und Dienstleistungen
  • Fördermöglichkeiten für Kooperationen insbesondere mit KMU
  • Projektmanagement und Projektberatung
  • Kooperative Promotionen gemeinsam mit einer Universität
  • Schulungs- und Seminarveranstaltung für Ihre Mitarbeiter
  • Begutachtungen
  • Gastvorträge in Vorlesungen

Angewandte, praxisorientierte Forschung und Entwicklung in Kooperation zwischen Hochschule und Industrie ist in besonderem Interesse von Land, Bund und EU. Es gibt deshalb eine Vielzahl von Förderprogrammen, die die Kosten entsprechender Verbundprojekte zu 100 % oder teilweise finanzieren.

Sollten Sie Interesse an einer Zusammenarbeit in Forschungs-, Entwicklungs- oder Industrieprojekten haben, nehmen Sie gerne mit Prof. Dr.-Ing. Claus Fleischer Kontakt auf.

Ansprechpartner

Marco WeberIngenieur Verfahrenstechnik
Gebäude 7, Raum 108
Prof. Dr. Heike HolthuesID: 2056
letzte Änderung: 25.03.2020