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Informationen für Studieninteressierte der psychosozialen Beratung und des Rechts (M.A.)

Der anwendungsorientierte Masterstudiengang "Psychosoziale Beratung und Recht" qualifiziert auf wissenschaftlicher Grundlage für Tätigkeiten in psychologischen, sozialen und rechtlichen Fragestellungen.

Aktuell

Infoabend des Studiengangs MA PBR:

Mittwoch, den 14.11.2018, um 18:00h in Geb. 2, R 174

Gegenwärtig werden keine Bewerbungen entgegengenommen

Bewerbung zum Sommersemester 2019 (hier möglich ab Dezember 2018).
Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

Studiengang Psychosoziale Beratung und Recht
Master of Arts
Regelstudienzeit 6 Semester, Teilzeit
ECTS-Credit Points 120
Studienbeginn Sommersemester
Bewerbungsfrist 15.01.
Sprachen Deutsch

Der Masterstudiengang Beratung und Sozialrecht bietet Ihnen

  • eine fundierte praxisorientierte wissenschaftliche Ausbildung
  • Beratungskompetenzen in den vier Grundorientierungen sozialer Interventionstheorien (verhaltensorientiert, systemisch-lösungsorientiert, psychoanalytisch und personenzentriert)
  • Evaluationsmethoden zur Selbst- und Fremdevaluation beraterischer Dienstleistungen
  • Eine Integration juristischer und psychosozialer Beratungsmethoden
  • Lehreinzelberatung außerhalb der Hochschule
  • Den Erwerb praktischer Supervisions- und Coachingkompetenzen
  • Eine Promotionsmöglichkeit nach Abschluss

Der Studiengang

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester (oder 120 Credits nach ECTS). Der Studiengang ist modular aufgebaut und umfasst 12 Module.
Die Lehre findet tätigkeitsbegleitend statt. Während des Semesters vierzehntägig donnerstags und freitags und mit dreitägigen Blockveranstaltungen von Donnerstag bis Samstag in der Regel zu Beginn und Ende des Semesters.
Der Gesamtworkload beträgt 3600 Stunden.

Das Studium umfasst insgesamt 765 Stunden Lehrveranstaltungen (51 SWS). Dazu kommen 75 Stunden kollegiale Gruppenarbeit sowie insgesamt 2760 Stunden Selbststudium (inkl. 20 h Lehreinzelberatung im Einzelsetting im ganzen Studienverlauf plus 100 Stunden studienbegleitende Praxis).

Nach dem dritten Semester ist eine umfangreiche Spezialisierung in zwei Bereichen möglich. Damit werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Teilnehmer in den Vertiefungsschwerpunkten berücksichtigt.

1. Schwerpunkt Beratung / Recht / Case Management

Der Schwerpunkt Beratung / Recht / Case Management qualifiziert auf wissenschaftlicher Grundlage für Tätigkeiten in der psychosozialen Beratung in Verbindung mit rechtlichen Fragestellungen. Sie entwickeln differenzierte Beratungskompetenzen, können Krisenintervention durchführen und aus unterschiedlichen Beratungsmethoden einen eigenen Beratungsstil entwickeln.

2. Beratung und Psychotherapie in der Lebensspanne

Der Masterstudiengang ist so konzipiert, dass zu den auf der Seite Psychosoziale Beratung und Recht genannten Gebieten weitere Schwerpunktsetzungen in Beratung, Mediation und Krisenintervention erfolgen können. In seiner psychosozialen und therapeutischen Orientierung geht es darum, die Persönlichkeitsentwicklung und seine Störungen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter genauer zu untersuchen. Das Verstehen intrapsychischer und interpersoneller Beziehungsmuster als Grundbausteine des sozialen und psychischen Erlebens und Handelns werden dabei im Mittelpunkt stehen. Die auf fundierten entwicklungspsychologischen und diagnostischen Kenntnissen aufbauende Beratungskompetenz wird auch auf der Basis der sozialpolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen reflektiert.

Der integrative Ansatz des Studiengangs beinhaltet auch die am Einzelfall erarbeitete Befähigung der Studierenden, ein Problem aus dem Bereich der Beratung / Psychotherapie / Counseling sowohl unter psychosozialen als auch unter rechtlichen Aspekten selbständig theoretisch zu fundieren und mit fachgerechter Auswahl von Beratungsmethoden zu verbinden.

Infoflyer zum Schwerpunkt Beratung und Psychotherapie in der Lebensspanne (PDF)

Der Studiengang Psychosoziale Beratung und Recht (M.A.) setzt sich aus insgesamt 12 Modulen zusammen. Hier finden Sie detaillierte Information zu den Modulen des Studiengangs:

Modulhandbuch M.A. Psychosoziale Beratung und Recht

 

 

Modulübersicht Casemanagement
Modulübersicht Psychotherapie
Name des Studiengangs Psychosoziale Beratung und Recht
Art des Studium Teilzeit-Studium, 6 Semester Regelstudienzeit
Abschlussart Master of Arts (M. A.)
Sprache Deutsch
Beginn des Studiums 15.01.

