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Informationen für Studieninteressierte des Geodatenmanagements (B.Eng.)*

Erfassen. Analysieren. Beraten.

Unsere Erde ist die Grundlage unseres Lebens. Als geodätische Ingenieurin oder geodätischer Ingenieur beschreiben Sie diese mit raumbezogenen Daten (Geodaten) digital, und tragen dazu bei, unseren Lebensraum jetzt und für die Zukunft zu gestalten. Das Studium Geodatenmanagement (B.Eng.) (GeoDM) verbindet im Frankfurter Modell die Fach- und Methodenkompetenzen aus den Bereichen der Geoinformatik, der Ingenieurvermessung und des Landmanagements als Grundlage eines interdisziplinären nachhaltigen Handelns.

Im Kern steht der Prozess der Sammlung, Speicherung und Auswertung raumbezogener Daten aus der realen Welt. Die digitale Bereitstellung der Daten über Geodateninfrastrukturen und deren Visualisierung finden in allen gesellschaftsrelevanten Themen vielfältige Anwendung.

Zum Frankfurter Modell gehört die Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz als Schlüsselqualifikationen, die durch Inhalte über Recht, Prozess-, Projekt- und Führungsmanagement vermittelt werden.

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Der Studiengangsflyer wird derzeit aktualisiert.

Tipps und Erfahrungen von Studierenden

Was hat dich in deinem Studiengang überrascht?

Ich habe nicht erwartet, dass man in so verschiedenen Bereichen arbeiten kann, nicht nur in Bau und Vermessung, sondern zum Beispiel auch in der Luftfahrt. Dort durfte ich ein Praktikum machen. Man kann also auch einmal die Branche wechseln und ist nicht für immer festgelegt. Der Studiengang ist daher auch methodisch sehr vielfältig. Er ist nicht nur technisch, es gibt auch viel Baurecht, die Umweltthematik ist sehr wichtig und das Thema Wasserenergie.

Ich wollte früher mal im Bereich Umweltingenieurwesen arbeiten, darauf bereitet einen der Studiengang auch sehr gut vor.

Welche praktischen Erfahrungen konntest du bisher in diesem Gebiet sammeln?

Nach dem Praktikum habe ich direkt ein Jobangebot bekommen und arbeite schon neben dem Studium in Teilzeit als Data Engineer. Es gibt zu wenige Menschen im Bereich Geodatenmanagement auf dem Arbeitsmarkt und sie sind sehr gefragt. Seit der Corona-Pandemie 2020 braucht man noch mehr Menschen in dem Bereich, weil viele Branchen und Prozesse stärker digitalisiert werden.

Kannst du einige konkrete Inhalte aus deinem Studiengang nennen?

Generell gibt es fünf Schwerpunkte: einer ist Vermessung, das heißt man lernt wie man Geodaten gewinnt, verarbeitet, verwaltet; dann haben wir den Schwerpunkt Landmanagement, der ist weniger technisch und beschäftigt sich mit der Frage, was darf man wo bauen und warum. Im Bereich Technische Infrastruktur geht es um Energie, Bautechnik und Wasserbau; im Facility Management schaut man sich an, was ein Gebäude braucht, um zu funktionieren und wie man dies verwaltet. Das ist vor allem spannend in Städten wie Frankfurt, wo man große, komplexe Häuser wie Hochhäuser hat, in denen eine Menge Prozesse ablaufen und koordiniert werden müssen. Wenn man mehr programmieren möchte, sollte man Geoinformatik machen. Hier werden die Geodaten, die man durch die Vermessung gewinnt, weiter verwendet für verschiedene Bereiche, z.B. im Bereich autonomes Fahren, Flugverkehr, also überall, wo GPS benutzt wird. Das kann auch in der Medizintechnik sein und vieles mehr. Alle Apps, die eine Standortabfrage haben, haben immer mit Geoinformatik zu tun.

Die Studiengänge heißen jetzt ‚Geodatenmanagement‘. Was hältst du von dem neuen Namen?

Ich finde das genial. Vorher musste ich den Leuten viel mehr erklären, was ich eigentlich mache. Das ist beim neuen Namen eindrücklicher. Und ich finde es klingt auch attraktiver.

