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Prof. Dr. Christian Rieck

Professor für Finance und Wirtschaftstheorie

Prof. Dr.
Christian Rieck
Studiengangsleitung International Finance
Gebäude 4, Raum 503

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Studiengangsleiter International Finance

Sprechzeiten

Vorlesungszeit: Vorlesungsfreie Zeit:
Mo, 14:15 Uhr
nach Vereinbarung per E-Mail
Keine regelmäßige Sprechstunde. Bitte schicken Sie eine Mail, möglichst mit Telefonnummer; bei Bedarf rufe ich Sie an.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

  • Markttheorie
  • Behavioral Finance 
  • Spieltheorie

Forschung

Mitarbeiter: Daniel Ammersilge, Lars Nordmann

Es wurden ca. 200 TED-Talks der Plattform www.TED.com aus dem Zeitraum von 2001 bis 2014 manuell ausgewertet. Kriterien der Auswertung waren Merkmale, die in der Literatur als Ursachen erfolgreicher TED-Talks genannt werden. Hieraus wurde eine Datenbank mit wesentlichen Eigenschaften der ausgewerteten Talks angelegt. Zugrundegelegt wurden die pro Jahr 12% meistgesehen und 12% am wenigsten gesehenen Videos. Anschließend wurde verglichen, ob sich systematische Eigenschaften ermitteln lassen, die mit einer hohen oder niedrigen Klickquote einhergehen. - In der Stichprobe hatten die oft gesehenen Videos vermehrt folgende Eigenschaften: Mehr Folien (diese aber seltener im Vollbildmodus); mehr Zitate; stärkere Gestik; klare Aussage; Humor; vermehrte Bewegung des Vortragenden. Offenbar scheint aber die Viralität auf sozialen Medien (gemessen als Anzahl der Kommentare und Likes bei Youtube) ein Eigenleben unabhängig von den Eigenschaften des Talks zu entwickeln und einen eigenen, sehr hohen Einfluss auf den Erfolg eines TED-Talks zu haben.

Erscheint 2016 im Tagungsband zum Forschungsymposium der Frankfurt University of Applied Sciences.

Mitarbeiterin: Cyrill Grüter

Die Studie untersucht die Einstellung von Menschen gegenüber Robotern mit Hilfe des Implicit Association Tests (IAT). Der IAT ist ein Testverfahren, das durch Reaktionszeiten bei Begriffszuordnungen vorbewusste Einstellungen misst und daher bisher hauptsächlich zur Messung von Einstellungen beispielsweise gegenüber Minderheiten oder in Bezug auf Rollenstereotype angewandt wurde. - Die Messwerte des IAT legen nahe, dass 1. Menschen gegenüber Robotern deutlich negativer eingestellt sind als gegenüber anderen Menschen und dass 2. diese Diskrepanz größer ist als die Probanden bei expliziten Fragen angeben. Wir vermuten, dass dies wichtige Konsequenzen für die Marketing-Bezeichnung "Robo-Berater" hat, die sich derzeit im Fintech-Bereich verbreitet. 

Mitarbeiter: Marvin Berns, Fabian Mahoutchian, Boris Wiedemer

In dieser experimentellen Arbeit wird das Trust Game (nach Berg, Dickhaut und McCabe (1995)) in veränderter Form gespielt, indem ein Roboter als Vermittler zwischen den menschlichen Spielern auftritt. Untersucht wird, ob sich das Verhalten der menschlichen Spieler aufgrund des Robotereinsatzes ändert. Dazu wurde das Trust Game mit 46 Spielpaaren gespielt. - Die überwiegende Mehrheit der Probanden gibt an, dass der Roboter keine Auswirkung auf ihr Spielverhalten hatte. Tatsächlich liegen die abgegebenen Beträge aber höher als bei anderen Studien ohne Roboter und diejenigen Probanden mit einer positiven Assoziation zum Roboter geben einen höheren Betrag ab als andere. 