Fristen

Die Ausschlussfrist für den Eingang des Zulassungsantrages endet für das Sommersemester mit dem 15. Januar.

Zu den Semester-Terminen

Zulassungsbeschränkungen

Der Studiengang ist zulassungsbeschränkt, die Vergabe der Studienplätze erfolgt in einem örtlichen NC-Verfahren.

Kosten

Der Studiengang Beratung und Sozialrecht ist als konsekutiver Masterstudiengang zur Zeit nicht entgeltpflichtig.
Mit Inkrafttreten des Hessischen Studienbeitragsgesetzes werden seit dem Wintersemester 2008/09 keine Studienbeiträge erhoben.

Neben den üblichen Semestergebühren entstehen einmalig verpflichtende Kosten in Höhe von 1150,00 € für die Einzellehrtherapie.

Anfallende Gebühren zur Einschreibung bei der Hochschule bleiben bestehen. Die Höhe der Gebühren erfagen Sie bitte im Studienbüro unter studienbuero@abt-s.fra-uas.de.

Ergänzende Informationen

Den auszufüllenden Zulassungsantrag finden Sie hier

Für den sechssemestrigen, berufsbegleitenden Studiengang ist ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung. Das Studium muss aus den Bereichen des Gesundheits-, Sozial-und Pflegewesens sein, das eine Regelstudiendauer von mindestens sechs Semestern voraussetzt beziehungsweise 180 ECTS-Punkten (Credits). Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen aus anderen Bereichen müssen über mindestens drei Jahre Berufserfahrung in beratungsrelevanten Arbeitsfeldern verfügen. Das Abschlusszeugnis aus dem vorangegangenen Studium muss eine Gesamtnote enthalten, die bis auf eine Stelle nach dem Komma ausgewiesen ist.

Zu den Semester-Terminen

Ziel des seit 2002 akkreditierten anwendungsorientierten Masterstudiengangs ist es, Qualifikations- und Qualitätsstandards für eine wissenschaftlich fundierte Psychosoziale Beratung / Counseling in Verbindung mit Rechtskenntnissen zu sichern. Mediationsbezogene Kompetenzen und Krisenintervention sind hierbei integrale Bestandteile des Beratungsverständnisses. Die Professionalisierung von Beratung soll durch Forschungskompetenz und den Einsatz wissenschaftlich überprüfter Theorien und Verfahren unterstützt werden.

Der integrative Beratungsansatz bezieht sich sowohl auf Beratungen von Personen und Gruppen in ihren lebens- und arbeitsweltlichen Bezügen als auch auf Organisationen in ihren Entwicklungsaufgaben. Zum einen soll hier das Angebot anspruchsvoller Beratungen für Menschen in besonders erschwerten Lebenslagen und Arbeitssituationen im Sinne des Verbraucher- und Klientenschutzes verbessert und zum anderen dem Bedarf an fachlich ausgerichteter Leitungs- und Lehrkompetenz entsprochen werden.

Der Masterstudiengang berücksichtigt, dass die professionell beratenden Berufe in der BRD zunehmend juristischen Regeln unterworfen werden, die die Beratung verrechtlichen. Zugleich wird die sozialpolitische Bedeutung der Beratung unterstrichen und mit ihren gesellschaftlichen Phänomenen kritisch hinterfragt. Der Ausbau des Sozialstaates hat dazu geführt, dass auch die Sozialbeziehungen immer mehr verrechtlicht werden. In der Sozialpolitik und der sozialen Arbeit ist der Verrechtlichungsprozess im Kern irreversibel geworden. Das hat zur Konsequenz, dass durch die unterschiedlichen Beratungsangebote immer weiter differenzierte rechtliche Ansprüche der Klienten berücksichtigt werden müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, dass die Studierenden befähigt werden, ein Problem aus dem Bereich der Beratung / Counseling einschließlich psychotherapeutischer Perspektiven sowohl unter psychosozialen als auch unter rechtlichen Aspekten selbständig theoretisch zu fundieren und mit fachgerechter Auswahl von Beratungsmethoden zu verbinden. Im Studium werden Sozialrecht, psychosoziale Beratung und Interventionsmethoden gemeinsam vermittelt.

Grundlegende Beratungskompetenzen werden integrativ aus den vier Grundorientierungen sozialer Interventionstheorien (verhaltensorientiert, systemisch-lösungsorientiert, psychoanalytisch und personenzentriert) entwickelt. Durch das breite Spektrum dieser Methoden soll der Vielfalt der Problemlagen der Klienten sowie der Arbeitsfelder entsprochen werden und den Studierenden eine Möglichkeit geboten werden, einen eigenen Beratungsstill und ein individuelles Profil zu entwickeln.