Du hast im Rahmen des Studiums an einem Mentoring für Frauen in technischen Fächern teilgenommen. Was sind deine Erfahrungen?

In unserem Studiengang muss man mit einem höheren Männeranteil rechnen, in meinem Job jetzt sind es noch mehr, da dort auch viele Informatiker arbeiten. Aber es gibt auch Unternehmen, die Frauen explizit fördern und suchen und man sollte sich nicht abschrecken lassen.

Durch das Mentoring konnte ich eine erfolgreiche Frau aus meiner Branche kennen lernen, Fragen zu Studienentscheidungen besprechen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf thematisieren. Beide Geschlechter sollten gleiche Chancen im Beruf haben und sich am Haushalt und der Kindererziehung beteiligen, das ist mein Ziel.

Welche Tipps oder Strategien hast du gelernt, um gute Entscheidungen für deinen Berufs- und Lebensweg zu treffen?  

Ich habe mich gefragt, ob es sinnvoll ist, nach dem Bachelor einen Master zu machen. Aus der Praxis zeigt sich, dass man auch mit dem Bachelor gute Berufschancen hat. Besonders wenn man sich weiter auf ein Gebiet spezialisieren möchte, ist ein Master sinnvoll. Ich würde gerne den Bereich Geoinformatik vertiefen.

Was würdest du sagen ist wichtig für eine gute Studienentscheidung?

Ich habe mein Abitur in Moldawien gemacht. Deshalb musste ich vor dem Studium in Deutschland einen Sprachkurs und noch mal eine Abiturprüfung in Mathe machen. Ich dachte, dass ich danach nie mehr was mit Mathe zu tun haben werde. Aber zur Vorbereitung hatte ich einen tollen Prof, mit dem ich Mathematik gelernt und einen ganz anderen Zugang zur dieser bekommen habe. Mir hat das so gut gefallen und ich war so fasziniert und habe auch gesehen, wie kreativ man mit Lösungswegen sein kann. Danach wusste ich, ich will unbedingt etwas studieren, wo man noch Mathe braucht. Auch wenn man in der Schule nicht so gut war, heißt das nicht, dass man in diesem Bereich nichts erreichen kann. Wenn man einen anderen Blick darauf bekommt, kann es sogar noch zum Lieblingsfach werden.

Kannst du etwas über das Studienleben allgemein berichten?

Ja, ich hatte von Anfang an viel Kontakt mit meinem Mitstudierenden. Ich finde es sehr wichtig, mit anderen Studierenden im Austausch zu sein. Man kann auch zusammen lernen und die Person, die jeweils am besten in einem Fach ist, kann die anderen unterstützen. Und auch wenn man selbst gut ist und anderen etwas erklärt, lernt man viel dazu.

Außerdem war ich in der Fachschaft, der studentischen Vertretung für den Fachbereich. Hier kann man bei der Gestaltung der Studiengänge mitsprechen und neue Ideen einbringen. Und ich habe eine Zeit in der Studienberatung in einem Projekt zur Information für Schülerinnen und Schüler gearbeitet. An der Hochschule gibt es immer wieder interessante Hilfskraftjobs.

Die Frankfurt University zeichnet sich auch durch einen hohen Praxisbezug aus. Wie zeigt sich das in deinem Studiengang?

Im Wintersemester 2020/21 habe ich ein interdisziplinäres Projekt bearbeitet zusammen mit Studierenden aus anderen Fächern. Das bereitet einen gut vor auf die Arbeitswelt, wo man auch mit Personen aus anderen Fachgebieten und mit anderem Wissen zusammenarbeiten muss. Bei mir im Job ist das permanent so. Es gibt keine Kollegen aus dem Geodatenmanagement, deshalb muss ich immer gut kommunizieren. Außerdem lernt man die praktische Anwendung der Theorie, die wir vorher erarbeitet haben, auf dem Feld oder am Computer.

Das Projekt hieß Krisenmanagement und es ging ganz aktuell um die Corona-Krise. Es wurden drei Bereiche bearbeitet: die Naturkrise, persönliche Krisen und Finanzkrisen. Wir haben uns auch mit den Ursachen und möglicher Vorbeugung beschäftigt und verschiedene Strategien entwickelt.

Das Studium ist also sehr vielfältig. Hast du daneben noch andere Interessen, denen du nachgehst?

