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Interdisziplinär + zukunftorientiert

Alleinstellungsmerkmal des Studiengangs ist seine fachbereichsübergreifende Ausrichtung. Im sogenannten Interdisziplinären Projekt (IPR) erarbeiten, entwickeln und erforschen die Studierenden aller drei Fachrichtungen gemeinsam inklusive Lösungen. Diese sollen Menschen unabhängig von Alter und möglicher funktionaler Einschränkung eine selbstbestimmte und selbstständige Lebensführung ermöglichen. Für die Gestaltung lebenswerter Umgebungen werden somit räumliche, technische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Das IPR umfasst etwas mehr als 1/3 des Studiums.  Die anderen 2/3 sind fachspezifische Module in den einzelnen Fachrichtungen.

Der interdisziplinäre Master-Studiengang vermittelt Studieninhalte aus den drei Fachrichtungen:

• Architektur Studienschwerpunkt
„Inklusive Architektur“

• Informatik und Ingenieurwissenschaften Studienschwerpunkt
„Intelligente Systeme“

• Soziale Arbeit und Gesundheit Studienschwerpunkt
„Digital Health und Case Management“

Schwerpunkte

Bewerbung zum Wintersemester 2021/ 2022

Die Bewerbung ist voraussichtlich ab Mai 2021 möglich.

Das Wichtigste in Kürze

Studiengang Inclusive Design (ID)
Master of Science
Regelstudienzeit 4 Semester, Vollzeit
Präsenzzeit In der Regel Mittwoch-Freitag
ECTS-Credit Points 120
Studienbeginn Wintersemester
Bewerbungsfrist mit deutschen Abschlüssen:
15. September
  mit ausländischen Abschlüssen: 15. Juli
Sprache Deutsch
Akkreditierung

Durch ACQUIN e.V. bis zum 30.09.21.

Inklusion an alle herantragen

Filme von Studierenden des Master-Studiengangs Inclusive Design (ID) - Inklusive Architektur der Frankfurt UAS werden an den Gepäckbändern des Frankfurter Flughafens gezeigt

An einem gemeinsamen Filmprojekt „Inklusion – Traumberufe“ haben Studierende des Master-Studiengangs Inclusive Design (ID) Schwerpunkt Inklusive Architektur über zwei Jahre hinweg gearbeitet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Caroline Günther, Professorin am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik und Studiengangsleiterin, stellten sich die Studierenden die zentrale Frage, wie gebaute Umwelt (am Flughafen) sein muss, damit Menschen mit Behinderung gut zu Recht kommen. Zusammen mit den Kooperationspartnern, der Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Maren Müller-Erichsen und dem Inklusionsbeauftragten, Reinhard Wagner von der Fraport AG sowie mit der inklusiven Sophie-Scholl-Schule in Gießen hat sich das Projekt „Inklusion Traumberufe“ entwickelt.

Voneinander lernen

Besuch von japanischen Studierenden der Takasaki University of Health and Welfare im Februar 2020

Japan und Deutschland gehören zu den schnell alternden Gesellschaften. Beide Länder müssen die ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention angemessen umsetzen und ihre Sozialsysteme anpassen. Beide Länder sehen neue Technologien als eine mögliche Lösungsoption. Vor diesem Hintergrund ist ein Austausch naheliegend. 

Seit drei Jahren koordiniert Prof. Dr. Barbara Klein den Austausch mit der Takasaki University of Health and Welfare. Erfreulicherweise konnte im Februar eine Gruppe japanischer Studierender zu einem umfangreichen fachlichen und kulturellen Programm nach Frankfurt kommen. Sie besuchten u. a. das Innovation Lab 5.0 und die neueröffnete Ausstellung „Hallo Freiheit! Zusammen über Barrieren“, eine inklusive Kita mit Schwerpunkt auf barrierefreier Kommunikation und weitere Einrichtungen.

Auch der kulturelle Austausch gehörte dazu. Neben israelischem Essen war das Fußballspiel des 1.FSV Mainz 05 ein Höhepunkt für die Japaner:innen. Torlose 90 Minuten hielten sie nicht davon ab, mit einem Strahlen zwei Schals zu ergattern und damit nach Hause zu fliegen.

Leider konnte coronabedingt der Gegenbesuch nicht mehr durchgeführt werden.

Eine Anekdote zeigt verblüffend die Unterschiede während des Besuchs in einem Mehrgenerationenhaus auf. Hier wurde das Konzept der Barrierefreiheit anhand barrierefreier Türen mit rollstuhlgerechter Schwenkbreite und Türgriffen auf Rollstuhlhöhe vorgestellt. Ein japanischer Student fragte, warum die Türgriffe so tief angebracht seien. Auf die Erklärung, dass Menschen im Rollstuhl die Tür so besser öffnen können, antwortete er: „Wieso benutzt ihr keine Sensoren?“

Japan 2019

In März 2019 hat eine Gruppe von 5 Studierenden aus dem interdisziplinären Masterstudiengang Barrierefreie Systeme zusammen mit Prof. Dr. Caroline Günther (BaSys), die Partneruniversität Takasaki University of Health and Welfare in Japan für 14 Tage besucht. Dies war der Gegenbesuch zu der Gruppe von japanischen Studierenden und Professoren, die in September 2018 für 10 Tage zu Besuch an der Frankfurt UAS waren und von Prof. Dr. Barbara Klein (BaSys) betreut wurden. Seit einem Jahr besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Universitäten, initiiert durch Prof. Klein.

Beide Universitäten forschen intensiv über das Altern an Themen wie demografische Prozesse, die Entwicklung von Wohnkonzepten, die den neuen Anforderungen in der Gesellschaft, den Städten und Pflegeeinrichtungen entsprechen, der Einsatz von Robotik in der Pflege, oder Technologien und Digitalisierungsprozesse. In Frankfurt ist das Forschungsinstitut Future Aging (2017 gegründet)und der interdisziplinäre Masterstudiengang Barrierefreie Systeme (BaSys) an dieser Zusammenarbeit beteiligt.

In dem Masterstudiengang BaSys setzten sich Studierende, im Rahmen eines studentischen Forschungsprojektes im interdisziplinären Projekt (IPR), mit dem Thema Wohnkonzepte, Assistive Technologien und Robotik im deutschen und japanischen Sozial- und Gesundheitswesen auseinander. Dabei wurden die Auswirkungen des demografischen Wandels in Japan mit der deutschen Situation im Hinblick auf bauliche, technische und soziale Aspekte verglichen und analysiert. Eine Exkursion in dem jeweiligen Partnerland förderte den gegenseitigen Austausch und hat den praktischen Bezug hergestellt. Dabei wurden Kenntnisse erweitert, das Wissen verbessert und das interdisziplinäre Arbeiten über die Grenzen hinaus gefördert. Das Ziel war es eine Diskussion auf den Weg zu bringen, um langfristig neue Konzepte zum Altern und Modelle für eine älterwerdende Gesellschaft zu entwickeln.

Bei dem Besuch wurden unterschiedliche Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationsmaßnahmen und Stationen besichtigt, um die Auswirkungen von demografischen Prozessen zu studieren und die Entwicklung von Wohnkonzepten zu analysieren, die den neuen Anforderungen in der Gesellschaft, den Städten und Pflegeeinrichtungen entsprechen. Zur Agenda gehörte ebenfalls Diskussionen mit Lehrenden und Studierenden an der Universität sowie der Austausch mit Fachleuten in den Einrichtungen Vorort in Japan.

Weiterführende Informationen der Hochschule

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