Mitarbeiter: Thomas Gottwals 

Diese experimentelle Studie untersucht das Bietverhalten in Auktionen mit oder ohne anschließende Verhandlung. In den Experimenten wird die von Bulow und Klemperer (1996) beschriebene und theoretisch untersuchte Auktion nachgebildet: Als Auktion dient eine „Second-Price Sealed-Bid“-Auktion (Vickrey-Auktion), die anschließende Verhandlung wird durch eine ultimative Verhandlung mit dem Auktionsveranstalter als Spieler 1 dargestellt. Es wurden insgesamt vier Treatments durchgeführt: Auktionen mit 4 oder 5 Bietern und jeweils mit oder ohne Nachverhandlung. Die Ergebnisse stimmen mit den theoretischen Vorhersagen von Bulow et al. (1996) überein: Es gibt signifikant höhere Einnahmen für den Auktionator bei einer Vickrey-Auktion mit N+1-Bietern, als bei einer Vickrey-Auktion und anschließender Nachverhandlung mit dem letzten verbleibenden Bieter bei insgesamt nur N-Bietern. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass das Spiel mit Nachverhandlung bei Bulow et al. (1996) unvollständig beschrieben wurde und einer Regelerghänung bedarf, bevor es experimentell untersucht werden kann.

Publikation: geplant für 2016.

Mitarbeiterinnen: Caprice Weissenrieder, Alexandra Hein, Sahar Khaksar

Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss des Geschlechtes, der Herkunft und stereotypischer Kompetenzen innerhalb bestimmter Berufsbilder auf Befragte. Das Forschungsdesign ist ein Fragebogenexperiment, bei dem den Probanden für drei fiktive Stellenausschreibungen jeweils vier fiktive Lebensläufen zur Beurteilung vorgelegt werden. Probanden waren Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences, die als Gruppe eine seher hohe Diversität aufweist. Die Ergebnisse zeigen: Auch bei dieser Gruppe von Probanden erfahren Berufe stereotypischen Zuschreibungen, und das Geschlecht der Befragten hat einen Einfluss auf das Geschlecht des präferierten Bewerbers. Je nach Stellenausschreibung wird eine negative oder positive Diskriminierung gegenüber Bewerbern mit einer anderen ethnischen Herkunft gezeigt.

Publikation (Monographie) geplant für 2016. 

Publikationen

Das Ende der Bankberatung. In: Oliver Everling / Robert Lempka (Hg.) Finanzdienstleister der nächsten Generation - Megatrend Digitalisierung. 1. Aufl. 2016.

Die digitale Revolution in der Versicherungsbranche. In: Zeitschrift für Versicherungswesen ca. Juli 2015.

Spieltheorie im Einkauf: Auktionen in Theorie und Praxis. Eschborn 2015. Mit Jacek Drozak und Gero von Grawert.

Können Roboter mit Geld umgehen? Die digitale Zukunft der Finanzberatung. Eschborn 2015.

Spielen Profi-Fußballer rational? Empirische Auswertung von Elfmeter-Schüssen. Christian Rieck, Jan Kutschka, Julius Erhardt, Robin Chambers. In: Tagungsband Symposium „Wissenschaft und Praxis im Austausch über aktuelle Herausforderungen. S. 89-98. Frankfurt/Main 2015.  

Schwarm-Innovationen: Wie technologische Schwärme die Zukunft der Banken beeinflussen. Bankinformation 2015 (März).

Verhandlungen. In: Norman Braun / Nicole J. Saam (Hrsg.): Handbuch Modellbildung und Simulation. 2014, S. 1025-1048.

Internet und die Banken – Wie das Internet die Zukunft der Finanzbranche verändern kann. In: Marketing Intern 2/2013, S. 28-29.

Zukunftsbank 3.0 – die Bank der Zukunft im Testlabor. Eschborn 2012.

Diversität im Aufsichtsrat – Studie über die Zusammensetzung deutscher Aufsichtsräte. Mit Helena Bendig, Julius Hünnemeyer und Lisa Nitzsche. 2012, Frankfurt am Main.