Ich liebe Sport und habe nebenbei eine Fitnesstrainer-Lizenz gemacht. Ich liebe auch Literatur und bin eine Dichterin. Das mache ich aber nur in meiner Muttersprache.

Wow. Hat dein Tag denn 48 Stunden oder kann man das wirklich alles schaffen?

Wenn man Interesse für etwas hat, dann findet man die Zeit. Motivation ist wirklich der wichtigste Faktor. Das gilt auch für das Studium. Es ist nicht so stressig, wenn man den Bereich ausgewählt hat, in dem man richtig Spaß hat.

Was würdest du Schülerinnen und Schülern empfehlen, die sich über mögliche Studiengänge informieren wollen?

Man sollte auf jeden Fall in die Modulhandbücher der Studiengänge schauen, um zu sehen, welche Inhalte wirklich behandelt werden. Das kann beim gleichen Namen schon sehr variieren.

Warum Geodatenmanagement studieren?

Studierende, Professorinnen und Professoren stellen Ihnen/Dir den Studiengang vor,
zeigen Ihnen/Dir ein spannendes Projekt und beantworten Ihre/Deine Fragen.

Wann? Montag, den 14. Juni 2021, um 16:00 Uhr, Dauer: ca. 1,5 Stunden

Wo? Online mittels Zoom. Eine Anmeldung ist erforderlich. Der Link zum Anmeldeformular folgt in Kürze.

Wir freuen uns auf Sie/Dich!

Jetzt bewerben

Für Studieninteressierte mit deutschen Abschlüssen ist die Bewerbung bis zum 31.03.2021 möglich.

Hier geht's zur Online-Bewerbung!

Studieninteressierte mit ausländischen Abschlüssen wenden sich bitte an das International Office

Das Wichtigste in Kürze

Studiengang Geodatenmanagement*
Bachelor of Engineering (B.Eng.)
Regelstudienzeit 6 Semester, Vollzeit
ECTS-Credit Points 180
Studienbeginn Sommer- und Wintersemester
Bewerbungsfrist Die Immatrikulation kann bis zum 31.03.2021 erfolgen.
Sprachen Deutsch
Akkreditierung

Durch ACQUIN e.V. bis zum 30.09.22.

Studienverlauf

In den ersten beiden Semestern werden mathematische, technische und rechtliche Grundlagen gelegt. Module im Bereich Management bereiten ab dem dritten Semester sowohl auf die Bearbeitung des Studienprojektes und der Wahlpflichtmodule als auch auf das spätere Berufsleben vor.

Der zeitliche Einstieg in die fünf Studienschwerpunkte Vermessung, Geoinformation, Landmanagement, Facility Management und Technische Infrastruktur ist an der Struktur von Geodatenerfassung, Geodatenvisualisierung und Geodatenanalyse angelehnt und findet sich auch im späteren Berufsleben wieder.

Sie erfassen Geodaten mittels verschiedener Verfahren in unterschiedlichen Lage- und Höhensystemen. Die erhobenen Daten werten Sie sachgerecht aus und visualisieren diese mittels GI-Systemen. Darauf aufbauend können Sie eigene geometrische und alphanumerische Fachdaten ableiten und analysieren.

Sie lernen die qualitativen und quantitativen Flächenansprüche des Landmanagements zu beurteilen und planerisch umzusetzen. Dabei beachten Sie die Grundzüge des privaten und öffentlichen Rechts sowie des Planungs-, Bau- und Bodenrechts. Im Facility Management skizzieren Sie Prozessabläufe, kalkulieren Kosten und identifizieren Optimierungspotentiale. Sie planen und bemessen infrastrukturelle Fragestellungen von Städten, Gemeinden und Kommunen in den Bereichen Wasser, Energie und Verkehr.

Mit der Wahl des Studienprojekts, zwei Wahlpflichtmodulen und der Bachelor-Thesis mit Kolloquium haben Sie ab dem fünften Semester die Möglichkeit sich fachlich zu vertiefen. Zur Vertiefungsrichtung stehen Ihnen die fünf Studienschwerpunkte Vermessung, Geoinformation, Landmanagement, Facility Management und Technische Infrastruktur zur Verfügung.