Die im Kontext der Arbeitsstelle oder freiberuflich durchgeführten Beratungen der Studiengangsteilnehmerinnen und -teilnehmer bieten den Ausgangspunkt für die in den Vorlesungen, Falllösungs- bzw. Praxisseminaren, Integrationsworkshops, Übungen und Supervisionen vermittelten  Beratungskompetenzen. Auf diese Weise kann die Beratungsqualifikation tätigkeitsfeld- und aufgabenspezifisch entwickelt werden.

Studierende haben die Möglichkeit Beratungspraxis und Falldokumentationen im Rahmen des Praxisprojektes AG TuWas an der Frankfurt University of Applied Sciences zu erbringen. Die AG TuWas ist ein langjähriges Projekt der Frankfurt University of Applied Sciences zu Beratungsanfragen mit Schwerpunkten aus den Bereichen SGB II und SGB XII.

Mit dem Abschluss "M.A. Psychosoziale Beratung und Recht" können Sie unter anderem in folgenden Arbeitsfeldern tätig sein:

  • Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung
  • Trennungs- und Scheidungsberatung / Familienmediation
  • Erziehungsberatung
  • Verfahrenspflegschaft / Anwalt des Kindes
  • Schuldnerberatung
  • Interkulturelle Beratung
  • Arbeitslosen- und Beschäftigungsberatung
  • Beratung älterer Menschen (insbesondere Pflegeberatung und Betreuungsberatung)
  • Alkohol- und Suchtberatung
  • Beratung behinderter Menschen
  • Beratung in arbeitsweltlichen Bezügen (u.a. Supervision, Mediation und Coaching)
  • Casemanagement

Der Masterstudiengang ist so konzipiert, dass zu den bereits genannten Arbeitsfeldern weitere Schwerpunktsetzungen in Beratung, Mediation und Krisenintervention erfolgen können.

Eine Zunahme an Beratungsleistungen wird in allen Bereichen festgestellt. Der Beratungssektor wird als grundsätzlicher Wachstumssektor eingeschätzt, der insbesondere auch in Krisenzeiten einen gegenläufigen Trend zu anderen Bereichen aufweist.


Diese gesellschaftlichen Prozesse führen dazu, dass der Beratungsbedarf immens gewachsen ist. Dies hat seinen Niederschlag in zahlreichen Gesetzen gefunden, in denen Rechtsansprüche auf Beratung normiert sowie neuartige Formen der Beratung geschaffen wurden (z.B. SGB I, SGB II, SGB III, SGB VIII, SGB IX, SGBXI, SGB XII).

Für fast jedes Problem wird Beratung angeboten. Renten-, Frauen-, Schuldner-, Alten-, Pflege, Sozial-, Schwangerschaftskonflikt-, Familien-, Drogen-, Berufs-, Trennungs-, Jugend-, Erziehungsberatung etc. richten sich prinzipiell an alle Bürgerinnen und Bürger und werden nicht nur von sog. gesellschaftlichen Risikogruppen in Anspruch genommen. Zu diesen Beratungsleistungen kommt noch die Beratung von Gruppen und Institutionen mittels Coaching, Supervision und Organisationsberatung hinzu, die insbesondere in Krisenzeiten nachgefragt werden.

Der Studiengang hat in erster Linie ein institutionsbezogenes Profil vermittelt aber gleichzeitig vielfältige institutionsübergreifende Beratungskompetenzen, die auch für eine freiberufliche Tätigkeit fundamental sind.
Mit zunehmendem Beratungsbedarf steigen auch die Anforderungen an eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung der Berater und an die wissenschaftlichen Kompetenzen zur Qualitätssicherung, die praxisorientiert vermittelt werden.

Der Masterstudiengang hat die Funktion eines auf Grundqualifikationen aufbauenden zweiten Abschlusses. Er setzt deshalb einen Hochschulabschluss aus den Bereichen des Gesundheits-, Sozial- oder Pflegewesens voraus. Der direkte Zugang zu einer Promotion wird ermöglicht und eine Grundlage für die tarifliche Höhergruppierung eröffnet.

Durch den Abschluss Master of Arts (M.A.), der international anerkannt ist und zur Promotion befähigt, soll die Profilbildung der Fachkräfte im Beratungsbereich gefördert werden.

 

Die Voraussetzungen für den Zugang zu den Laufbahnen des höheren Dienstes sind gegeben.

Die Akkreditierungskommission folgt dem Votum der Gutachter und sieht die Voraussetzungen für den Zugang zu den Laufbahnen des höheren Dienstes gemäß dem Beschluss der Innenministerkonferenz vom 06. Juni 2002 und der Kultusministerkonferenz vom 24. Mai 2002 weiterhin als gegeben an.

Zentrale WebredaktionID: 1918
letzte Änderung: 17.10.2018