Das Spiel mit dem Euro – ein soziales Dilemma. Agora 42, 04/2012, S. 32-37.

Männersache Rasieren – Handbuch für den Rasur-Aficionado. 2012, Eschborn.

Rettet Europa! Anregungen aus Sicht der Spieltheorie. In: Trend-Update 12/2011, S. 12-13.

Rettung vor dem Euro. 2011, Eschborn.

Spieltheorie – eine Einführung. 14. Auflage 2015, Eschborn.

So profitieren Sie vom Microsoft-Monopol. Chip 1/2005, 38-39.

Insider trading and portfolio structure in experimental asset markets with a long-lived asset. The European Journal of Finance 5 (1999), pp. 29-50. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen.

Financial Markets With Asymmetric Information: A Pilot Study Focusing on Insider Advantages. Journal of Economic Psychology 18(2-3), 1997, S. 235-257. Mit Werner Güth und Jan P. Krahnen.

Inferring Risk Attitudes from Certainty Equivalents: Some Lessons from an Experimental Study. Forthcoming in Journal of Economic Psychology. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen.

Messung individueller Risikoeinstellungen. Working Paper University of Frankfurt 1997. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen. Eingereicht zur Publikation.

Märkte, Preise und Koordinationsspiele – Theoretische und experimentelle Untersuchungen zum Zusammenhang von Preis und Wert. Berlin: Physica. 

Designing an Experimental Stock Market. Erscheint in: Empirical Research on the German Capital Market. Springer: Heidelberg etc. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen.

Information Acquisition in Asset Markets: Experimental Investigation of a Matrix Game. Working Paper University Giessen, submitted for publication. Mit Erik Theissen.

Insider Trading and Portfolio Structure in Experimental Asset Markets. Working Paper University of Giessen, Feb. 1995. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen.

Evolutionary Simulation of Asset Trading Strategies. In: Eva Hillebrand / Joachim Stender (Eds.): Many-Agent Simulation and Artificial Life. IOS Press: Amsterdam etc. 112-136.

Theorien und Experimente in den Wirtschaftswissenschaften. rer. pol. 1/94, 23-28.

Systemunter­stützung von Kapitalmarktexperimenten. Arbeitspapier der Universität Gießen 1994. Mit Michael Schneider, Erik Theissen und Andrea Wirth.

Price Fads in Experimental Markets. Working Paper University of Giessen 1994. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen. 

Price and Value Expectations in an Experimental Call Market. Working Paper University of Giessen1994, submitted for publication 1995. Mit Jan P. Krahnen und Erik Theissen.

Modell Natur: Naturanaloge Verfahren in der Computersimulation. c't - Magazin für Computertechnik 11/93, 201-208.

An Experimental Investigation of the Psychology of Crashes. In: Economic Psychology and Experimental Economics. Mit Christine Syha.

Ein experimenteller Finanzmarkt mit Insiderinformationen. Mit Werner Güth und Jan Pieter Krahnen, Diskussionspapier der Universität Frankfurt 1992.

Evolution and Stock Markets. Tagungsband der Tagung für Principle Based Engineering, IEE: London, 1992.

Expertenstreit im Computer. Computer Persönlich, 23/1991, S. 46-52.

Computerturniere als Forschungsmethode. Computer Persönlich, 24/1991, S. 35-39.

EG-Import-Anleitung. Eschborn, 1989 (die 8. Auflage 1996 wurde umbenannt in EU-Import-Anleitung und wurde in Zusammenarbeit mit anderen Autoren überarbeitet). Auch erschienen als Heyne-Taschenbuch mit dem Titel „Euro-Schnäppchen Autokauf“.

Evolutionstheorie und Ökonomie. Eschborn, 1988.

Zweitakt-Motoren-Tuning. Eschborn, 1984 (derzeit: 15. überarbeitete Auflage 2014).

Leistungssteigerungen am Zweitaktmotor. Eschborn, 1983.

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