Alumni-Statements

„Die Vielfältigkeit des Studiengangs und die Kombination aus theoretischem Fachwissen und praktischen Erfahrungen, sowie die Möglichkeit eigene Schwerpunkte zu setzen, haben mir zu meinem Traumberuf verholfen.“

B.Eng. Katharina Droege, Fachplanerin Ingenieurvermessung

Modulübersicht

Modularisierung im Studium bedeutet eine Studienstruktur, bei der Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen, Übungen, Praktika, Exkursionen oder Seminare zu thematischen Einheiten, den Modulen, zusammengefasst werden. Die Zusammensetzung eines Moduls wird bestimmt durch die Kompetenz, die durch das Absolvieren dieses Moduls erlangt werden soll.

Das Modulhandbuch enthält Informationen zu Dauer, Credits, Prüfungsart, Voraussetzungen, Lernergebnis, Arbeitsaufwand, Lernform, Inhalte, Literatur, Modulverantwortlichen der Module eines Studiengangs. Weitere Informationen sind im Leitfaden zur Modularisierung und Leistungspunktvergabe der Bund-Länder-Kommission zu finden.

Die Modulübersicht  und die Studieninhalte können im PDF-Format heruntergeladen werden.

Zulassungsvoraussetzungen

Die Immatrikulation kann bis zum 31.03.2021 erfolgen.

Zu den Semesterterminen.

Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt.

Gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Veranstaltungen im Studiengang

Berufsperspektiven

Die Nutzung von Geoinformationssystemen (GI-Systeme) ist eine der dynamischsten Wachstumsbranchen. Karten werden überwiegend digital und interaktiv für das Internet aufbereitet. Im Bereich der Geodatenanwendung werden auf dem Arbeitsmarkt Fachkräfte gesucht, die sich um die Verwaltung, Bewirtschaftung und Instandhaltung von kommunalen Immobilien und Infrastrukturen kümmern und dabei die räumlichen Zusammenhänge erkennen und berücksichtigen.

Durch die fachliche Breite des Studiums lernen Sie eine Vielzahl potenzieller Berufszweige kennen. Mit dem Studienabschluss agieren Sie selbstständig in Ihrem Fachgebiet und arbeiten darüber hinaus als Generalisten effizient an der Schnittstelle zu weiteren Berufszweigen.

Zukünftige Arbeitgeber sind Vermessungsverwaltungen und Ämter für Geoinformation auf Landes- und Bundesebene, Kommunen und technische Rathäuser, Infrastrukturbetriebe, Vermessungs- und Planungsbüros, IT- und Kommunikationsdienstleister, Energie-, Ver- und Entsorgungsunternehmen, sowie Dienstleister im Facility Management.

Mit dem Studienabschluss "Bachelor of Engineering" haben Sie auch die Möglichkeit Ihre Ausbildung noch um ein Master-Studium zu ergänzen.

Alternative Studienelemente

Studierende können statt der Vollzeitvariante auch ein Studium in Teilzeit bzw. zeitlich alternative Studienmodelle absolvieren. Eine individuelle Beratung zu Belegungsempfehlungen zu zeitlich alternativen Studienmodellen erhalten Studierende durch die Studiengangsleitung. Zusätzliche Informationen zur Studienorganisation eines Teilzeitstudiums sind auf den folgenden Seiten des Studienbüros abrufbar.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing.
Tine Köhler
Studiengangsleitung Geodatenmanagement (B.Eng.)
Gebäude BCN, Raum 510
Fax : +4969 1533-2374
M.Eng.
Anna-Katharina Haux
Gebäude BCN, Raum 520
Fax : +49 69 1533-2058

Leiter des Prüfungsamts

Prof. Dipl.-Ing.
Gunnar Santowski
Studiengangsleiter Bauingenieurwesen dual B. Eng. Vorsitzender Prüfungsamt, Fachbereich 1
Gebäude 1, Raum 416
Fax : +49 69 1533-2783

Sekretariat

Lehreinheitsübergreifende Prüfungsangelegenheiten, International Exchange Students
Karin Lennertz
Gebäude 1, Raum 416
Fax : +49 69 1533-2374

Weiterführende Informationen der Hochschule

*Erweiterte Akkreditierung steht noch aus - vormals: Geoinformation und Kommunaltechnik (B.Eng.)

Anna HauxID: 1509